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Hooligans treffen sich zu einem Strassenkampf.
bild: symbolbild

Basler Hooligan-Studie: 14 Prozent sind Akademiker und jeder Zweite schützt die Zähne

Die Uni Basel hat die bei Kämp­fen zwischen Hooligans auftretenden Zahn­- und Kieferverletzungen untersucht. Die Studie bringt aber nicht nur die Anzahl ausgeschlagener Zähne, sondern auch viele weitere interessante Informationen über Fussball-Chaoten ans Licht.



Hooligans sind zwar seit längerer Zeit in aller Munde, doch eigentlich ist nur wenig über ihr Verhalten, ihren Hintergrund und ihre Gruppen-Zusammensetzung bekannt. Die gewalttätigs­ten aller Fussballfans – nicht zu verwechseln mit den Ultras, die im Stadion für die Stimmung sorgen – meiden die Öffentlichkeit, bewegen sich eher im Verborgenen.

Ihre «Aktionen» finden als gegenseitig arrangiertes Prügeltreffen, abseits der Fussballarenen, irgendwo auf einem Feld, in einem Wald oder in einem Industriegebiet statt. Wie beispielsweise am Samstagabend in Mels SG, als YB-Anhänger auf dem Heimweg aus Vaduz im Extrazug die Notbremse zogen und sich danach mit St.Galler Hooligans prügelten.

In solchen Kämpfen holen sich die jungen Männer ihren Adrenalin-Rausch und schlagen sich gegenseitig die Köpfe oder zumindest die Zähne ein. Das Regelwerk ist spärlich. Nur wer am Boden liegt, wird verschont. Verletzungen sind die logische Folge.

Eine Studie der Uni Basel nimmt diese «Randsportart» etwas genauer unter die Lupe. Im Paper «Dental and jaw injuries sustained by hooligans» wurden die bei Kämp­fen zwischen Hooligans auftretenden Zahn­- und Kieferverletzungen sowie der Einfluss von Zahnschützen auf die Art der Verletzungen untersucht. Dabei kamen – dank des verteilten Fragebogens – aber noch weitere interessante Facts zutage.

Zwischen 2012 und 2013 wurden standardisierte Multiple­-Choice­-Fragebogen in der Schweizer Hooligan-Szene verteilt. Ge­genstand der – unter Zusicherung absoluter Anonymität – durchgeführten, nicht repräsentativen Umfrage war die Art der Verletzungen bei Hooligans unterschiedlicher Altersgruppen, Nationa­litäten sowie Ausbildungs-­ und Einkommensniveaus. Insgesamt wurden 413 Fragebogen verteilt, die von 95 Hooligans ausgefüllt und eingereicht wurden.

Der Fragebogen

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Was wir über die 95 Hooligans erfahren:

(pre)

Du willst mehr wissen?

«Faustrecht» – Dokumentation über die Basler Ultras 1993

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YouTube/Vi4shino

«Narben der Gewalt» – die Fortsetzung aus dem Jahr 2012

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YouTube/VerbrechenDOKUs

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    Alle Leser-Kommentare
  • AdiB 17.02.2016 17:36
    Highlight Highlight @rüpel, natürlich kannst du eine postkarte schicken. und wegen eurem cup sieg, war schade.
    und wegen deinem kroatischen freund, welchen? es gibt mehrere. wegen ihnen stehe ich immer zu den basler jungs. wem ich loyalität verspreche, dann halte ich mich dran.
    meinst du den?
  • andersen 16.02.2016 17:45
    Highlight Highlight Solche Leute verpassen ein wunderbares Fussballspiel.
    Warum tuen sie das?

    Ich denke dieser Antwort ist klar:

