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epa07198409 Chelsea's Callum Hudson-Odoi celebrates after scoring against PAOK during the UEFA Europa League Group L soccer match between Chelsea and PAOK in Stamford Bridge, London, Britain, 29 November 2018.  EPA/WILL OLIVER

Heisst die nächste Station von Callum Hudson-Odoi Bayern München? Bild: EPA/EPA

Ein Teenie für 39 Millionen? 5 Fragen und Antworten zu Bayerns Transferziel Hudson-Odoi 



Dass Bayern München drauf und dran ist, Chelseas Callum Hudson-Odoi zu verpflichten, weisst du bestimmt schon. Es steht schliesslich in unserem Transferticker, wo du auch sonst keinen Wechsel und kein interessantes Gerücht verpasst.

Genug der Werbung, weiter zu Callum Hudson-Odoi. Der Engländer ist noch ein Nobody, deshalb stellen wir ihn dir vor, erklären weshalb ein Wechsel Sinn macht und ob er im Bayern-Kader überhaupt Platz findet. 

Wie wahrscheinlich ist ein Wechsel?

Hudson-Odoi hat beim FC Chelsea noch einen Vertrag bis 2020 und das Angebot zu einer Vertragsverlängerung angeblich abgelehnt, weil er wechseln möchte. Chelsea will den Flügelspieler jedoch noch bis mindestens Ende Saison halten. 

Wie diverse Medien berichten, ist Bayern mit den ersten Angeboten bei Chelsea abgeblitzt. «Sky Sport» berichtet aber,  dass das vierte Bayern-Angebot über 35 Millionen Euro von den Londonern angenommen wurde. Englische Medien sprechen gar von einer Ablösesumme von 39 Millionen Euro.

Die Bayern haben ihr Interesse offiziell angemeldet. Sportdirektor Hasan Salihamidzic liesst sich im Trainingslager wie folgt zitieren:

«Er ist ein sehr interessanter Spieler, den wir unbedingt verpflichten wollen.»

epa07270840 Bayern Munich's director of sport Hasan Salihamidzic attends a press conference during the Bayern Munich's winter training camp at the Aspire Zone Foundation in Doha, Qatar, 09 January 2019. Bayern Munich holds the training camp until 10 January 2019.  EPA/NOUSHAD THEKKAYIL

Sportdirektor Hasan Salihamidzic schwärmt von Hudson-Odoi. Bild: EPA/EPA

«Er hat Qualitäten, die zu unserem Spiel passen. Er ist dribbelstark, trickreich, hat guten Zug zum Tor und ist ein junger Spieler, der grosses Potenzial besitzt, sich noch weiterzuentwickeln.»

«Hudson-Odoi ist ein Spieler, der uns gut zu Gesicht stehen wird.»

Wer ist Hudson-Odoi?

Callum Hudson-Odoi wurde erst gerade 18 Jahre alt. Der Londoner mit ghanaischen Wurzeln (Vater Bismark war Profi in Ghana) kam am 7. November 2000 zur Welt und spielt seit seinem 8. Lebensjahr für den FC Chelsea.

Hudson-Odoi vergnügt sich im Chelsea-Nachwuchs.

Seit der U16 ist er für die Nachwuchs-Nationalmannschaften Englands im Einsatz. 2017 wurde er mit der U17 Weltmeister und Vize-Europameister. 

In diesem Sommer wechselte Hudson-Odoi von der U23 Chelseas in die erste Mannschaft. Doch Trainer Maurizio Sarri liess ihn bisher nur ran, wenn er seine Stars schonte. In der Premier League kommt Hudson-Odoi bisher auf drei Spiele und 42 Einsatzminuten. In der Europa League durfte er zwei Mal über 90 Minuten ran und liess sich dabei ein Tor und einen Assist gutschreiben. 

Chelsea's Callum Hudson-Odoi celebrates after scoring his team's third goal during the Europa League Group L soccer match between Chelsea and PAOK at Stamford Bridge stadium, in London, Thursday, Nov. 29, 2018. (AP Photo/Matt Dunham)

Hudson-Odoi nach seinem Treffer gegen PAOK Saloniki. Bild: AP/AP

Was kann dieser Hudson-Odoi?

Viel. Sehr viel sogar. Der Flügelspieler, der auch als Stürmer eingesetzt werden kann, erregt zurecht Aufmerksamkeit. Er ist schnell, flink, gut im Abschluss und glänzt als Vorlagengeber. Allerdings hat er seine Qualitäten noch nicht auf höchster Stufe zeigen können.

