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Sion's team celebrates with the trophy after winning the Swiss Cup final soccer match between Neuchatel Xamax and FC Sion at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, Sunday, May 29, 2011. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

2011 durfte der FC Sion letztmals jubeln – es war Cupsieg Nummer 12. Bild: KEYSTONE

Die Statistik besagt, dass Sion heute zum 13. Mal Schweizer Cupsieger wird. Wären da nur nicht diese «Bebbi»

Bringt der 13. Cupfinal dem FC Sion Unglück? Die Hürde ist hoch. Die Walliser müssen bei Meister Basel in dessen Stadion bestehen.



Es ist der grösste Mythos im Schweizer Fussball. Zwölfmal hat der FC Sion bisher an einem Cupfinal teilgenommen, zwölfmal haben die Walliser den Sieg davongetragen. Nun geht die Jagd weiter. Die Sittener wollen die schier unglaubliche Serie fortsetzen. Am Sonntagabend sollen gleich viele Cup-Triumphe ihr Palmarès zieren wie Sterne das Walliser Kantonswappen, nämlich 13.

Kantonswappen Wallis

Das Walliser Kantonswappen. Bild: Wikipedia

Seine Geburtsstunde hatte der Mythos vor 50 Jahren. 1965 feierte Sion im Cup seine Titel-Premiere, mit einem 2:1 gegen Servette. Seither wurde der Mythos harten Prüfungen unterzogen und einige Male ins Wanken gebracht, doch immer wieder konnten ihn die Rot-Weissen am Leben erhalten. Die Sittener bewiesen dabei Nehmer-Qualitäten. So lagen sie zweimal gegen YB (1991 und 2009) sowie 1996 gegen Servette mit 0:2 in Rückstand, ehe ihnen jeweils eine spektakuläre Wende gelang.

1982 kam es zum bis dato einzigen Aufeinandertreffen mit dem FC Basel. Sion gewann mit 1:0 – dank eines umstrittenen Treffers von Alain Balet in der 21. Minute. Der kompromisslose Verteidiger verwertete per Kopf eine Freistossflanke. Die Basler monierten hinterher, Balet habe sich im entscheidenden Luftduell mit einem Faustschlag Gegenspieler Beat Sutter regelwidrig vom Leib gehalten.

«Geruch eines Boxkampfs»

Im Umkreis des Tourbillon wird seit Wochen dem nächsten Walliser Cup-Highlight entgegen gefiebert. Die Tickets für den St.-Jakob-Park und die Extrazüge waren heiss begehrt. Und der Präsident Christian Constantin hat keine Gelegenheit ausgelassen, um die Stimmung im Hinblick auf den 7. Juni anzuheizen. Auf die Frage, was er an Cupfinals so liebe, meinte er: «Diese absolute Entscheidung ohne Möglichkeit zur Wiedergutmachung. Dieser Geruch eines Boxkampfs, sportliches Leben oder Tod, erhöht meine Motivation.»

Le president valaisan Christian Constantin sourit en tribune lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Aarau, ce dimanche 2 novembre 2014 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wünscht sich nichts sehnlicher als den 13. Erfolg: Sion-Zampano Christian Constantin. Bild: KEYSTONE

Seit dem Final-Einzug von Anfang April gegen den FCZ schwört Constantin sein Personal auf den Sonntag ein. In einem Trainings-Camp am Hallwilersee liess er an den letzten Details feilen. Wie ein Schutzheiliger führte er den Tross an. Die Bedeutung der Partie ist unterdessen auch allen Ergänzungsspielern eingeimpft. Und auf medialer Ebene durften die von ihm bekannten Mätzchen nicht fehlen. «CC» goss in der «Aargauer Zeitung» Öl ins Feuer, indem er darauf hinwies, dass der Cupfinal von einem Deutschschweizer Schiedsrichter (Nikolaj Hänni) geleitet werde, und man wisse, dass dessen Ohren auf gleicher Höhe seien wie der Mund von Basels Mittelstürmer Marco Streller.

Sions starker Mai

Zieht man die abgelaufene Super-League-Saison heran, geht Sion als Aussenseiter in den Cupfinal. Die Walliser haben als Tabellensiebte 33 Punkte weniger gesammelt als der Meister FCB. Die erste Chance, sich fürs internationale Geschäft zu qualifizieren, haben sie verpasst. Allerdings hat das Team von Didier Tholot während des Countdowns für den Cupfinal einen Höhenflug erlebt. Im Mai holte es 13 von 18 möglichen Punkten. Basel war aber in der jüngeren Vergangenheit alles andere als der Lieblingsgegner. Gegen die «Bebbi» wartet Sion seit dem 1. Mai 2011 auf einen Sieg. (si)

Die Cupfinals des FC Sion

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