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epa07384193 Juventus' Cristiano Ronaldo reacts during the UEFA Champions League round of 16 first leg match between Atletico de Madrid and Juventus at Wanda Metropolitano stadium in Madrid, Spain, 20 February 2019.  EPA/JuanJo Martin

Cristiano Ronaldo könnte zum ersten Mal seit 2015 den Champions-League-Titel verpassen. Bild: EPA/EFE

Das «schlechteste Juve der letzten 10 Jahre» will ein 0:2 drehen – trotz Ronaldo-Torflaute

Juventus Turin muss am Dienstag im Rückspiel der Champions-League-Achtelfinals gegen Atlético Madrid ein 0:2 aufholen. Das wird auch mit Cristiano Ronaldo schwierig.



Im Prinzip hat sich Juventus Turin den Triumph in der Champions League 350 Millionen Euro kosten lasten. So viel Geld braucht(e) der italienische Rekordmeister für das Gesamtpaket Cristiano Ronaldo – mit Transfergeld und Lohnsumme bis 2022. Der Gegenwert, so dachten sie in Turin: der Sieg in der Champions League. Schliesslich war Ronaldo in den letzten Jahren der Garant von Real Madrid für diesen Titel.

ARCHIVBILD ZUM WECHSEL VON CRISTIANO RONALDO ZU JUVENTUS TURIN --- epa06644064 Real Madrid's Cristiano Ronaldo (C) scores the 2-0 goal during the UEFA Champions League quarter final first leg soccer match between Juventus FC vs Real Madrid CF at Allianz stadium in Turin, Italy, 03 April 2018.  EPA/ANDREA DI MARCO

In Turin hofften sie, dass Ronaldo für Juve genau so trifft wie gegen Juve. Bild: EPA ANSA

Juventus Turin selbst war in der Champions League in den letzten Jahren stets gut unterwegs. Zweimal (2015, 2017) stand man im Final. Zweimal (2016, 2018) scheiterte man an Top-Klubs wie Bayern München und Real Madrid nur ganz knapp. Es fehlte immer irgendwie ein letztes Puzzle-Teil. Es fehlte, so dachten sie in Turin, Cristiano Ronaldo. Es fehlte ein Superstar, der im entscheidenden Moment in Bestform ist und den Unterschied macht.

Torflaute bei CR7 und Mandzukic

Doch jetzt steht Juventus auch mit Cristiano Ronaldo vor einem weiteren Scheitern in der Champions League. Denn ausgerechnet jetzt in diesen entscheidenden Wochen ist der fünffache Weltfussballer in eine Formbaisse geschlittert. Am 15. Februar hat Ronaldo letztmals getroffen. Vier Pflichtspiele sind seither vergangen (zuletzt wurde er allerdings geschont), es ist die längste Durststrecke des 34-Jährigen seit er in Turin spielt.

«Das ist die schlechteste Juve der letzten zehn Jahre»

TV-Experte Fulvio Collovati

Nach dem 0:2 im Hinspiel gegen Atlético Madrid braucht Juventus nun im eigenen Stadion die Tore des Portugiesen. Trifft Ronaldo nicht, ist kaum vorstellbar, dass Juventus das defensiv so starke Team aus Madrid mit drei Treffern Differenz besiegen kann, zumal Mario Mandzukic, die Nummer 2 im internen Ranking, sogar seit dem 22. Dezember auf einen Treffer wartet. «Nach dem, was für Ronaldo ausgegeben wurde, wäre es ein Bankrott, bereits in den Achtelfinals auszuscheiden», beschrieb die Römer Tageszeitung «Il Messaggero» schon mal die Rechnung, die den Turinern am Tag nach dem Scheitern in den Medien präsentiert würde.

epa07384027 Atletico de Madrid's midfielder Thomas Partey (R) vies for the ball against Juventus' forward Mario Mandzukic (L) during the UEFA Champions League round of 16 first leg match between Atletico de Madrid and Juventus at Wanda Metropolitano stadium in Madrid, Spain, 20 February 2019.  EPA/JuanJo Martin

Mario Mandzukic konnte sich gegen Atlético nur selten durchsetzen. Bild: EPA/EFE

Dass Ronaldo seit drei Wochen kein Tor mehr erzielt hat, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Seit längerer Zeit tut sich das gesamte Turiner Ensemble schwer. «Das ist die schlechteste Juve der letzten zehn Jahre», stichelte der TV-Experte und Weltmeister von 1982, Fulvio Collovati, vor zwei Wochen nach einem erknorzten und unverdienten 1:0-Sieg gegen den Abstiegskandidaten Bologna.

Ist Allegri eine lahme Ente?

Nun, ganz so schlimm steht es um Juventus dann doch nicht. Schliesslich fallen in diese zehnjährige Zeitspanne auch zwei 7. Plätze in der Serie A. Aber dennoch ist es so, dass die Leistungen seit der Weihnachtspause den immensen Vorsprung von 18 Punkten und mehr auf die Konkurrenz nicht spiegeln. Für den schnellen Turnaround wäre Trainer Max Allegri zuständig. Doch besteht die Gefahr, dass dieser zu einer «Lame Duck» wird, einer lahmen Ente. Dass er die Turiner zum Saisonende nach fünf Jahren (und fünf Meistertiteln) verlässt, scheint beschlossen.