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Müsterchen von Hudson-Odoi. Video: YouTube/CFCVideos

Im Hinspiel des Ligapokals gegen Tottenham durfte Hudson-Odoi auch mal gegen einen grösseren Gegner ran – und zeigte dabei, dass er definitiv das gewisse Etwas hat. Englands Ex-Natispieler und Fussballexperte Gary Lineker war begeistert.

Überzeugen konnte Hudson-Odoi zudem im FA-Cup am letzten Wochenende. Beim 2:0-Sieg gegen Nottingham Forest bereitete er beide Tore vor. 

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Video: streamja

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Video: streamja

Warum holt Bayern einen so jungen Spieler?

Da haben die Bayern-Bosse wohl etwas zu Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund geschielt. Denn der BVB hat mit dieser Strategie alles richtig gemacht. Dan-Axel Zagadou (19), Achraf Hakimi (20), Jadon Sancho (18), Jacob Bruun Larsen (20) und Christian Pulisic (20) haben bewiesen, dass sie auch in sehr jungem Alter bei einem Bundesliga-Spitzenteam Schlüsselrollen einnehmen können.

21.12.2018, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Fussball: Bundesliga, Borussia Dortmund - Bor. Moenchengladbach, 17. Spieltag im Signal Iduna Park. Dortmunds Torschütze Jadon Sancho feiert seinen Treffer zum 1:0. (KEYSTONE/DPA/Friso Gentsch) – WICHTIGER HINWEIS: Gemaess den Vorgaben der DFL Deutsche Fussball Liga bzw. des DFB Deutscher Fussball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoaehnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen.

Jadon Sancho hat bei Dortmund voll eingeschlagen. Bild: dpa

Zudem haben junge Spieler bei guten Leistungen einen riesigen Wiederverkaufswert. Dortmund hat Christian Pulisic für 64 Millionen Euro zu Chelsea verkauft. Ousmane Dembélé kam 2016 für 15 Millionen und ging ein Jahr später für 115 Millionen Euro zu Barcelona. Junge Talente zu verpflichten kann also auch eine gute Investition sein. 

Dass ein talentierter Teenager aber nicht automatisch zum Weltstar wird, das sollten die Bayern selbst am besten wissen. Renato Sanches kam im Sommer 2016 als 18-Jähriger für 35 Millionen Euro. Er war das Geld nicht wert. 

Hat es überhaupt Platz im Bayern-Kader?

Ab nächster Saison bestimmt. Arjen Robben und Franck Ribéry werden den Verein verlassen. Bleiben auf den Flügeln noch Kingsley Coman, Serge Gnabry und der kürzlich verpflichtete Alphonso Davies, der wie Hudson-Odoi Jahrgang 2000 hat. Thomas Müller kann zwar ebenfalls auf den Aussen spielen, ist aber als hängende Spitze deutlich besser aufgehoben.

Chelsea's Callum Hudson-Odoi, left, and Tottenham's Danny Rose challenge for the ball during the English League Cup semifinal first leg soccer match between Tottenham Hotspur and Chelsea at Wembley Stadium in London, Tuesday, Jan. 8, 2019. (AP Photo/Frank Augstein)

Im League Cup durfte Hudson-Odoi gegen Tottenham ran. Bild: AP/AP

Die Bayern stehen vor dem Umbruch, Uli Hoeness kündigte im Dezember eine «sehr offensive Transferpolitik» an und ergänzte: «Die Kassen sind sehr gut gefüllt.» Die Kassen scheinen gefüllt genug zu sein, um 40 Millionen für einen Teenager zu bezahlen, der bislang 42 Einsatzminuten in der Premier League vorzuweisen hat. 

