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Switzerland's Remo Freuler runs with the ball away from Ireland's Jeff Hendrick, center, during the Euro 2020 group D qualifying soccer match between Ireland and Switzerland at the Aviva stadium in Dublin, Thursday, Sept. 5, 2019. (AP Photo/Peter Morrison)

Remo Freuler fordert, dass die Nation sich wieder hinter die Nati stellt. Bild: AP

Nati-Spieler kritisieren Medien wegen Unruhe: «Das brauchen wir nicht»

Die Schweizer Spieler fordern vor der Partie am Sonntag in Sitten gegen Gibraltar mehr Ruhe. Sie wollen sich auf das Wesentliche konzentrieren: ein frühes Tor und einen Sieg gegen die Amateure.



Die tagelangen Diskussionen über die Absenzen von Stürmerstar Xherdan Shaqiri und Captain Stephan Lichtsteiner haben im Schweizer Team Spuren hinterlassen. Remo Freuler beklagte sich, dass die Debatten in den Medien Unruhe in die Mannschaft bringen würden. «Das brauchen wir nicht», sagte der Mittelfeldspieler.

Am Tag vor dem Spiel in Sitten gegen den krassen Aussenseiter Gibraltar hat nun auch Torhüter Yann Sommer das Wort ergriffen. «Es zählen nur die Mannschaft und die Qualifikation», sagte er. Es tönte wie ein Appell ans Umfeld. Sommer spürt, dass das Klima rund um die SFV-Auswahl nicht mehr ganz so stabil ist.

Switzerland's national soccer team goalkeeper Yann Sommer during a press conference before a training session on the eve of the UEFA Euro 2020 qualifying Group D soccer match between the Switzerland and Gibraltar, in Montreux, Switzerland, Saturday, September 7, 2019. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Yann Sommer spricht Klartext. Bild: KEYSTONE

Um das Publikum in Sitten sofort auf ihre Seite zu ziehen, versprach Nationaltrainer Vladimir Petkovic eine offensive und von sich überzeugte Mannschaft. «Wir werden korrigieren, was wir am Donnerstag gegen Irland falsch gemacht haben.» Gegen Gibraltar, die Nummer 198 im FIFA-Ranking, ist alles andere als ein Sieg schier undenkbar. «In solchen Spielen haben wir praktisch nie schlecht ausgesehen.»

Unter Petkovic blieb die Schweiz tatsächlich unfehlbar, wenn sie als klarer Favorit in die Partie ging. In der EM-Qualifikation 2016 gab es gegen San Marino (4:0, 7:0), Litauen (4:0, 2:1) und Estland (3:0, 1:0) ebenso sechs Siege in sechs Spielen, wie in der WM-Qualifikation 2018 gegen Andorra (2:1, 3:0), Färöer (2:0, 2:0) und Lettland (1:0, 3:0). Und zum Start der laufenden EM-Kampagne siegte die Schweiz in Georgien 2:0.

Switzerland's national soccer team head coach Vladimir Petkovic, center, talks to his players during a training session on the eve of the UEFA Euro 2020 qualifying Group D soccer match between the Switzerland and Gibraltar, in Montreux, Switzerland, Saturday, September 7, 2019. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Petkovic schwört sein Team auf Gibraltar ein. Bild: KEYSTONE

Gegen Gibraltar fehlen nicht nur Lichtsteiner und Shaqiri, sondern auch Verteidiger Manuel Akanji (verletzte sich in Irland am Sprunggelenk) und Stürmer Haris Seferovic (wird Vater). Für sie könnten Mittelstürmer Albian Ajeti und Flügel Admir Mehmedi ins Team rücken. Es ist denkbar, dass Petkovic sein Team gegen Gibraltar in einem offensiveren 4-3-3 gruppiert. «In Irland waren wir schon sehr offensiv. In Sitten wollen wir noch mehr Druck ausüben – und am besten ein frühes Tor erzielen.» (pre/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • My Senf 08.09.2019 13:20
    Highlight Highlight Wieso lesen die „Zeitungen“ statt sich auf ihren Job zu konzentrieren?
    Dann käme auch keine Unruhe ins Team.

    Offenbar ist ihnen eben ihre aussendarstellung schon wichtig...
  • FischersFritz 08.09.2019 12:27
    Highlight Highlight Echt? Mi mi mi mi... Mit Gucci Täschchen fotografiert und gefeiert werden, das dann aber schon! Nicht unsere Nati
  • Perwoll 08.09.2019 12:19
    Highlight Highlight Mimimi, heult leise.
  • Jacques #23 08.09.2019 08:31
    Highlight Highlight ... Und heute wiegelt Blick Böni Lichtsteiner gegen Petkovic auf und provoziert Aussagen, die er dann weiter verarbeiten kann.

