Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Real Madrid's Pepe reacts as he receives a yellow card during their King's Cup final soccer match against Barcelona at Mestalla stadium in Valencia April 16, 2014. REUTERS/Albert Gea (SPAIN - Tags: SPORT SOCCER)

Pepe sah im spanischen Cupfinal im April 2014 seine zweitletzte Gelbe Karte (Bild). Die letzte kassierte er am 22. Oktober in der Champions League gegen Liverpool.   Bild: ALBERT GEA/REUTERS

Da staunen wir Bauklötze

Hahaha, ihr werdet nie erraten, welcher Innenverteidiger in Spanien als einziger noch keine Karte kassiert hat

Von allen Stamm-Innenverteidigern der 20 Teams in der Primera Divison hat genau einer noch keine gelbe Karte gesehen. Man glaubt es kaum, wer es ist: Pepe.

Es ist die vielleicht überraschendste Statistik, welche die «Marca» in dieser Saison analysiert hat: Von allen Stamm-Innenverteidiger der spanischen Liga weist bisher nur Pepe keine Karten aus. Die spanische Zeitung ehrt den Kicker mit dem Titel: «Don Limpio» (Mr. Saubermann).

Ausgerechnet Pepe. Der Portugiese wird seit Jahren als beinharter, meist unfairer Verteidiger angesehen. Dem ist jedes Mittel recht, um den Gegner zu stoppen. Ins Gedächtnis eingebrannt hat sich insbesondere seine Aktion am 21. April 2009, als Pepe nach einem Penaltypfiff gegen ihn auf den gefoulten Javier Casquero eintrat und ihn zu Boden drückte, weil er ihm eine Schwalbe vorwarf. Casqueros Mitspieler Juan Albin schlug er ins Gesicht und den Schiedsrichter beschimpfte der Abwehrspieler nach der Roten Karte übel. Zehn Partien wurde Pepe gesperrt.

Play Icon

Pepes Ausraster 2009 gegen Getafe. Video: Youtube/wicksuper

«Krieger Pepe, das grösste Ekel des Weltfussballs»

Schimpf und Schande gehören zu den ständigen Begleitern von Pepe. Als der Abwehrturm im Hinspiel des Cup-Viertelfinals 2012 gegen Barcelona Lionel Messi angeblich absichtlich auf die Hand trat, schrieb «die Welt»: «Krieger Pepe, das grösste Ekel des Weltfussballs – Fouls, billige Schauspielerei und ein Handtritt. Der glatzköpfige Rambo Pepe wird auf dem Platz zu einem anderen Menschen.»

Play Icon

Pepes Tritt auf Messis Hand 2012. Video: youtube/thehamburger999

Da erwartet der geneigte Fan des spanischen Fussballs eigentlich, dass Pepe in der Statistik der Gelben und Roten Karten so sicher um den Titel mitspielt, wie Teamkollege Cristiano Ronaldo im Rennen um den Topskorer. Doch weit gefehlt: Von den bisher 448 eingesetzten Spielern in der Primera Division, haben zwar 311 mindestens einmal eine Karte gesehen – nicht aber Pepe. Die verteilten 787 gelben und 28 rote Kartons hatten als Empfänger nie den Innenverteidiger Real Madrids.

Erst fünf Fouls in der ganzen Saison

Zudem beging Pepe bisher in elf Einsätzen erst fünf Fouls. Das sind 20 weniger als Stammpartner Sergio Ramos und ligaweit weist nur San Sebastians Ion Ansotegi mit deren drei weniger vom Schiedsrichter bestrafte Aktionen aus. 

Real Madrid's Pepe celebrates after scoring against Barcelona during their Spanish first division

Real Madrids Pepe: Sieht böse aus, ist aber ganz ein lieber. Bild: SERGIO PEREZ/REUTERS

Auf die Qualität seines Spiels hat die faire Spielweise nur positive Auswirkungen. Pepe ist das Gerüst im Real-Bollwerk. Bei seinen elf Einsätzen liess das Team bisher nur fünf Gegentore zu. Der Portugiese wirkt fit wie selten und hoch konzentriert. 

Im Klubfussball drei Jahre ohne Rote Karte

In zwei Tagen feiert Pepe ein kleines Jubiläum: Seit dem 17. Dezember 2011 sah er in der Liga keine Rote Karte mehr. Damals flog er gegen Sevilla vom Platz. Aber seinen Ruf als Rüpel wird «Don Limpio» wohl ein Leben lang nicht mehr los werden. Dies hat er nicht zuletzt an der WM 2014 mit dem Kopfstoss gegen Thomas Müller merken müssen.

Play Icon

Die letzte Rote Karte von Pepe in der Liga. Video.: Youtube/ro power



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

Artikel lesen
Link to Article