Dennoch ist die Idee der Bayern überlegt. Ein absoluter Starspieler kostet in der ganzen Perversion des heutigen Transfermarktes über 100 Millionen. Da pokern die Bayern doch lieber mit der Verführung, sich für 40 Millionen den nächsten künftigen Weltstar zu angeln. Wenn es denn bloss kein zweiter Renato Sanches wird. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gubbe 11.01.2019 09:08
    Highlight Highlight Die Dekadenz des Sportes, insbesondere des Fussballs, schlägt wieder zu. Der Knabe kann mit einem Ball spielen. Es gibt erwachsene Personen, die können mit vielen Bällen spielen und Jonglieren. Diejenigen treten meist als Jongleure im Zirkus auf, aber ich bin mir absolut sicher, dass sie nicht mit zig Millionen 'eingekauft' werden.
  • dk222 10.01.2019 23:37
    Highlight Highlight Als langjähriger Chelsea-Fan würde mich dieser Transfer, falls er zu Stande kommt, extrem entäuschen. Die Fereinsführung. Chelseas sollte aus ihren Fehlern lernen und schauen, dass man nicht mehr Toptalente für verhältnissmässig wenig Geld verliert, wie das schon bei De Bruyne, Salah und Lukaku passiert ist.
  • postmaterial 10.01.2019 21:43
    Highlight Highlight Vater Bismark (sic!) hat seinem Sohn sicher eine preussische Erziehung angedeihen lassen, passt also mit einem deutschen Verein.
  • Bläsnkufo 10.01.2019 21:18
    Highlight Highlight Fast eine Million pro PL Einsatzminute😂 Diesen Druck kann kein 18-Jähriger stemmen oder hört man noch etwas von Ödegaard?
  • Einloz 10.01.2019 21:13
    Highlight Highlight Ich habe mir das Video angesehen. An Robben kommt er noch lange nicht an, denn er schafft es nicht umzufallen, wenn er "gefoult" wird, v.a. im Strafraum! 😜
  • ManInBlack 10.01.2019 20:16
    Highlight Highlight Ach und 38 Millionen für einen 18 Jährigen, welcher noch nix, aber auch noch gar nix bewiesen hat auf allerhöchstem Niveau gehört nicht in die Kategorie "heutige Perversion des Fussballs"? Einfach nur noch krank ist das, hoffe der Fussball erstickt irgendwann ab diesem Gebaren, aber da kann ich wohl noch lange von träumen.
  • demian 10.01.2019 19:36
    Highlight Highlight Renato Sanches darf man noch nicht als Fehleinkauf abstempeln. Er ist erst 21 und hat noch Zeit. Neben Thiago, James, usw. Spielzeit zu bekommen ist für junge Spieler nicht einfach.
    • Bronnesand 10.01.2019 20:02
      Highlight Highlight Fehlkauf ist wohl etwas der falsche Begriff, jedoch kann man unterdessen schon sagen dass 35 Mio. wohl zu viel waren für einen Spieler der auch während seiner Leihe zu Swansea, dem drittletzten der letzten Premier League Saison, nicht gesetzt war.
    • mrgoku 11.01.2019 08:48
      Highlight Highlight Renato ist ein RIESEN Talent. Er hatte auch Pech gleich bei Ankunft in Bayern eine Verletzung erleidet zu haben... das wirft einen schon runter wenn man dann nicht richtig mitmachen kann, speziell in der Pre-Season...

      Bei Renato hätte ich mir aber dennoch gewünscht dass er noch 1-2 Jahre in Portugal geblieben wäre...wäre sicher nicht verkehrt gewesen. Er wird aber definitiv einer der Schlüsselspieler zusammen mit Ruben Neves in Zukunft für die Portugiesische Nationalmannschaft.
  • Sloping 10.01.2019 19:28
    Highlight Highlight Bayern muss erst noch beweisen wie gut ihr Scouting wirklich ist. In den letzten Jahren konnten sie einfach die Topspieler der Bundesliga zusammen kaufen, was heute zu jenen Summen nicht mehr möglich ist. Bin gespannt, ob sich dieser Spieler eher zum Typ Sancho (Top) oder Sanchez (bisher Flop) entwickelt. Wobei Sanchez auch erst 20 ist und es vermessen wäre ihn schon jetzt definitiv abzuschreiben.
    • Staedy 10.01.2019 20:26
      Highlight Highlight Sanches heisst der Junge, wenn schon bitte richtig. Sanchez ist bei Manchester United.
    • de_spy 10.01.2019 21:33
      Highlight Highlight Richtig. Erster Abnehmer der Bundesliga-Toptalente ist inzwischen nicht mehr der FCB sondern die Premier League. Und allen gut gefüllten Kassen zum Trotz, gegen die englischen Schatulle kommen sie nicht mehr an. Das Warten auf das Platzen der Blase hat auch in München begonnen. Wenn sie denn platzt...
    • Nelson Muntz 10.01.2019 22:35
      Highlight Highlight der BVB muss jetzt noch den kongenialen Partner für Sancho finden
      Benutzer Bild
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  • Clife 10.01.2019 19:01
    Highlight Highlight Wenn der Uli sagt, die Kassen sind gefüllt, dann krieg ich eine Gänsehaut. Brrrrrr wieviel Geld er wohl wieder versteckt?

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