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Die Szene, die Behrami Schmerzen verursacht hat. bild: srf

Sorgen um den «Krieger»:  «Wir brauchen Behrami in den nächsten Spielen»

Beim 1:1 zum WM-Start gegen Brasilien war Valon Behrami der auffälligste Schweizer. Der aggressive Tessiner schränkte die Kreise von Superstar Neymar oft erfolgreich ein. Doch seine weiteren Einsätze stehen auf der Kippe.



Der Schockmoment kommt kurz nach der grossen Freude über Steven Zubers Tor zum 1:1. Valon Behrami bleibt auf dem Rasen liegen, hält sich das linke Knie. Muss der in der Vergangenheit so häufig verletzte Mittelfeldspieler etwa ausgewechselt werden? Ausgerechnet in einem Spiel, dem er mit seinem Kampfgeist den Stempel aufdrückt?

Switzerland's midfielder Valon Behrami, left, reacts next to Brazil's forward Neymar, right, during the FIFA soccer World Cup 2018 group E match between Switzerland and Brazil at the Rostov Arena, in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wieder mal ist Neymar am «täubelen»: Behrami hat den PSG-Star im Griff. Bild: KEYSTONE

Nein, es geht weiter. Behrami beisst auf die Zähne. Erst, als er eine Gelbe Karte sieht, wird er ausgewechselt. Nicht damit er, geschwächt, in einem Zweikampf allenfalls zu spät kommt und mit Gelb-Rot vom Platz fliegt. «Ich denke, ich bin gerade noch rechtzeitig vom Feld gegangen», sagt Behrami hinterher. Für ihn kommt in der 70. Minute Denis Zakaria.

«Neymar hatte am Duell mit Behrami sicher keinen Spass.»

Yann Sommer, Schweizer Goalie

Wie es um sein linkes Bein steht, konnte der 33-jährige Tessiner unmittelbar nach der Partie noch nicht sagen. Am Montag würden die Adduktorenprobleme genauer untersucht, sagte Behrami im SRF nach seinem 80. Länderspiel.

Ski racer Lara Gut of Switzerland and girlfriend of soccer player Valon Behrami, reacts during the FIFA soccer World Cup 2018 group E match between Switzerland and Brazil at the Rostov Arena, in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Auf der Tribüne dabei: Behramis Freundin, Ski-Star Lara Gut. Bild: KEYSTONE

Klar ist: Auf einen Behrami in der Verfassung des Brasilien-Spiels kann die Schweiz nicht verzichten. Nationaltrainer Vladimir Petkovic unterstrich den Wert des «Kriegers» von Udinese Calcio: «Wir brauchen ihn in den nächsten Spielen.»

epa06804340 Swiss national soccer team midifelder Valon Behrami has the first name Lara of his girlfriend, Swiss alpine ski racer Lara Gut, written on his shoe during his team's training session in Togliatti, Russia, 13 June 2018. The Swiss team prepares for the FIFA World Cup 2018 taking place in Russia from 14 June until 15 July 2018.  EPA/LAURENT GILLIERON

Behrami hat seinen Schatz dabei: «Lara #noi» ist auf seinen Schuh gestickt. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Schweiz trifft in den weiteren Gruppenspielen auf Serbien (am Freitag) und zum Abschluss auf Costa Rica. Gerade gegen die körperlich robusten Serben wäre Behrami wertvoll, um dagegen zu halten. «Wir müssen mit den Füssen auf dem Boden bleiben und die nächsten zwei Spiele sehr seriös angehen», so Behrami. «Das Spiel gegen Serbien wird zu einer grossen Herausforderung. Das wird physisch ein ganz hartes Duell.»

«Wir haben eine grundlegend andere Art, Fussball zu spielen. Ich liebe den Körperkontakt, er die Finesse in den Dribblings. Ich respektiere ihn als Fussballer. Manchmal hat er aber mehr gelitten, als nötig gewesen wäre.»

Behrami über Neymar

Valon Behrami war vor acht Jahren schon Teil der Schweizer Equipe, die mit einem 1:0-Sieg über den Europameister Spanien in die WM gestartet war. Trotzdem scheiterte die Nati anschliessend bereits in der Gruppenphase. Behrami findet, man könne die beiden Turniere nicht miteinander vergleichen. «Wir sind spielerisch besser als damals und von der Mentalität her reifer.»

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Video: srf

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mr. Spock 18.06.2018 12:55
    Highlight Highlight Heisst das nicht Lara #NO1!?
    • Adrian Buergler 18.06.2018 13:02
      Highlight Highlight Ist auch eine Möglichkeit. Restlos sicher sind wir uns da nicht.
  • ta0qifsa0 18.06.2018 12:34
    Highlight Highlight Berahmi hat seinen Wert gestern eindeutig unter Beweis gestellt und erhält eigentlich das Prädikat "unersetzlich".

    Trotzdem wusste Zakaria bisher in seiner Vertretung stets zu überzeugen, weshalb ich mir hier keine sorgen mache.
  • Luca Brasi 18.06.2018 09:33
    Highlight Highlight Behrami war wirklich der beste Schweizer. Ich frage mich einfach, ob er überhaupt noch in der Lage ist 90min durchzuspielen. Er musste auch im Club meist vorzeitig ausgewechselt werden. Aber ich wünschte mir, dass auch andere Schweizer nur ein wenig mehr wie er im kämpferischen Bereich agieren würden.
    • Luca Brasi 18.06.2018 10:49
      Highlight Highlight Ich würde Costa Rica nicht unterschätzen. Da gab es mal eine Mannschaft, die das vor vier Jahren getan hat...

      Ich könnte mir einfach vorstellen, dass die Serben Behrami "bearbeiten" werden und dieses Match einfach auch aus persönlichem Hintergrund für einige Spieler äusserst emotional sein könnte. Es würde mich überraschen, wenn es in diesem Spiel keine Rote Karte geben würde (auf welche Seite auch immer), ehrlich gesagt. Irgendwie erinnert mich die Ausgangslage an Chile WM 2010...

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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