    Bald gibt es den Hahnenkampf Lichtsteiner, Granit und Shaq.

    Spannend, wie Lichtsteiner die Aussagen von Böni immer wieder richtig stellt.

    ...
  • P. Meier 08.09.2019 08:24
    Highlight Highlight Es scheint einen Wettbewerb unter den Medien zu geben, wer die meisten Artikel bringt. Da muss ja jede Kleinigkeit gross aufgemacht werden. Es wäre an der Zeit sich auch beim Fussball auf den Sport zu fokussieren und nicht jeden Nebenschauplatz oder Mätzchen der Spieler derart prominent zu bringen. Das hätte auch den Vortei, dass über mehr Sportarten berichtet werden könnte.
  • Miguel85 08.09.2019 08:07
    Highlight Highlight Das ist nun eben die junge, verhätschelte Generation, statt selber zu analysieren und nicht denselben Fehler zu wiederholen, wird die Schuld lieber jemand anderem zugeschoben. Ausserdem ist die Aussage "gegen solche Gegner (wie Gibraltar) haben wir schon immer gut ausgesehen, ziemlich gefährlich und etwas überheblich - ich sage nur: Luxemburg! Es gilt also, dass sich alle an der eigenen Nase nehmen und 110% in die Waagschale werfen, kämpfen bis zum Umfallen!
  • Jacques #23 08.09.2019 07:49
    Highlight Highlight Es sind die Blick Nasen.... Böni, Bingesser und Kern. Petkovic Bashing ohne Unterbruch, schlimmer als Neymar, der sich am Boden windet... Schlimmer als jede Fussball Diva, die eine Sonderbehandlung einfordert.

    Völlig unsachlich und maximal polemisch, politisch gegen Petkovic, weil dieser den Bückling zurecht nicht macht.

    Derzeit - seit 2 Jahren ist der Blick die grösste Gefahr für die Nati. Ich würde den Blick als Nati - Verband, Coach und Spieler boykottieren.
    • felixJongleur 08.09.2019 08:31
      Highlight Highlight Word, los, boykottiert das Blatt, und zwar auf unbestimmte Zeit. Die Stimmungskampagne ist nur noch perfide, schade wenn sich immer wieder (ehemalige) Spieler dafür einspannen lassen. Blick a. M.!
    • Cpt. Blocher vom herrlichen Berg 08.09.2019 14:09
      Highlight Highlight Jede Person welche seriösen Journalismus möchte sollte den Blick boykottieren!
  • länzu 08.09.2019 07:45
    Highlight Highlight Wenn man so eine Schweinegeld verdient, liegt auch das Ertragen von Kritik drin. Es sind ja auch die Spieler, die mit ihren Sprüchen die Erwartungen hochschrauben. Und die gleichen Spieler, die anschließend immer wissen, was nich gut war. Nur besser machen beim nächsten Spiel tun sie es selten.
    • Butschina 08.09.2019 08:27
      Highlight Highlight Kritik ist kein Problem, solange sie konstruktiv ist. Das war/ist oft nicht der Fall. Eigentlich müsste eine Nation hinter der eigenen Mannschaft stehen. Egal ob es gerade gut oder schlecht läuft. Das würde bei der Mannschaft für einen Motivationsschub und somit einen Kräfteschub sorgen.
    • nick miller 08.09.2019 10:29
      Highlight Highlight Würde sich die Kritik auf die Leistung beziehen, wäre das ja kein Problem. Problematisch und zurecht kritisiert wird nun die ständige Polemik, die die Medien ins Umfeld der Nati tragen. Anstatt sich über die erfolgreichste Nati aller Zeiten zu freuen, wird ein jedes noch so kleines Zeichen negativ gedeutet und ausgeschlachtet.
    • Rolf Mueller 08.09.2019 12:05
      Highlight Highlight Richtig, es sind immer noch die Spieler die auf dem Platz stehen und die Spiele vergurken und nicht die Medien.
  • Marex1950 08.09.2019 07:24
    Highlight Highlight „Unsere“ Nati wird massiv überschätzt. Wenn die Spieler ihre Millionen wert wären und entsprechend spielen würden, käme keine Kritik. Fussball ist ein hartes Geschäft und für Weicheier und Verweigerer nicht der richtige Platz. Jeder meint ein Star zu sein. Und dann noch ein Trainer, welcher keinen Mut hat. Ein Shakiri, der absagt muss vor die Entscheidung gestellt werden. Entweder Nati oder dann „Tschüss“ für immer. Die Nati müsste die Krönung für jeden Fussballer sein und kein Wunschkonzert. Die Schweiz ist nun mal die Schweiz und nicht Spanien, Deutschland oder England. Es ist nun mal so.
  • Jo Blocher 08.09.2019 07:15
    Highlight Highlight Der Hauptplayer in dieser Geschichte ist der Blick. Weil Petkovic, verständlicherweise, denen nicht aus der Hand frisst, wird zugunsten der Auflagezahlen gehetzt was das Zeug hält. Die Blick Sportchefs Bingesser und Böni profilieren sich einmal mehr zu Lolek&Bolek des CH Sportjournalismus. Niveau unterirdisch! Heute wieder im " Interview" mit Stefan Lichtsteiner, in dem es eigentlich grösstenteils nur darum geht, Petkovic zu desavouieren. Lichtsteiner ist clever genug, schon gar nicht auf dumme Suggestivfragen einzugehen.
    • Freilos 08.09.2019 10:48
      Highlight Highlight Dieses Interview ist tatsächlich ein Skandal. Es geht kaum um Lichtsteiner sondern ausschliesslich darum ihm mögliche Antworten gegen Petkovic aus der Nase zu ziehen. Als Nationalspieler würde ich dem Blick kein Interview mehr geben, auch als Verband nicht. Das Problem ist dass der Blick dann erst richtig vom Leder ziehen würde.
  • Clife 08.09.2019 01:45
    Highlight Highlight Ich hab immernoch eher das Gefühl, dass man gegen Irland nicht mir einer 3er Abwehrkette gespielt hätten sollte und stattdessen ausnahmsweise wieder die 4er Kette genommen hätte. Trotz allem aber immernoch kein schlechtes Auswärtsergebnis (aber auch kein gutes. Passabel würde ich sagen).
  • Don Alejandro 08.09.2019 00:17
    Highlight Highlight Einige Kritik ist jedoch durchaus berechtigt. Verstehe die Spieler trotzdem.
  • N. Y. P. 07.09.2019 21:36
    Highlight Highlight Habe 20.- auf ein 3:0 getippt. So habe ich relativ günstig meine Auto- und Haushalversicherung finanziert.

