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Münchner Richterin stellt 1860-Fans vor die Wahl: Ab in den Knast – oder ein Bayern-Trikot kaufen



MUNICH, GERMANY - AUGUST 12: Steeven Ribery (L) of Bayern Muenchen and Kasim Rabihic of TSV 1860 Muenchen compete for the ball during the Regionalliga match between TSV 1860 Muenchen II and FC Bayern Muenchen II at Stadion an der Gruenwalder Strasse on August 12, 2014 in Munich, Germany.  (Photo by Micha Will/Bongarts/Getty Images)

«Die Roten» gegen «die Blauen» – Szene aus einem Münchner Stadtderby. Bild: Bongarts

Ein Jahr ist seit dem Vorfall vergangen: Drei Anhänger von 1860 München überfallen nach dem Derby der beiden zweiten Mannschaften einen Fan des FC Bayern. Sie klauen ihm Shirt, seine Kutte und Strohhut. Zwei des Trios werden geschnappt und vor Gericht gestellt.

Dort fällt Richterin Karin Jung ein denkwürdiges Urteil. Sie verurteilt die beiden zu einer Haftstrafe von 15 Monaten unbedingt. Sie gibt dem Duo aber noch eine Chance, dem Gefängnis aus dem Weg zu gehen: Indem sie im Bayern-Fanshop einkaufen.

«Solche Leute ärgern sich über solche Massnahmen»

«Beide zeigten keine Reue», erklärt Jung in der Bild-Zeitung. «Sie legten kein Geständnis ab. Die Tat war wie Wegelagerei im Mittelalter, so was geht nicht. Ich wollte ein Zeichen setzen, dass Fussball Fussball ist und kein Kampffeld.» Sie habe sich, so die Richterin weiter, überlegt, «was tut ihnen wirklich weh. Und solche Leute ärgern sich über solche Massnahmen.»

Jung kennt ihre Klientel offenbar gut. Denn der Anwalt der beiden «Sechzger» liess verlauten, sie hätten sich beim Bayern-Fan entschuldigt und ihm jeweils 500 Euro Schmerzensgeld gezahlt. «Auch der Hut, ein Schal und ein Trikot wurden gekauft.» Dieser Ausgleich war möglich, weil das Opfer ihm zugestimmt hatte. (ram)

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«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

Die Young Boys erwarten eine andere Partie als vor zwei Wochen daheim gegen Valencia. Die Verteidigung wird mehr gefordert sein, die Phasen mit Ballbesitz kürzer. Trotzdem soll einiges so laufen wie in der zweiten Halbzeit beim 1:1 gegen Valencia. Loris Benito hofft, dass sie die Spanier erneut mit ihrem physischen Spiel bedrängen können.

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