    Sie haben nicht gelernt, dass es durchaus genügt nur auf zwei Beinen zu stehen.
  • Kimbim 16.02.2016 08:46
    Highlight Highlight Ich verstehe das Rumgereite auf den Akademikern nicht. Laut BFS liegt der Anteil der Akademiker in der Bevölkerung bei 14.2% (2012). In der Studie liegt er bei ca. 14%. Daher lässt sich nur zeigen, dass Akademiker bei den Hooligans etwa gleich häufig vertreten sind wie in der Gesamtbevökerung.
    • Martiis 16.02.2016 10:27
      Highlight Highlight Der Akademikeranteil ist erstaunlich, weil gemäss Studien Gewaltdelikte häufiger von Personen mit eher tiefem Bildungsniveau begangen werden. Hier ein zwar nicht mehr ganz aktuelles Beispiel: http://www.swissinfo.ch/ger/weniger-bildung---mehr-gewalt/2467344
    • Kimbim 16.02.2016 11:25
      Highlight Highlight Ich würde in diesem Fall nicht von einem typischen Gewaltdelikt ausgehen, da sich die Gruppen ja zur Prügelei verabreden. Das steht meiner Meinung nach in ziemlichem Gegensatz zu einem Delikt wie Raub und ist - zumindest in den Augen der Hooligans - wahrscheinlich nicht von der gleichen verbrecherischen Natur, da sich beide Seiten dafür aussprechen und man sich an gewisse Regeln hält.

    • Martiis 16.02.2016 13:20
      Highlight Highlight Da haben Sie recht, wenn man sich verabredet, ist es etwas anderes und ich würde auch eher einen Zusammenhang mit Körperverletzung als mit Raub sehen. Aber trotz dem Verabreden, würde ich nicht alle Hooligans als ungefährlich für Unbeteiligte betrachten.
  • Echo der Zeit 15.02.2016 20:48
    Highlight Highlight Jo genau, sie Treffen sich um zu Prügeln und das Gehirn ist nicht grösser als das einer Fliege - Egal ob Akademiker oder nicht.
  • Hayek1902 15.02.2016 19:22
    Highlight Highlight heutzutags gilt ja auch jeder fasthochschüler als akademiker
  • AdiB 15.02.2016 16:54
    Highlight Highlight ich sehe das mein kommentar viele dislikes hat.
    tut mir leid, aber es ist nun mal die wahrheit dass, die bande basel das stärkste ist was die schweiz in der szene zu bieten hat. und falls euch zürcher mit eurer zkh das nicht passt. dann zeigt es doch auf dem feld.
    bin ja selber kein basler aber vor diesen jungs habe ich respekt.
    • Ganjaflash 15.02.2016 17:59
      Highlight Highlight You are a dreamer;-)
    • Mate 15.02.2016 18:32
      Highlight Highlight vor ein paar jahren war das sicher so, aber ist es jetzt noch gleich? würde mich noch interessiern.
    • Urmel 15.02.2016 18:36
      Highlight Highlight Ich habe Respekt vor einem Arzt, der für Ärzte ohne Grenzen arbeitet - vor einer Mutter mit kleinen Zwillingen, die alles im Griff hat - vor einer Familie, die mit der älteren Generation unter einem Dach lebt und diese pflegt.

      Aber wie um alles in der Welt kann man vor Vollpfosten wie Hooligans Respekt haben?
      Bei mir ist es eher Angst, da ich ihnen auch keinen Millimeter traue und sie sind ein Mitgrund, weshalb ich Fussballspiele meide.

