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Jubel bei René Weiler: Der Schweizer hat den 1. FC Nürnberg wieder zu einem Aufstiegskandidaten geformt.<br data-editable="remove">
Jubel bei René Weiler: Der Schweizer hat den 1. FC Nürnberg wieder zu einem Aufstiegskandidaten geformt.
Bild: KEYSTONE

Jubelt er bald in der Bundesliga? René Weilers Aufstieg geht in Nürnberg weiter

Vom Brügglifeld in die Bundesliga. Nach einem harzigem Start steht René Weiler mit dem 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga auf einem Aufstiegsplatz. Heute Abend möchte er gegen Hertha Berlin zudem in den Viertelfinal des DFB-Pokals einziehen.
16.12.2015, 12:2816.12.2015, 14:13
Oliver Linow
Oliver Linow
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«Sieg gegen Freiburg – Hat der Club das Zeug zum Aufstieg?», fragte 90min.de nach dem 2:1-Heimsieg des 1. FC Nürnberg gegen den SC Freiburg. Die Frage belegt einmal mehr, wie schnell es im Fussball gehen kann.

«Harmlos, einfallslos, erfolglos»: So titelte nordbayern.de am 23. August. Der 1. FC Nürnberg und sein Schweizer Trainer Rene Weiler hatten in der vierten Runde soeben mit 1:2 gegen den VfL Bochum verloren. Vier Spiele, vier Punkte, ein Torverhältnis von 9:12 und nur Tabellenplatz 12, so lautet die verheerende Bilanz der Franken. Laut der «Bild» hatte sich der damalige Sportvorstand Martin Bader bereits von Weiler abgewandt. Club-Boss Thomas Grethlein sowie Fussball-Abteilungsleiter Wolfgang Wolf hinterfragten die Arbeit des Schweizers angeblich mehr denn je.

Auch Weiler selbst zeigte Ansätze von Resignation: «Ich muss meine Energie kanalisieren und versuchen, mit dem Personal einfach bessere Leistung abzurufen. Mir gelingt es im Moment nicht, aus dem vorhandenen Spielermaterial eine konstante und kompakte Einheit zu formen», liess der 42-Jährige verlauten. So redet normalerweise ein Trainer, der kurz vor seiner Entlassung steht. Und auch die Aussage von Mittelfeldspieler Jan Polak: «Wir können im Moment nicht mithalten!», zeugte nicht von ungemeinem Selbstvertrauen.

Mit dem FC Aarau schaffte Weiler den Aufstieg in die Super League.<br data-editable="remove">
Mit dem FC Aarau schaffte Weiler den Aufstieg in die Super League.
Bild: KEYSTONE

Der Retter, der plötzlich stagnierte

Es schien, als könnte Weiler den 1. FC Nürnberg auch nach einem halben Jahr Eingewöhnungszeit nicht an die Spitze der zweithöchsten deutschen Liga führen. Dabei hatte er vor der Saison in einem Interview mit Bild.de grosse Ziele verkündet:« Der Aufstieg ist das Ziel. Er soll, muss und wird in Nürnberg auch wieder realisiert werden.» Davon war Nürnberg aber Welten entfernt und Weilers bis dahin steiler Aufstieg drohte zu scheitern.

Dieser hatte in der Saison 2012/13 begonnen, als Weiler den FC Aarau in die Super League führte. In der anschliessenden Saison schaffte er den Klassenerhalt souverän. Bereits im Sommer 2014 kündigte der Schweizer Ex-Internationale (1 Länderspiel) schliesslich seinen laufenden Vertrag beim FC Aarau. Er fühle sich für höhere Aufgaben bereit, liess er verlauten. 

Tatsächlich klopfte rund ein halbes Jahr später Bundesliga-Absteiger Nürnberg an. Der 42-Jährige konnte die Nachfolge von Valérien Ismaël übernehmen – unter ihm lag der 1. FCN nach 13 Runden nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Mit René Weiler ging es dann zunächst steil bergauf: In seinem ersten Spiel bezwang Nürnberg den bis dato ungeschlagenen Leader Ingolstadt mit 2:1. Nach zehn Partien hatte das Team unter Weilers Leitung nur zweimal verloren und starke 20 Punkte gewonnen. Anschliessend blieben die Resultate allerdings aus und die Franken klassierten sich am Ende auf dem bescheidenen neunten Rang.

Niclas Füllkrug (l.) und Sebastian Kerk haben im Moment viel zu jubeln.<br data-editable="remove">
Niclas Füllkrug (l.) und Sebastian Kerk haben im Moment viel zu jubeln.
Bild: Bongarts

«Hertha spielt so stark wie lange nicht. Aber wir haben die Chance»

Seit der Niederlage gegen Bochum anfangs dieser Saison scheint Weilers Aufstieg aber doch noch weiterzugehen. Die Nürnberger gewannen seither in 14 Spielen starke 26 Punkte und grüssen vom dritten Rang. Dies würde reichen, damit der neunfache deutsche Meister am Ende der Saison in einer Barrage um die Rückkehr in die 1. Bundesliga spielen dürfte.

Bereits heute Abend können Weilers Mannen beweisen, dass sie für die höchste Spielklasse bereit sind. Im Achtelfinal des DFB-Pokals geht es gegen Hertha Berlin mit den beiden Schweizern Valentin Stocker und Fabian Lustenberger. Ein Sieg des Unterklassigen und somit ein weiterer grosser Erfolg für René Weiler scheint auch gegen die formstarken Hauptstädter nicht unmöglich. Dieser Meinung ist auch der Schweizer Trainer: «Hertha spielt so stark wie lange nicht. Aber wir haben die Chance, wenn wir einen guten Tag erwischen. Wir müssen jeden Zweikampf, jeden Pass mit voller Intensität und Konzentration angehen», verrät er in einem Interview mit der Berliner Morgenpost sein Rezept gegen den Oberklassigen.

Die Bundesliga im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1991 verändert hat

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Die Bundesliga im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1991 verändert hat
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