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Spain's Andres Iniesta celebrates with the trophy after winning the 2010 FIFA soccer World Cup final between the Netherlands and Spain in the Soccer City Stadium in Johannesburg, South Africa, pictured on Sunday, July 11, 2010. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

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Andres Iniesta mit dem WM-Pokal 2010, nachdem er Spanien im Final zum Titel geschossen hatte. Bild: KEYSTONE

Iniesta berichtet von Depressionen: «Ich wünschte mir immer, dass es Nacht wird»

Weltmeister Andres Iniesta hat in einem Fernsehinterview von Depressionen während seiner Zeit beim FC Barcelona berichtet. Auslöser war der frühe Tod eines Profi-Kollegen.



Die Probleme hätten nach dem Triple der Katalanen mit den Titeln in der Liga, im Cup und in der Champions League im Jahr 2009 begonnen, sagte der 34-jährige Andres Iniesta dem spanischen TV-Sender «La Sexta». «Man fängt an, sich schlecht zu fühlen, irgendwie seltsam, und man kann es nicht erklären», sagte Iniesta, der seit diesem Frühjahr beim japanischen Klub Vissel Kobe unter Vertrag steht.

Ein Gefühl der inneren Leere habe sich eingestellt. «Ich wünschte mir immer, dass es Nacht wird, um eine Tablette zu nehmen und mich auszuruhen.» Vor allem der Herzinfarkt-Tod von Daniel Jarque, dem damaligen Captain von Espanyol Barcelona, im Alter von nur 26 Jahren habe im August 2009 die psychischen Probleme ausgelöst, betonte Iniesta, der bei der WM in Russland nach zwölf Jahren zum letzten Mal mit der spanischen Nationalmannschaft angetreten war.

Er habe sich daraufhin in Behandlung begeben, so der Mittelfeldstar. «Ich sagte dem Arzt, dass ich Hilfe bräuchte, weil ich nicht mehr aus dieser Situation herauskam.» Der Wunsch, Unterstützung zu bekommen, sei so gross gewesen, dass er immer 15 Minuten zu früh zu den Sitzungen gekommen sei.

Iniesta wurde auch gefragt, ob er an Selbstmord gedacht habe und sagte dazu: «Wer eine Depression hat, ist nicht er selbst. Wenn man derart verletzbar ist, dann ist es schwer, sein Leben zu kontrollieren.» (ram/sda)

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Wie erkenne ich eine Depression und was mache ich dagegen?

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Video: www.explain-it.ch

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Drizzt 27.11.2018 16:46
    Highlight Highlight Meiner Meinung einer der grössten Fussballer der Welt. Er blieb stets bodenständig und ehrlich. Viele Fussballer könnten sich eine Scheibe von ihm abschneiden. Sehr stark von ihm, dass er auch die Schattenseiten des Fussballs anspricht.
  • My Senf 27.11.2018 16:17
    Highlight Highlight Wie sagte Mick Hucknall letzthin (ja er ist kein fussballer)
    Auf der Spitze des Ruhms angekommen merkst du, dass du da oben ganz alleine bist!
    Depressionen ist eine Krankheit und keine Mode!
  • H. L. 27.11.2018 16:03
    Highlight Highlight Wann hat endlich jemand den Mut, sich zu selbst erlebter chronischer Depression zu äussern?
  • mrgoku 27.11.2018 15:45
    Highlight Highlight Gutes Beispiel für alle die Denken ein Profisportler hat das schönste Leben... Geld alleine gibt dir kein schönes und sorgenfreies Leben... Vor allem auf so einem Niveau wie Iniesta es war ist der Leistungsdruck unendlich... das halten von 10 max. 2 aus. Die restlichen 8 landen im Elend. Ronaldinho und Co...

    Party, Drogen, Eskapaden... alles Massnahmen um irgendwie dem Ganzen zu flüchten...
    • H. L. 27.11.2018 15:54
      Highlight Highlight Rechtfertigt das die hohen Gehälter?
  • Jonas Schärer 27.11.2018 14:46
    Highlight Highlight Der Profisport und Druck... a never endig story...
  • Player13579 27.11.2018 14:33
    Highlight Highlight WOW!
    Da denkt man diesen Profifussballer geht es doch blendend, da sie in Geld schwimmen und einen Traumjob haben...
    Mutig und hilfreich von ihm das so zu kommunizieren. Da nimmt tatsächlich einer seine Vorbildfunktion wahr und ermutigt uns alle über unsere Probleme zu sprechen.
    Gut gemacht, Iniesta! (Ehrenmann!)

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