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Colombian soccer fans display a flag which reads

Kolumbianische Fans mit einem Foto von Andrés Escobar Bild: AP

Mord an Ex-YB-Spieler Andrés Escobar: Mutmasslicher Auftraggeber wurde verhaftet

In Kolumbien wurde der angebliche Auftraggeber für den Mord am früheren YB-Akteur Andrés Escobar verhaftet. Seit der Tat sind bereits 24 Jahre vergangen. 



Der mutmassliche Auftraggeber für den Mord an Andrés Escobar ging in Kolumbien Drogenfahndern ins Netz. Diversen lateinamerikanischen Medienberichten zufolge, wurde Juan Santiago Gallon Henano an der Grenze zu Venezuela aufgegriffen.

Er und sein Bruder Pedro standen schon vor 24 Jahren unter Verdacht, hinter der Ermordung Escobars zu stecken. Damals wurde jedoch Humberto Munoz Castro, der Fahrer der beiden Brüder verhaftet und 2005 wieder freigelassen.

Andrés Escobar war ein kolumbianischer Fussballspieler. In der Saison 1989/90 spielte er in der Schweiz für die Berner Young Boys. Seine tragische Geschichte nahm aber erst vier Jahre später seinen Lauf.

An der Fussball WM 1994 in den USA lief Escobar für Kolumbien auf. Nach einer herausragenden Qualifikation und tollen Leistungen in den Testspielen vor der WM war der Schweizer Gruppengegner gar einer der Geheimfavoriten auf den Titel. Die Erwartungen in der Heimat, insbesondere auch in Escobars Heimatstadt Medellin stiegen ins Unermessliche. Erwartungen, die enttäuscht wurden.

Escobars Panini-Bild:

Bild

bild: panini

Kolumbien unterlag im ersten Gruppenspiel Rumänien mit 1:3, weshalb sie gegen die USA bereits einen Sieg brauchten, um die Hoffnung am Leben zu halten. Doch Andrés Escobar brachte diese mit einem Eigentor in der 35. Minute stark ins wanken. Am Ende verlor Kolumbien mit 1:2 und schied in der Gruppenphase aus. Daran änderte auch ein 2:0-Sieg gegen die Schweiz nichts mehr.

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Das Eigentor von Andrés Escobar. Video: YouTube/Matapoliisit19

Und Escobar bezahlte seinen Fehler mit dem Leben. 

«Das Leben geht weiter.»

Andrés Escobar

Nach dem Eigentor war er am Boden zerstört, gab sich aber auch kämpferisch. Gegenüber der Zeitung «El Tiempo» sagte er: «Wir sehen uns wieder, das Leben geht weiter.»

Doch zurück in seiner Heimatstadt Medellin brodelte die Stimmung nach dem enttäuschenden Abschneiden an der Weltmeisterschaft. Escobar ignorierte Warnungen, wonach er sich für einige Zeit nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen sollte und ging mit Freunden in den Ausgang. 

Berichten zufolge wurde er dort von dem nun festgenommenen Juan Santiago Gallon Henano und dessen Bruder Pedro konfrontiert. Die Polizei sagte aus, der Streit könnte als Resultat von Wettverlusten begonnen haben. Das Duo beleidigte Escobar und mehrere Schüsse sollen aus der Richtung des Autos der beiden Brüder gefallen sein. Escobar wurde verwundet und verstarb kurz darauf im Spital.

Humberto Munoz Castro, der Fahrer, wurde im Juni 1995 zunächst zu 43 Jahren Haft verurteilt. Nach elf Jahren wurde er aber wegen guter Führung wieder entlassen.

epa04296204 Colombian followers of the late soccer player Andres Escobar pose under the sculpture of Escobar in Medellin, Colombia, on 02 July 2014. Colombians remember Andres Escobar, defender for the Colombian national team during the US World Cup 1994, and who was murdered in Colombia 20 years ago.  EPA/Luis Eduardo Noriega

Die Skulptur von Andrés Escobar in Medellin. Bild: EPA/EFE

Andrés Escobar wurde posthum zum Nationalhelden. An seiner Beerdigung nahmen 120'000 Menschen teil. Kolumbianische Fussballfans bringen heute noch Fotos von ihm zu Spielen mit. 2002 errichtete die Stadt Medellin dem Fussballer ein Denkmal. (abu)

Im Gedenken an die Celtic-Legende Jimmy Johnstone

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Video: srf

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YB-Sportchef Spycher warnt: «In den letzten zwei Jahren haben wir überperformt»

Christoph Spycher hat bei YB die Quadratur des Kreises geschafft. Das Team ist günstiger, jünger und trotzdem erfolgreicher als früher.

Kurze Hosen und Poloshirt – Freizeitlook. Aber Christoph Spycher, 41, seit bald drei Jahren Sportchef bei Meister YB, ist nicht der Typ Sunnyboy, der unbekümmert durchs Leben geht. Spycher war nie ein «Plagöri», sondern schon als Spieler ernsthaft und arbeitsam. Alles andere würde auch nicht zu seiner Biografie passen. Nie in einer Juniorennationalmannschaft gespielt, spät erst Profi geworden, weil er das Gymnasium abschliessen wollte. Er bestellt ein Chinotto und sagt: «Legen Sie los.»

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