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ARCHIVBILD ZUR BEURLAUBUNG VON MURAT YAKIN BEI SION --- Sions Trainer Murat Yakin reagiert im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Sion im Letzigrund, am Sonntag, 28. April 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Murat Yakin will sich von «CC» nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Bild: KEYSTONE

Von wegen freiwillige Auflösung des Vertrags – Yakin droht mit Klage gegen Constantin



Kein Rausschmiss, sondern ein vorzeitiger Ferienbeginn … So kommunizierte der FC Sion vor zwei Wochen die Trennung von Trainer Murat Yakin. Der 44-jährige Basler und sein Assistent Marco Otero hatten vor wichtigen Auswärtsspielen im Kampf gegen den Abstieg nicht im Teamhotel übernachtet, was das Fass für Sion-Präsident Christian Constantin zum Überlaufen brachte. Erst im Januar hatte «CC» den Vertrag mit Yakin überstürzt um zwei Jahre bis 2021 verlängert.

Doch schnell war klar, dass Yakin aus den vorzeitigen Ferien wohl nicht zurückkommen wird. In den Medien trat Constantin mit aller Härte gegen seinen einstigen Liebling nach. «Ihm fehlt der nötige Willen für die Arbeit», urteilte der Sion-Präsident im «Tages-Anzeiger» und verordnete Yakin gleichzeitig einen Französisch-Kurs. «Wenn nicht zum selbst reden, dann nur schon, um mich zu verstehen.»

ARCHIVBILD ZUR FRISTLOSEN KUENDIGUNG VON MURAT YAKIN, AM DONNERSTAG, 23. MAI 2019 ---- Der Basler Trainer Murat Yakin, links, und der Sittener Praesident Christian Constantin, rechts, verlassen das Spielfeld nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel und dem FC Sion am Samstag, 28. September 2013, im Stadion St. Jakob-Park in Basel. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Miteinander – das war einmal. Bild: KEYSTONE

Vieles deutete auf eine öffentliche Schlammschlacht hin, doch im «Blick» erklärte Constantin plötzlich: «Yakins Anwalt hat mir mitgeteilt, dass Yakin seinen Vertrag auflöse. Ich war sehr überrascht. Das habe ich noch nie erlebt. Yakin will nicht, dass das Ganze in einem Krieg endet.» Die Vertragsauflösung hätte bedeutet, dass Yakin freiwillig auf eine Million Franken verzichtet.

Doch das war wohl etwas voreilig von «CC». Nach dem definitiven Klassenerhalt des FC Sion geht die Schlammschlacht nun doch los. Gemäss «20 Minuten» will Yakin nicht auf die ihm zustehenden Lohnzahlungen verzichten. Sein Anwalt Kai Ludwig teilte heute mit, dass Yakin seinen Vertrag bereits am 10. Mai «aus wichtigen Gründen» fristlos gekündigt habe. Und weiter: «Murat Yakin macht seinen gesamten, ihm bis zum ordentlichen Vertragsende zustehenden Lohn geltend und wird diese Forderung gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen.»

Bild

Das Communiqué von Yakins Anwalt. bild: zvg

Die Darstellung von Constantin im «Blick», wonach Yakin eine Auflösung des Vertrages unter Verzicht auf Lohnansprüche offeriert worden sei, sei unzutreffend, so der Anwalt. Zu keinem Zeitpunkt hätten Gespräche zwischen den beiden Parteien bezüglich einer Auflösung des Vertrags stattgefunden und es gebe momentan auch keine Verhandlungen.

Der erste Stein ist geworfen – mögen die öffentliche Schlammschlacht und der lange Gerichtsstreit beginnen! (pre)

Die lange Liste der Sion-Trainer unter Christian Constantin

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wentin 23.05.2019 15:22
    Highlight Highlight Ich dachte, WOW! Der verzichtet doch tatsächlich auf eine Million, nur um das gute Verhältniss zu wahren und einen Krieg zu vermeiden. Was für ein Ehrenmann! Es zeigt sich jedoch gerade, dass das doch nicht wirklich wahr ist.

    Aber ganz ehrlich: kann es ihm irgendjemand verübeln? Ist ja trotzdem eine grosse Summe, die er ohne zu arbeiten bekommen kann...

    • Dominik Treier 23.05.2019 18:41
      Highlight Highlight Kann man jemandem überhaupt etwas verübeln der Chef-aufs-Maul-hauer CC mal eins zurückgibt... Wie man in den Wald ruft, so klingts raus...
  • Rolf Mueller 23.05.2019 14:57
    Highlight Highlight "wird diese Forderung gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen.»"
    Er wird erstmal gar nichts durchsetzen das entscheidet nicht er sondern der oder die Richter.
  • Oh Dae-su 23.05.2019 14:22
    Highlight Highlight Erinnert irgendwie an das Drama mit Uli Stielike...
  • mukeleven 23.05.2019 14:20
    Highlight Highlight sorry muri - mitternaechtliche besuche in der zuercher hyatt-bar und/oder kaufleuten als trainer im wallis sind/waren suboptimal. jetzt noch 1mio fordern ist ‘dreist’ CC hin oder her.
    • Elpampa 23.05.2019 15:09
      Highlight Highlight Er ist genau so ein normaler Arbeitnehmer. Solange seine Tätigkeit nicht darunter gelitten hat, sehe ich kein Problem
    • mukeleven 23.05.2019 15:26
      Highlight Highlight @elpampa: das stimmt. aber: seine taetigkeit als head-coach bei sion hat eben ganz offensichtlich darunter gelitten!
      und diesbezüglich kann ich CC’s entscheid sehr gut nachvollziehen, obwohl ich in den letzten jahren einiges aus CC’s kueche nicht habe nachvollziehen koennen.
    • Freilos 23.05.2019 18:08
      Highlight Highlight Sind das Gerüchte oder war das wirklich so?
  • McStem 23.05.2019 14:15
    Highlight Highlight Alle auf ihre Plätze, die Vorstellung beginnt. 🍿🍿🍿
  • Jo Blocher 23.05.2019 14:14
    Highlight Highlight 😂😂😂...dass Yakin auf 1 Mio verzichtet, war wohl eher ein Wunschgedanke, rausgetrötet in den Medien von CC, denn Realität. Gut zeigt ihm mal einer, was Sache ist.
    • Asmodeus 23.05.2019 14:45
      Highlight Highlight Ein Yakin der auf etwas verzichtet? Niemals.
    • Jo Blocher 24.05.2019 06:20
      Highlight Highlight @Asmodeus. Du schon😉
  • Zugriff 23.05.2019 13:53
    Highlight Highlight Der Fall CC/Yakin hat was von GoT: Ganz viele Charaktere, die lang aufgebaut wurden. Dann treffen sie plötzlich aufeinander. Es folgt eine riesige Schlacht. Am Schluss wird alles rasch-rasch aufgelöst. Und niemand ist so richtig zufrieden mit dem Ausgang.
  • sven 23.05.2019 13:52
    Highlight Highlight Gleicht langsam dem Mace Rayder, der Murat!
    Benutzer Bild
  • Guzmaniac 23.05.2019 13:52
    Highlight Highlight Herrlich

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