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epa07851670 Young Boys players in action during a training session at Dragao stadium, Porto, Portugal, 18 September 2019. Young Boys will face FC Porto in their UEFA Europa League soccer match on 19 September 2019.  EPA/JOSE COELHO

Auch Meister YB muss dieses Jahr mit der Europa League statt der Königsklasse vorlieb nehmen. Bild: EPA

Sympathischer als die Königsklasse: Die Schweizer Chancen in der Europa League

Mit den Young Boys, dem FC Basel und dem FC Lugano kämpfen in der Europa League gleich drei Schweizer Vereine um Geld, Prestige und Punkte im Uefa-Ranking. Nicht alle konnten dabei auf das Losglück zählen.

markus brütsch / Aargauer Zeitung



Die Europa League hat sich zu einem hübschen Produkt gemausert. Spätestens seit der europäische Verband 2009 den Uefa-Cup mit einem neuen Format in die Europa League überführt hat, ist aus dem «Cup der Verlierer» (Franz Beckenbauer, 1995) ein ganz ansehnlicher, vielleicht sogar superber Wettbewerb geworden.

Gewiss, der Goldesel Champions League überstrahlt noch immer alles im Klubfussball. Aber die Europa League hat längst ihre Nische gefunden und ist mit ihrem speziellen Charme – sie ist bescheidener und weniger elitär – manchem Fussballfreund sympathischer als die aufgetakelte Königsklasse.

Zu bieten hat sie gleichwohl einiges. Man braucht sich nur einmal das Line-up dieser Spielzeit anzuschauen. Manchester United, Arsenal, Lazio, die Roma, Mönchengladbach, Frankfurt und Sevilla sind keine Laufkundschaft. Da ist es schon ein grosser Wermutstropfen, dass das Schweizer Fernsehen pro Runde nur ein Spiel live zeigen und nicht einmal frei auswählen kann. So ist heute die Partie Kopenhagen – Lugano statt des Knüllers Porto – YB zu sehen.

Young Boys

Belgrade's Aleksa Vukanovic, left, vies for the ball against Young Boys' Saidy Janko, right, during the UEFA Champions League playoff match between Serbia's FK Red Star Belgrade and Switzerland's BSC Young Boys, on Tuesday, August 27, 2019, in Belgrade, Serbia. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

«Ich freue mich extrem darauf» - trotz Aussenseiterrolle kann YB-Spieler Saidy Janko das Duell gegen den FC Porto kaum erwarten. Bild: KEYSTONE

Gerade was YB betrifft, ist die Europa League gewiss kein «Cup der Verlierer». Die Berner haben nämlich in dieser Saison in drei Wettbewerben noch nie verloren und sind in den Champions-League-Playoffs gegen Roter Stern mit zwei Unentschieden sehr unglücklich ausgeschieden.

Ein kleiner Trost: Die Europa-League-Gruppe mit YB könnte genauso gut eine in der Königsklasse sein. Mit Porto, den Glasgow Rangers, Feyenoord Rotterdam und YB kommt eine geballte Tradition zusammen. Dass sich die Fans darüber freuen, beweist der Ticketverkauf. 23 000 Packages sind abgesetzt.

Das erste Spiel in Porto dürfte das schwierigste sein. Und für Aussenverteidiger Saidy Janko das speziellste, wurde er doch vom FC Porto an YB ausgeliehen. «Das ist ein europäischer Topklub», sagt der frühere Schweizer U-21-Internationale, «aber ich freue mich extrem darauf.»

Prognose:

Porto wird für YB eine Nummer zu gross sein. Doch die Berner sind stärker als die Glasgow Rangers sowie Feyenoord und werden Zweite.

FC Basel

Le milieu balois Valentin Stocker marque face au gardien genevois Fabio Monteiro lors de la rencontre de football de 16e de finale de la Coupe Suisse entre Meyrin FC et FC Basel (FCB) ce samedi 14 septembre 2019 au stade des Stade des Arberes a Meyrin. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Valentin Stocker darf sich mit dem FCB Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Bild: KEYSTONE

Der FCB hat in der Champions League oft entzückt und für unvergessliche Abende gerade im St.-Jakob-Park gesorgt. Am weitesten vorgestossen ist er aber in der Europa League, als er 2013 unter Trainer Murat Yakin im Viertelfinal Tottenham Hotspur aus dem Wettbewerb warf und erst im Halbfinal am FC Chelsea scheiterte. Das war einer der grössten Erfolge des Schweizer Klubfussballs überhaupt.