    Und 10.- auf zwei rote Karten nach der 80. Minute. Gibt ein Gratisveloservice.

  • Manuel Schild 07.09.2019 21:35
    Highlight Highlight Was die Medien sich gegen die Nati schon seit Jahren leisten ist eine Schande. Endlich wehren sich die Spieler!
    • kamä_leon 07.09.2019 21:58
      Highlight Highlight Hauptsächlich der Blick
    • Ueli_DeSchwert 07.09.2019 23:50
      Highlight Highlight @kamä: Blick voran, 20min und NAU hintendrein, und auch Watson ist mit von der Partie.

      (OT: Findet irgendwer eigentlich NAU ein echtes "News"-Portal? Die sind ja IMO schlimmer als der Blick 😂)
  • Eric Lang 07.09.2019 20:47
    Highlight Highlight Mimimimi...
    Hauptsache Jemand ist Schuld am eigenen Versagen!
    • Jo Blocher 08.09.2019 07:17
      Highlight Highlight Wer seine Weisheiten vom Blick bezieht, muss wohl so reagieren😂😂😂
    • Marex1950 08.09.2019 07:27
      Highlight Highlight Das ist die beste Feststellung. Eigenes Versagen, gegen Dänemark ein 3:0 verspielt und auch gegen Irland versagt. Sie sollten mal Ihre Einstellung überdenken und der Trainer sollte endlich Rückgrat zeigen. Shakiri ist nicht Nati-würdig und schon gar nicht ein Captain.
    • Tschüse Üse 08.09.2019 13:30
      Highlight Highlight Schön wie ihr das vom Sofa aus beurteilt. Was wenn Shaqiri ne schwerere Depression hat? Ist er dann auch unwürdig? (Btw. Wann ist man würdig? Reichen bald 100 Länderspiele und ü20 Tore nicht? Muss er noch Excalibur aus dem Stein ziehen oder wie?)

      Die Schweizer Nati, hatte die letzten 10 Jahre sehr viel Erfolg, beachtet man die grösse und polisportivität unseres Landes. Jetzt gehts mal bergab und da kommen plötzlich die Geier. Fakt ist: 95% dieses Teams haben 2018 Belgien nach Rückstand besiegt, das Mindset scheint zu stimmen. Das Problem liegt hier wohl wo anders.

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