Sport
Italien

«War fünf Minuten tot» – Christian Eriksen im ersten Interview

FILE - Denmark's Christian Eriksen runs during the Euro 2020 soccer championship group B match between Denmark and Finland at Parken stadium in Copenhagen, Denmark, Saturday, June 12, 2021. Eriks ...
Christian Eriksen während des verhängnisvollen Matches gegen Finnland an der Euro 2020.Bild: keystone

«War fünf Minuten tot» – Christian Eriksen meldet sich in der Öffentlichkeit zurück

Diese Szene schockte die Fussball-Welt: Dänen-Star Christian Eriksen bricht bei der EM zusammen und wird wiederbelebt. Jetzt träumt er von seinem Comeback auf Spitzenniveau. Und bedankt sich bei allen Fans für ihre Anteilnahme.
04.01.2022, 20:1604.01.2022, 20:16

Der dänische Fussball-Nationalspieler Christian Eriksen will wieder zurück auf die ganz grosse Fussballbühne. «Mein Ziel ist es, bei der WM in Katar dabei zu sein. Ich will spielen», sagte Eriksen in seinem ersten Interview nach seinem Zusammenbruch bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer. «Es ist ein Ziel, ein Traum. Ob ich dann nominiert werde, ist eine andere Sache. Aber es ist mein Traum zurückzukommen», sagte der 29-Jährige in einem am Dienstag veröffentlichten Interview des dänischen TV-Senders DR1.

Der Mittelfeldspieler war am 12. Juni 2021 in Kopenhagen während des EM-Gruppenspiels gegen Finnland auf dem Rasen zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Er sei sich sicher, dass sein Comeback klappen könne: «Weil ich mich nicht anders fühle. Physisch bin ich wieder in Topform.» Er wolle unbedingt zurück ins Nationalteam und zeigen, dass sein Zusammenbruch nur eine einmalige Sache war und nicht wieder vorkommen werde. «Mein Herz ist kein Hindernis», betonte Eriksen. Ob er zurückkomme, liege nun an den Trainern.

Fans bringen Blumen ins Krankenhaus

Zugleich bedankte sich Eriksen für die weltweite Anteilnahme. «Es war unglaublich, dass so viele Menschen das Bedürfnis hatten, mir zu schreiben oder Blumen zu schenken. Es hat so viele Leute berührt – und das wollten sie meiner Familie und mir zeigen. Das macht mich glücklich», sagte der zweimalige Familienvater. Auch als er im Krankenhaus lag, brachten unzählige Fans tagelang Blumen vorbei. «Es war seltsam, weil ich nicht erwartet habe, dass die Menschen mir Blumen schicken, weil ich für fünf Minuten tot war», sagte Eriksen, dem ein Defibrillator implantiert wurde. Dieser erkennt Herzrhythmusstörungen und löst im Notfall Schocks aus.

Dass sich so viele Menschen um ihn und seinen Gesundheitszustand sorgten und das auch nach wie vor tun, berühre ihn sehr. «Es war aussergewöhnlich. Für mich war es eine grosse Unterstützung, all die Anteilnahme zu erhalten. Und die Leute schreiben mir immer noch. Ich habe allen gedankt und möchte allen danken», sagte Eriksen, der seinen Vertrag bei Inter Mailand auflösen musste. In Italien darf kein Sportler mit Defibrillator spielen. Wo er seine Karriere fortsetzt, ist noch offen. (dpa) (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alle Stadien der WM 2022 in Katar
1 / 18
Alle Stadien der WM 2022 in Katar
Lusail Iconic Stadium in Lusail – Kapazität: 86'250 Zuschauer – 2022 eröffnet.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
YB schlägt ManUnited – und die Kommentatoren drehen völlig durch
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
ZSC siegt gegen Ambri, Servette dreht das 0:3 – die Hockey-Resultate
Während die Zürcher im Tessin eine Show abliefern, muss der HCD in Rapperswil bereits die dritte Niederlage der Saison hinnehmen. Alle Resultate vom Freitag findest du hier.
Die ZSC Lions verlängerten ihren perfekten Saisonstart mit dem fünften Sieg im fünften Spiel. Beim 6:3 im Spitzenspiel in Ambri genügte den Zürchern nach Rückstand ein Zwischenspurt gegen Ende des Mitteldrittels. Topskorer Simon Knak, Derek Grant und Thierry Bader trafen innerhalb von nur 83 Sekunden für die Gäste und machten aus dem 1:1 ein 4:1. Für Neuzugang Knak war es bereits das fünfte Saisontor.
Zur Story