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epa07538844 Jan Vertonghen of Tottenham Hotspur receives treatmean during the UEFA Champions League semi final 1st leg match between Tottenham Hotspur and Ajax Amsterdam, London, 30 April 2019.  EPA/NEIL HALL

Vertonghen wird nach dem heftigen Zusammenprall gepflegt. Bild: EPA/EPA

Pochettino verteidigt die Tottenham-Ärzte: «Es lief alles nach Protokoll»



Es war die unschönste Szene des mehrheitlich tollen gestrigen Fussballabends: Ajax-Keeper Andre Onana prallt in einem Luftduell mit den Tottenham-Spielern Toby Alderweireld und Jan Vertonghen zusammen. Letzterer schlägt mit dem Gesicht hart gegen den Hinterkopf von Mitspieler Alderweireld und bleibt dann benommen liegen.

Nach einigen Minuten der Pflege und mehrmaligem Nachfragen des Schiedsrichters, ob es dem Spieler wirklich gut gehe, greift Vertonghen wieder ins Spielgeschehen ein. Allerdings nur für einige Sekunden. Plötzlich kann sich der Belgier kaum mehr auf den Beinen halten und muss doch noch ausgewechselt werden.

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Vertonghen kann kaum mehr stehen und wird in die Kabine begleitet. Video: streamja

Die medizinische Abteilung der Spurs muss sich nun einige Kritik anhören. Als «erbärmlich», «unverantwortlich» oder «gefährlich» wird die Entscheidung, den 32-Jährigen wieder aufs Feld gehen zu lassen, abgestempelt.

Doch Spurs-Trainer Mauricio Pochettino findet, es seien keine Fehler gemacht worden: «Ich war in die Entscheidung nicht involviert, der Arzt hat entschieden. Unser medizinisches Personal hat nach den nötigen Vorschriften und Protokollen gehandelt.»

«Ich würde nie die Entscheidungen unseres medizinischen Personals in Frage stellen.»

Mauricio Pochettino, Trainer Tottenham

Der Trainer konnte gegenüber dem «Guardian» zudem Entwarnung zu Vertonghens Gesundheitszustand geben. «Es geht ihm gut. Er konnte das Stadion zu Fuss verlassen. Natürlich werden wir ihn weiter beobachten, aber es sieht nicht so aus, als hätte er eine Gehirnerschütterung», sagt Pochettino.

Die Gesundheit der Spieler stehe auch für ihn an oberster Stelle. «Ich würde nie die Entscheidungen unseres medizinischen Personals in Frage stellen», führt der Argentinier weiter aus. Sie seien die Bosse in diesen Situationen. «Wenn sie mir sagen, ein Spieler muss ausgewechselt werden, dann mache ich das. Wenn sie mir sagen, ein Spieler kann weiterspielen, dann glaube ich das.»

Auf Twitter wird Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz gefeiert, weil er versuchte, Tottenham zur Auswechslung Vertonghens zu bewegen.

Mit dem Resultat (Tottenham verlor das Spiel 0:1) war Pochettino logischerweise nicht zufrieden. Er bemängelt den Auftritt seines Teams in der ersten Halbzeit: «Wir spielten ohne Energie, Ajax mit extrem viel. Wie wir das 0:1 kassieren, ist schmerzhaft. Da haben wir ganz schlecht ausgesehen.» Ausreden wegen den vielen Verletzten lässt er aber nicht gelten. «Es ist Halbfinal, da spielt es keine Rolle wer spielt. Hoffentlich können wir die Begegnung in Amsterdam wieder drehen.» (abu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • franzfifty 01.05.2019 10:34
    Highlight Highlight Wenn jemand blutet, dann simuliert er sicherlich nicht. Aber im Fussball ist alles anders. Kein Faul, aber halbtot am Boden rumraekeln. Dann eine echte Verletzung und weiterspielen um als Held zu gelten!
    • Basubonus 01.05.2019 11:25
      Highlight Highlight Zusammenhang wo? Click doch einfach keine Fussballthemen an wenns dich nicht intressiert. Danke!
    • franzfifty 01.05.2019 13:50
      Highlight Highlight @Basubonus... hast wahrscheinlich mit Dir selber gesprochen...
  • Heinzbond 01.05.2019 10:07
    Highlight Highlight https://en.m.wikipedia.org/wiki/Chronic_traumatic_encephalopathy

    Tja noch ist er jung, aber in zwanzig Jahren wird er bedauern diese Form des gelderwebes gewählt zu haben. Seine Fans werden schon längst andere Idole haben und er wird, nun ja....
    • ahaok 01.05.2019 10:47
      Highlight Highlight CTE tritt hauptsächlich bei Sportarten mit viel Körperkontakt auf. Boxer, Rugby, American Football oder Ice Hockey Spieler gehören zu dieser Risikogruppe. Die Gefahr von CTE bei Fussballern ist dagegen recht gering, da es schlichtweg zu wenig Körperkontakt (vor allem Schläge gegen den Kopf) gibt. Höchstens bei Kopfballspezialisten besteht ein Risiko, da noch spekuliert wird wie sich ein Kopfball auf das Gehirn auswirkt.
    • Heinzbond 01.05.2019 11:26
      Highlight Highlight Nun wenn er nicht gerade einen Schlag auf den Kopf bekommen hat, dann weiss ich nicht...
  • Randy Orton 01.05.2019 09:39
    Highlight Highlight Zapella hat doch darüber kürzlich einen Artikel geschrieben und damit so etwas von Recht gehabt.
    • Adrian Buergler 01.05.2019 10:02
      Highlight Highlight Genau. Der Artikel ist jetzt auch noch in dieser Story verlinkt.

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