      Btw: Es ist SCHEISSEGAL mit welchen Clubfarben sich "die stärksten" Hooligans vermummen. Diese Primitivlinge sind immer und überall unnötig und überflüssig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 15.02.2016 16:40
    Highlight Highlight Wie wärs man mal eine Studie gemacht wird welche politische Haltung Hooligans und Ultras Europaweit haben? Wäre interessant zu wissen.
    • Max Heiri 15.02.2016 18:16
      Highlight Highlight Ich denke dazu braucht es keine Studie. Bei den Hooligans sind die meisten rechts eingestellt. Bei den Ultras ist es je nach Kurve verschieden und auch nicht einheitlich, da jede Gruppierung innerhalb der Kurven eine eigene Ausrichtung hat.
    • EvilBetty 15.02.2016 19:06
      Highlight Highlight In der allgemeinen Wahrnehmung? Rechts. Ob das wirklich so ist weiss ich nicht. Spielt aber keine Rolle, weil es einfach Idioten sind.
    • smoenybfan 16.02.2016 00:20
      Highlight Highlight Das dürfte je nach Verein variieren. Polnische Gruppen sind sicher rechtsgerichtet bis rechtsextrem, auch diverse russische Vereine haben diese Probleme. Die Mehrheit der Deutschen Gruppierungen dürfte linksgerichtet sein, allen voran natürlich Pauli, aber u.a. Dynamo, Leipzig und der BVB haben noch rechte Szenen.
      Viel mehr kann ich aber nicht dazu sagen, stöber doch mal durch das Archiv von 11Freunde, da findest du sicher was :)
  • Anded 15.02.2016 16:07
    Highlight Highlight Wenn 61% noch nie einen Mund-/Zahnschutz getragen haben, wie kommt ihr da auf den Titel "jeder Zweite schützt die Zähne"?
  • Max Heiri 15.02.2016 15:29
    Highlight Highlight Ich suche schon seit längerem eine Antwort darauf, wieso es Hooligans in Europa (Südamerika anscheinend auch) gibt aber keine in den USA?
    • Kii 15.02.2016 15:38
      Highlight Highlight Sehr wohl;
      Play Icon
    • Santale1934 15.02.2016 15:45
      Highlight Highlight Es liegt glaube ich an den Preisen. Die Tickets sind sehr teuer, kann sich nicht jeder leisten. So habe ich es aufjedenfall erfahren.
    • Darkside 15.02.2016 15:49
      Highlight Highlight Ich schätze zum einen liegts daran dass es oft gar keine Auswärtsfans hst (Distanzen) und zum Anderen daran dass die Ami Cops nicht lange zuschauen und Du da ganz schnell im Knast landest, inkl. Namensmeldung in der Tageszeitung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DeineMudda 15.02.2016 14:48
    Highlight Highlight Danke Liebes Watson-Team, dass ihr Ultras und Hooligans nicht wie so viele andere Medien in einen Topf werft.
  • Karl Müller 15.02.2016 14:28
    Highlight Highlight Und 100 Prozent können Englisch - offenbar.
    • Martiis 15.02.2016 16:08
      Highlight Highlight Ja, hoffentlich ist das so oder hoffentlich war der Fragebogen mehrsprachig. Wäre ja schade, wenn nur 95 von 413 teilgenommen hätten, weil der Rest die Fragen nicht verstand. Das könnte aber den relativ hohen Akademikeranteil erklären.
    • Karl Müller 15.02.2016 16:36
      Highlight Highlight Nun ja, wahrscheinlich ist diese Abbildung nicht wirklich der Fragebogen, sondern einfach die Auflistung der gestellten Fragen in der englischsprachigen Studie ;)
    • sonic 15.02.2016 17:10
      Highlight Highlight ...oder 100% derjenigen, die den Fragebogen ausgefüllt haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fumo 15.02.2016 14:08
    Highlight Highlight "ob's daran liegt, dass die höher gebildeten Hooligans lieber bei Umfragen mitmachen?"

    Oder daran dass Akademiker mehr überschüssige Energie haben als Arbeiter? ;)

    "Diejenigen, die einen Mundschutz tragen, haben zu 51 Prozent eine individuelle Anfertigung, mutmasslich vom Kampfsport."

    Eigentlich ist jeder Mundschutz individuell angepasst respektiv muss angepasst werden.
  • Evan 15.02.2016 14:05
    Highlight Highlight Watson hat scheinbar eine sehr angerauchte Meinung von Nichtakademikern.
    • Evan 15.02.2016 14:47
      Highlight Highlight Leute die nur Blitze geben und nicht kommentieren sind langweilig.
  • sapperlord 15.02.2016 14:03
    Highlight Highlight Erst dieses Wochenende kam auf spiegelTV eine Doku über Fussballfans. Sehr empfehlenswert! Der eine Hool hat sogar gleichzeitig bei der Polizei gearbeitet :D

    und DANKE für die Unterscheidung - Ultras und Hools!
    • Rukfash 15.02.2016 14:11
      Highlight Highlight Auswärtsfahrt, Pyros, Sex und Alkohol genau so sollte es sein, Cheers Kollege :)
    • Santale1934 15.02.2016 15:29
      Highlight Highlight Ist auch etwas, was mich riesig gefreut hat

      "nicht zu verwechseln mit den Ultras, die im Stadion für die Stimmung sorgen" - Vielen Dank und dickes Lob hier an Watson!

      Viele andere Zeitungen werfen gerne alles in einen Topf oder erwähnen gar nicht, dass es hier einen wichtigen Unterschied gibt.
    • Fendant Rüpel 15.02.2016 15:39
      Highlight Highlight @Sapperlord, dann empfehle ich dir das passende Buch dazu :
      Gewalt ist eine Lösung- Morgens Polizist, abends Hooligan, mein Geheimes Doppelleben
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