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epa06687576 Liverpool's manager Juergen Klopp leads his team's a training session at the Melwood in Liverpool, Britain, 23 April 2018. Liverpool FC will face AS Roma in the UEFA Champions League semi final, first leg soccer match at Anfield on 24 April 2018.  EPA/PETER POWELL

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp beim Abschlusstraining vor der Partie gegen Roma. Bild: EPA

Klopp fordert zweite Brexit-Abstimmung und schwärmt von Merkel

Es kommt selten vor, dass sich Fussballtrainer zu politischen Themen äussern. Jürgen Klopp macht eine Ausnahme: Vor dem Hinspiel des Champions-League-Halbfinals gegen die AS Roma spricht der Liverpool-Coach über den Brexit, die Flüchtlingspolitik und Angela Merkel.



Heute Abend ist das Hinspiel im Champions-League-Halbfinal zwischen Liverpool und der AS Roma. Trotz dieses Highlights: Jürgen Klopp, der Trainer der Engländer, hat nicht nur Fussball im Kopf. Klopp hat einen Ratschlag für die Briten: Sie sollten erneut über den Brexit abstimmen, fordert der Deutsche im «Guardian». «Kommt schon, lasst uns uns noch einmal zusammensetzen. Lasst uns noch einmal drüber nachdenken und noch einmal abstimmen», sagt Klopp.

Die Brexit-Befürworter hätten die Abstimmung im Juni 2016 mit falschen Argumenten beeinflusst, kritisiert der Fussballtrainer. «Die beiden Anführer der ‹Leave-Kampagne› sind zurückgetreten. Das war ein klares Zeichen, dass sie selbst von der Entscheidung für den Brexit überrascht wurden», sagt der Liverpool-Coach. Für ihn habe der Brexit keinen Sinn. «Die EU ist nicht perfekt, aber es ist die beste Idee, die wir hatten», so Klopp.

«Europa ist seltsam seit ein paar Jahren»

Der frühere Trainer von Mainz 05 und Borussia Dortmund räumte jedoch auch ein, dass die Stimmung in seiner Heimat kaum anders sei. «Ich kann nicht sagen, dass Deutschland offener ist. Wenn du in Deutschland die falschen Leute fragst, würden sie sagen: ‹Ja, wir wollen einen Zaun, um Ausländer fernzuhalten. Und ihr könnt ihn höher bauen als die Berliner Mauer›», erzählt Klopp.

«Europa ist seltsam seit ein paar Jahren. Ich fahre gern nach Österreich zum Skifahren, aber sie winken die Flüchtlinge einfach zu Frau Merkel durch.»

Liverpool manager Jurgen Klopp shouts directions to his players during an English Premier League soccer match between Liverpool and Bournemouth at Anfield, Liverpool, England. Saturday April 14, 2018. (Anthony Devlin/PA via AP)

Klopp, wie er an der Linie leibt und lebt. Bild: AP/PA

Eigene politische Ambitionen habe er jedoch nicht, versichert Klopp. «2004 hätte ich vielleicht Kanzler von Mainz werden können. Aber ich habe keine Fähigkeiten, ausser, dass ich mich für Politik interessiere.» Politiker zu sein, sei in seinen Augen ein weitaus schwierigerer Job als der des Fussballtrainers. Ausserdem: «Angela Merkel hat im Jahr zwei Wochen Urlaub. Das ist noch weniger Urlaub, als ich habe», sagt Klopp. «Ich mag sie wirklich, und sie macht einen unglaublichen Job. Aber es ist ein sehr schwieriger Job – und längst nicht so gut bezahlt wie der des Fussballtrainers.» (syd/spon)

Hinspiel heute Abend

Heute Abend trifft Jürgen Klopp mit Liverpool im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals auf die AS Roma. Im Fokus steht Mohamed Salah. Liverpools ägyptischer Topskorer stürmte vor einem Jahr noch für den Gegner.

Liverpool soccer player Mohamed Salah poses with the PFA Player Of The Year Award Trophy during the 2018 PFA Awards at the Grosvenor House Hotel, London, Sunday April 22, 2018. Salah has been voted player of the year by his fellow professionals in English soccer in recognition of an incredible scoring return to the Premier League with Liverpool. (Barrington Coombs/PA via AP)

Vorgestern wurde Salah zum Premier-League-Spieler der Saison gekürt. Bild: AP/PA

41 Pflichtspiel-Tore hat Salah bisher für die Reds erzielt, sieben mehr als in den zwei Jahren für die AS Roma. Der Stürmer ist auch deshalb so stark, weil die gegnerischen Verteidiger seinen Kollegen ebenfalls viel Aufmerksamkeit schenken müssen. Roberto Firmino schoss schon 25 Tore, Sadio Mané war 18 Mal erfolgreich. 84 Treffer gelangen dem Trio, das sie in Liverpool in Anlehnung an die Beatles längst «The Fab Three» nennen. (sda)

Romas starker Auftritt

Spieler und Betreuer der AS Roma legten gestern angeführt von Captain Daniele De Rossi Blumen nieder im Gedenken an die 96 Todesopfer der Hillsborough-Katastrophe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • fandustic 24.04.2018 13:11
    Highlight Highlight Klopp sollte besser beim Fussball bleiben. Hat schon seine Gründe, weshalb sich Sportler nicht zur Politik äussern;)
  • piatnik 24.04.2018 11:46
    Highlight Highlight wie realitätsfremd
    • Raembe 24.04.2018 12:36
      Highlight Highlight Wieso?
  • Karl33 24.04.2018 10:25
    Highlight Highlight Wenn du in Deutschland die falschen Leute fragst, würden sie sagen: ‹Ja, wir wollen einen Zaun, um Ausländer fernzuhalten. Und ihr könnt ihn höher bauen als die Berliner Mauer›», erzählt Klopp.

    «Europa ist seltsam seit ein paar Jahren. Ich fahre gern nach Österreich zum Skifahren, aber sie winken die Flüchtlinge einfach zu Frau Merkel durch.»

    Ja, Herr Klopp, eine Mauer wollen Sie nicht, aber die Leute nach Deutschland durchlassen dann doch auch nicht.
    • JoeyOnewood 24.04.2018 10:44
      Highlight Highlight Es war relativ klar, was er gemeint hat - scheinbar nicht für Karl33. Er kritisiert, dass Österreich abweisend zu Flüchtlingen ist und einfach alle weiter nach Deutschland schickt. Sprich: Diese Herausforderung müsste man halt gemeinsam angehen.
  • Nelson Muntz 24.04.2018 10:04
    Highlight Highlight Cambridge Analytica wird auch eine zweite Abstimmung sabotieren....
  • ujay 24.04.2018 08:47
    Highlight Highlight Kloppo war schon immer ein sachlicher Realist. Wird mir immer sympathischer.

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