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SFV-Präsident Gilliéron: «Was das Team geleistet hat, kam zu wenig zum Vorschein»

Gleich zum Auftakt des zehntägigen SFV-Camps hat Peter Gilliéron zur SFV-Auswahl gesprochen. Mit seiner Rede will der Verbandspräsident Klarheit schaffen und atmosphärische Dissonanzen beseitigen.

03.09.18, 19:53 04.09.18, 06:16


Am vorletzten Freitag hat sich Gilliéron wiederholt für die Pannen rund um den missratenen WM-Achtelfinal gegen Schweden (0:1) und die mehrwöchige, von einem SFV-Funktionär ausgelöste Selbstdemontage auf Nationalmannschaftsebene entschuldigt.

Nun wandte sich der Chef persönlich im Teamhotel in Feusisberg direkt an die Auswahl von Trainer Vladimir Petkovic, orientierte nach seinem klärenden Auftritt im engeren Kreis die Öffentlichkeit aber nicht über die detaillierten Inhalte seiner Team-Message.

Peter Gillieron, Praesident des SFV spricht an einer Medienkonferenz ueber die sportlichen Zukunftsplaene beim Schweizerischen Fussballverband, am Freitag, 24. August 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Peter Gilliéron an der SFV-Medienkonferenz vor 10 Tagen in Bern. Bild: KEYSTONE

Gegenüber der Agentur Keystone-SDA äusserte sich der Verbands-Boss zu verschiedenen Punkten.

Innerhalb der Mannschaft war die Skepsis nach den diversen Rücktritten gross. Die hausgemachten Probleme lösten erhebliche Diskussionen aus. Es war von atmosphärischen Störungen die Rede.

«Ich war zunächst einmal überrascht, wie herzlich und freudig die Spieler angekommen sind. Seit der Heimreise von der WM waren zum ersten Mal wieder alle zusammen. Für mich war wichtig, ein Bild wiederzugeben, das von uns stammt, das aus erster Hand kommt. Grundsätzlich nahm ich eine Mannschaft voller Erwartungen wahr.»

Der Austausch mit der Mannschaft soll allfällige Dissonanzen beseitigen. Die Frage wird sein, ob die präsidiale Botschaft angekommen ist und die Ruhe von nachhaltiger Dauer ist.

«Ganz sicher ist man nie, aber ich bin zuversichtlich. Die Botschaft ist angekommen. Ich habe mich auch bei den Spielern für das Interview (von Alex Miescher) entschuldigt und die Verantwortung dafür übernommen. Und glauben Sie mir, die Spieler trainieren viel lieber, als mit uns zu diskutieren. Sie wollen jetzt primär wieder Fussball spielen.»

Die Nati-Spieler rücken zur Nations-League-Premiere ein

Diverse Leistungsträger pochten auf ein klärendes Gespräch mit der Verbandsspitze. Gilliéron spürte allerdings keine dezidierte Erwartungshaltung, ihm fiel stattdessen eine gewisse Enttäuschung über die öffentliche Wahrnehmung auf.

«Die Kontinuität unserer Erfolge ist oft kein Thema – nur die Schweiz, Belgien und Frankreich haben dreimal in Folge die Achtelfinals erreicht. Was das Team in guten Momenten geleistet hat, kam zu wenig zum Vorschein. Da spürte ich eine gewisse Enttäuschung seitens der Mannschaft.»

Die Qualifikation für die kommende EM-Endrunde beginnt erst im März. Im Herbst stehen nur Testspiele und die Nations League im Programm. In den kommenden Monaten wird die Aussendarstellung der Verbandsauswahl mutmasslich im Vordergrund stehen. Der Coach Vladimir Petkovic steht nicht nur unter Beobachtung von Bernhard Heusler und seiner Crew, die den SFV röntgt.

«Für mich sind die sportlichen Ergebnisse weiterhin entscheidend im Fussball. Eine gute Nations League zu spielen, ist elementar. Dann könnten verschiedene Fragen eventuell besser gelöst werden.»

(sda)

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Video: srf/SDA SRF

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • länzu 04.09.2018 04:19
    Highlight Herr Gilleron, diese Achtelfinalqualifikationen etc. interessieren kein Mensch. Die Schweiz steht nicht geschlossen hinter dieser Mannschaft, weil ihr Spiel keine Freude macht und weil die Ausstrahlung vieler Spieler sehr schlecht ist. Fans und Mannschaft bilden keine Symbiose. Und einzelne Spieler würde man lieber nicht mehr im rot-weissen Dress sehen. Dazu kommt diese verkorkste Verbandsspitze und der kommunikationsscheue Coach, die jetzt definitiv ausgedient haben und die niemand mehr länger ertragen will.
    9 1 Melden
    • Amboss 04.09.2018 06:29
      Highlight Also bei mir ist es genau umgekehrt (ich rede bewusst von "mir" und masse mir nicht an für "die Schweiz" zu sprechen)
      Ja klar, ich bin enttäuscht vom Schweden Spiel. Mir macht die Nati wieder richtig Freude, seit Petkovic am Ruder ist.
      Lustlose Spieler, Gräben in der Mannschaft, uninspirierte Auftritte, daran erinnere ich mich, wenn ich an die Hitzfeld-Zeit zurückdenke. Damals liess mich die Nati so richtig kalt.

      Aber ja, es ist einiges gelaufen. Insbesondere die angeblichen Leader Xhaka und Behrami haben viel verbockt. Hoffentlich findet die Nati die Spur wieder...
      6 2 Melden
  • exeswiss 04.09.2018 00:14
    Highlight "Die Kontinuität unserer Erfolge ist oft kein Thema – nur die Schweiz, Belgien und Frankreich haben dreimal in Folge die Achtelfinals erreicht."

    bei 32 mannschaften kommen 50%! weiter... who cares about achtelfinals? die viertelfinal von schweden ist mehr wert, als die 3x achtefinals der schweiz...
    11 1 Melden
  • wasps 03.09.2018 20:13
    Highlight Warum steht die Leistung des Teams nicht im Focus? A) Weil der Verband geschickt das Medieninteresse auf sich zog B) Weil der Blick sauer auf den nichtkäuflichen Coach ist oder C) Weil den Adlern die Flügel gestutzt wurden?
    7 1 Melden

Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

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