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Hat Mühe mit den englischen Transfers: José Mourinho.
Hat Mühe mit den englischen Transfers: José Mourinho.Bild: Getty Images AsiaPac

Trotz Chelsea-Transfers für mehr als eine Milliarde Euro – Heulsuse Mourinho ist ab Mega-Ablösesummen in England irritiert

Der Trainer des FC Chelsea äussert sich in einem Interview kritisch über die gewaltigen Transfersummen, die in der Premier League die Kassen klingeln lassen. Sein Verein könne mit Deals in der Grössenordnung von Raheem Sterling nicht mithalten.
20.07.2015, 16:0420.07.2015, 16:56
Der teuerste Transfer innerhalb der Premier League aller Zeiten: Raheem Sterling ist in diesem Sommer für 62,5 Millionen Euro von Liverpool zu Manchester City gewechselt. 
Der teuerste Transfer innerhalb der Premier League aller Zeiten: Raheem Sterling ist in diesem Sommer für 62,5 Millionen Euro von Liverpool zu Manchester City gewechselt. Bild: ANDREW YATES/REUTERS
«Jedes Jahr denkt man, der Transfermarkt wäre total überzogen, und im nächsten Jahr werden die Preise dann doch noch weiter in die Höhe getrieben.»
José Mourinho in der «SportBild»

Natürlich hat Chelsea-Coach José Mourinho mit seinen Aussagen gegenüber der «SportBild» recht. Was in Sachen Transfers in der englischen Premier League im Moment abgeht, sprengt jeden erdenklichen Rahmen. Grossklubs wie Manchester City oder Liverpool schmeissen mit Millionen nur so um sich, völlig überteuerte Transfers sind trotz Financial Fairplay an der Tagesordnung.

Wahnsinn: Für 41 Millionen Euro wechselt Firmino von Hoffenheim zu Liverpool. Der Transfer von Christian Benteke für 46,5 Millionen Euro ist so gut wie fix.
Wahnsinn: Für 41 Millionen Euro wechselt Firmino von Hoffenheim zu Liverpool. Der Transfer von Christian Benteke für 46,5 Millionen Euro ist so gut wie fix.Bild: RICARDO MORAES/REUTERS

Mourinho macht sich Sorgen, dass sein Chelsea in diesem Transferwahnsinn nicht mithalten kann. Er sagt in der «SportBild»: «Die anderen hauen das Geld raus, kaufen und kaufen, damit sie besser sind als wir. Aber wir sind noch dieselben.»

«Ich denke, jeder ist an Pogba interessiert. Aber es gibt Dinge, die kann man machen, und Dinge, die man nicht machen kann. Ich liebe den Eiffelturm, aber ich kann mir den Eiffelturm nicht in meinen Garten stellen. Nicht einmal den Eiffelturm von Las Vegas.»
José Mourinho in der «SportBild» zum Kampf um den französischen Nationalspieler Paul Pogba

Die Frage, die sich bei aller Demut Mourinhos stellt: Ist der Portugiese als Trainer des FC Chelsea in einer Position, in welcher man solche Aussagen tätigen kann? Soll man seine öffentliche Heulattacke ernst nehmen oder nur darüber lachen? Zur Erinnerung: 2003 hat der russische Milliardär Roman Abramowitsch Chelsea aufgekauft. Bis heute ist über eine Milliarde Euro in Transfers investiert worden, weitere 1,5 Milliarden Euro gingen für Gehälter drauf.

Manchester investiert für Schneiderlin, Schweinsteiger, Darmian (v.l.n.r.) und Depay (nicht im Bild) um die 100 Millionen Euro.
Manchester investiert für Schneiderlin, Schweinsteiger, Darmian (v.l.n.r.) und Depay (nicht im Bild) um die 100 Millionen Euro.Bild: JASON REDMOND/REUTERS
«Ich bin glücklich mit der Art und Weise, wie es bei uns läuft. Ich bin glücklich damit, wie wir die Herausforderung annehmen, gegen diese Kräfte anzukämpfen.»
José Mourinho in der «SportBild» zu den Transfers der Konkurrenz

In Europa können bis zum 31. August Transfers getätigt werden. Fakt ist: In diesem Sommer hat Chelsea bis jetzt drei Spieler verpflichtet und dabei noch keine 30 Millionen Euro bezahlt. Ein Klecks, vergleicht man die «Blues» mit ManCity, ManUnited oder Liverpool. Sollte Roman Abramowitsch einen Sinneswandel vollzogen haben, dann nehmen wir José Mourinhos Aussagen zu 100 Prozent ab. Aber nur dann ...

Die wichtigsten Transfers im Sommer 2015

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jol Bear
20.07.2015 16:27registriert Februar 2014
Mourinho erkennt, dass er nicht jeden Spieler verpflichten kann, da offenbar der Chelsea-Boss nicht mehr bereit ist, jede Summe zu bezahlen. Deshalb ist folgerichtig, dass er dieses System kritisiert. Wäre er Coach bei Manchester City, würde er sich wohl nicht so äussern. Ausserdem neigt Mourinho jeweils im Sommer zu besonnenen Aussagen. Vor einem Jahr lobte er seine englischen Spieler im Kader und bezeichnete sie als Vorbild und Basis für sein Team. Später, ab Beginn der Meisterschaft, spielten dann aber nur noch die standardmässigen zwei Einheimischen, Cahill und Terry, der Rest des Teams zugekaufte Ausländer.
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