Apropos:

Jetzt bekommen es die Basler mit Krasnodar, Getafe und Trabzonspor zu tun. Sportchef Ruedi Zbinden spricht von einer Gruppe, in der alles möglich sei. «Wenn wir eine Chance aufs Weiterkommen haben wollen, müssen wir in den Heimspielen punkten. Ich hoffe, wir können gegen Krasnodar für eine Stimmung wie beim Sieg gegen Eindhoven sorgen.» Zbinden betrachtet die Europa League auch als Plattform für die FCB-Profis, um sich für interessante Transfers zu empfehlen.

Prognose:

Nach einem harten Kampf bis zum letzten Spieltag wird der FC Basel hinter Getafe, aber vor Krasnodar und Trabzonspor Gruppenzweiter.

FC Lugano

Lugano's player Fabio Daprela celebrates the Europa League qualification after the Super League soccer match FC Lugano against Graashoper Club Zuerich, at the Cornaredo stadium in Lugano, Saturday May 25, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren konnte sich der FC Lugano für die Gruppenphase qualifizieren. «Darauf sind wir stolz», sagt Verteidiger Fabio Daprelà. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Zum zweiten Mal nach 2017 hat sich der FC Lugano für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert. «Darauf sind wir stolz», sagt Verteidiger Fabio Daprelà. Vor zwei Jahren schlugen sich die Tessiner gegen Hapoel Beer Sheva, Steaua Bukarest und Viktoria Pilsen mit drei Siegen gut und verpassten das Weiterkommen nur um einen Punkt.

Jetzt sind die Gegner mit dem FC Kopenhagen, Dynamo Kiew und Malmö FF vielleicht sogar noch eine Spur stärker einzuschätzen. «Wir sind Aussenseiter und wollen eine gute Figur machen», sagt Daprelà. «Wir freuen uns auf diese Spiele.»

Der 28-Jährige räumt aber ein, dass es ein Nachteil sei, die Partien wegen des nicht europacuptauglichen Cornaredo in St. Gallen auszutragen. «Die Reiserei wird Substanz kosten. Aber vielleicht helfen gute Resultate in der Europa League, um in der Super League wieder in die Spur zu finden», hofft Daprelà.

Prognose:

Der FC Lugano wird besser spielen als in der Super League, aber für mehr als Platz 3 hinter Kopenhagen und Dynamo Kiew reicht es nicht

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    Alle Leser-Kommentare
  • kamä_leon 19.09.2019 18:53
    Highlight Highlight Ajaja.....noch vor ein paar Tagen habt ihr (Watson) noch geschrieben, dass in der Königsklasse niemand mehr "belanglose" Spiele mit NoNames Teams sehen will. Nun hat die EL einen gewissen Charme bekommen weil drei, vier Renomierklubs aus England, Italien und Spanien (nicht die Schotten) mit CH Beteiligung dabei sind? Nee, es ist und bleibt eine Pleiteliga, die einen Stellenwert wie ein Furz in der Luft hat.
    • satyros 19.09.2019 19:41
      Highlight Highlight FCL-Fan?
  • Der_Infant 19.09.2019 15:31
    Highlight Highlight FC Kopenhagen, Dynamo Kiew und Malmö FF sind eigentlich ganz nette Vereine, aus wirklich tollen Städten.
    Da wird man als Fan einer Mannschaft, welche nicht in der EL spielt schon etwas neidisch.
    Mag es aber Lugano sehr gönnen.

    Basel wird es schaffen und sich als 2ter wenn nicht sogar als Erster weiterkommen.

    Die YB Gruppe ist sehr ausgeglichen, da werden bestimmt einige Rasenschlachten geführt in allen Partien von YB und den Gegnern. Wird spannend gegen harte Schotten und kämpferische Holländer zu bestehen.
  • Ziasper 19.09.2019 14:24
    Highlight Highlight Ich denke Krasnodar wird unterschätzt. Sicher das stärkste Team in Basels Gruppe. Wird schwierig, aber nicht unmöglich für die Basler weiterzukommen.
    • Steven Stamkos 20.09.2019 09:02
      Highlight Highlight War sicher nicht so zu erwarten aber Krasnodar wurden gestern die Grenzen aufgezeigt. Hab nicht mit einem solch Dominantem Auftritt der Basler gerechnet!

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