Juventus coach Massimiliano Allegri holds his face during the Serie A soccer match between Juventus and Udinese at the Allianz Stadium in Turin, Italy, Friday, March 8, 2019. (Alessandro Di Marco/ANSA via AP)

Max Allegri kann seinem Juventus manchmal selbst nicht mehr zusehen. Bild: AP/ANSA

Die Medien fragen nicht mehr, ob Allegri bleibt oder geht, sondern, wer sein Nachfolger wird. Am liebsten hätten sie in Turin Pep Guardiola oder Zinedine Zidane gehabt. Doch beide haben gerade andere Pläne. Schafft Juventus, was noch keinem Team gelungen ist, nämlich das Atlético Madrid von Trainer Diego Simeone nach einem 0:2 im Hinspiel noch auszuschalten, tritt die Trainer-Diskussion in den Hintergrund. Wahrscheinlicher aber ist dieses Szenario: Juventus scheidet aus und ab Mittwoch beginnt die lange Vorbereitung auf die nächste Saison. So haben sie sich das in Turin nicht gedacht. (zap/sda)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ruffy 13.03.2019 07:19
    Highlight Highlight Wie war das?
  • Gabriele Corrado (1) 12.03.2019 23:30
    Highlight Highlight Jetzt bin ich auf die Fussballpropheten gespannt.
  • peeti 12.03.2019 15:47
    Highlight Highlight uuh da liegt was in der Luft.. hoffe nach letzter Woche auf weiteres Favoritensterben.
    Hopp Hopp Schalke, Atleti, Lyon & Liverpool!
  • fabsli 12.03.2019 11:24
    Highlight Highlight Wenn Allegri Ende Saison geht, soll er auch gleich Ronaldo mitnehmen.
  • Gabriele Corrado 12.03.2019 11:21
    Highlight Highlight Seit CR7 bei Juve ist:

    -TV-Einnahmen gestiegen
    -Stadioneinnahmen gestiegen (Ticketpreise)
    -Merchandising explodiert

    Dazu kommt: Motivation des beständigen Kaders, Neuzugänge können zusätzlich gelockt werden, sportlich sind sie in Italien unangefochten und werden auch nicht nur wegen eines allfälligen Scheiterns in Europa zur Lachnummer. Es wird wie immer, viel zu viel geredet und kritisiert. Auch der Verfasser des Textes, hat null Ahnung, was alles dahinter steckt und hängt alles an eine einzige Sache: CR7=CL Titel. Lächerlich. Er hat noch 3 Jahre Vertrag, reden wir danach..

    Forza Juve!
    • DerUnsichtbare 12.03.2019 17:09
      Highlight Highlight Einnahmen gestiegen ja, jedoch gehen aufgrund der gestiegenen preise mittlerweile tatsächlich weniger Leute ins Stadion
    • Gabriele Corrado 13.03.2019 11:51
      Highlight Highlight Ich höre Euch nicht mehr! :D
  • Nicosinho 12.03.2019 10:47
    Highlight Highlight Vamos Atleti!
  • franzfifty 12.03.2019 10:30
    Highlight Highlight Wen interessiert juve wenn es Teams gibt wie Liverpool...etc. Diesen Italo-Schrottfussball kann man eh nicht sehen..
    • Cillit Bang 12.03.2019 10:49
      Highlight Highlight Heul nicht rum und benutz anständige Wörter.
    • Bruno S.1988 12.03.2019 10:55
      Highlight Highlight Ich würde Juve zu Teams wie Liverpool etc. zählen?!
    • Ziasper 12.03.2019 11:03
      Highlight Highlight Wen interessiert Liverpool, wenn es Teams gibt wie Juventus...etc. Diesen Anglo-Schrottfussball kann man eh nicht sehen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fabio Haller 12.03.2019 09:50
    Highlight Highlight Naja... Also da war schon mehr als nur der CL Titel für Juve im Kopf. Alleine schon die Einnahmen von Merchandise und Werbungen haben die Kosten für den Transfer von Ronaldo bei weitem eingeholt.
    • OhDeaSu 12.03.2019 10:14
      Highlight Highlight Es ist ein Märchen dass dadurch ein Transfer vollkommen finanziert wird. Es steht noch in den Sternen inwiefern Juve aus dem Ronaldo Deal profit schlagen kann. Allein aus den Trikotverkäufen sicherlich nicht: https://www.focus.de/finanzen/news/ein-reines-verlustgeschaeft-finger-weg-von-ronaldo-warum-sich-mega-transfers-fuer-fussball-klubs-nie-lohnen_id_7336455.html

      Zu den Transferkosten kommen jährlich noch über 30m an Gehalt. Mit Ronaldo wollte man die CL holen. Kurzfristig gibt es sicherlich auch einen finanziellen Bonus, aber ohne CL ist dieser Kauf auf lange Sicht ein Minusgeschäft.
    • PepeMe 12.03.2019 11:00
      Highlight Highlight Der finanzielle Aspekt wird die Turiner darüber hinwegtrösten, dass Ronaldo ihre grösste Sehnsucht nach einem schnellen CL Triumph nicht befriedigen kann. Aber trotzdem ist so, dass die sportlichen Ziele ganz klar sind und diese bei weitem verfehlt werden.
    • crik 12.03.2019 13:01
      Highlight Highlight @OhDeaSu: Eine schwache Analyse des Professors im von dir verlinkten Artikel!

      Es geht für die grossen Klubs darum, wer sich im arabischen/asiatischen/pazifischen Raum als Premiummarke etablieren kann. Die Aufmerksamkeit wird für ein gutes Duzend Teams reichen, wovon die Hälfte aus der Premier League kommen. Daneben wohl Barca, Real, PSG, Bayern, und 2 Teams aus Italien.

      Noch belächeln wir die Freundschaftsspiele der Klubs im Sommer, doch mittelfristig ist da viel mehr Geld zu holen als mit Trikotverkäufen zuhause.
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