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ARCHIVBILD ZUM AUFGEBOT FUER DIE NATIONALMANNSCHAFT VON ALBIAN AJETI --- Basel's Albian Ajeti reacts during the UEFA Europa League play-off first leg match between Switzerland's FC Basel 1893 and Cyprus' Apollon Limassol FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Thursday, August 23, 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Falls der FCB nicht weiterkommt, muss Albian Ajeti vielleicht zu Geld gemacht werden. Bild: KEYSTONE

Siegen oder Spieler verkaufen – für den FCB steht gegen PSV «sehr viel auf dem Spiel»

Rächen sich die späten Gegentore vom Hinspiel oder zahlt sich der Personal-Poker vom Samstag aus? Im Rückspiel der Qualifikation zur Champions League muss der FC Basel gegen Eindhoven liefern. Er trägt einen Fallschirm, kämpft aber gegen die bösen Geister von 2018.



Marcel Koller riskierte viel am Wochenende. Gleich auf sieben Positionen stellte der FCB-Trainer seine Mannschaft gegen St.Gallen nach dem 2:3 im Hinspiel in Eindhoven um. Auf Captain Valentin Stocker, der leichte Beschwerden im Fuss spürte, Silvan Widmer und Eder Balanta verzichtete er ganz.

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Die Highlights der Partie Basel gegen St.Gallen. Video: YouTube/SRF Sport

Fürs erste ging der Poker nicht auf. Basel verlor zuhause 1:2 und steht vor dem Rückspiel gegen Eindhoven von heute Dienstag (20.00 Uhr im St.-Jakob-Park, live auf Teleclub Zoom) ähnlich wie zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr mit dem Rücken zur Wand. «Ich nehme diese Niederlage auf meine Kappe», sagte Koller, erstaunt über das augenscheinlich grosse Gefälle in seinen Reihen und die Hektik der Jungen auf dem Platz.

Erinnerungen an 2018

Dass Koller alles auf die Karte Eindhoven setzte, hat einen Grund. Dem FCB droht ein ähnliches Szenario wie 2018, als der Klub einen Fehlstart in die Meisterschaft verzeichnete und auf europäischer Ebene in beiden Qualifikationen das Nachsehen hatte, zuerst gegen PAOK Saloniki, dann gegen Apollon Limassol. Raphael Wicky überstand die Turbulenzen nicht. Nach dem Aus gegen Saloniki am Tor zur Champions League wurde er entlassen. Koller übernahm, konnte das Scheitern in der Europa-League-Qualifikation mit der komplett verunsicherten Mannschaft aber nicht verhindern.

Basel's head coach Marcel Koller speaks during a press conference the day before the UEFA Champions League second qualifying round second leg match between Switzerland's FC Basel 1893 and Netherland's PSV Eindhoven in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Monay, July 29, 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Für FCB-Trainer Marcel Koller geht es in der CL-Quali gegen Eindhoven um sehr viel. Bild: KEYSTONE

Zwölf Monate später kämpft der FCB gegen die bösen Geister des letzten Jahres an. Wieder ist die Europacup-Teilnahme in Gefahr, wieder verlor er in der Meisterschaft in dieser Phase zuhause gegen St. Gallen 1:2. «Für den Klub steht sehr viel auf dem Spiel», ist sich Captain Stocker bewusst. Dass Koller seine Aufstellung wieder zurück rotieren wird, ist klar. Im Training beobachtete der Trainer «eine gesunde Anspannung».

Immerhin hängt der FCB im Moment noch an einem doppelten Fallschirm: Verpasst er den fürs Weiterkommen benötigten Heimsieg gegen Eindhoven, geht es in der Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League weiter. Sturm Graz oder FK Haugesund aus Norwegen hiesse dort der Gegner. «Das Ausscheiden gegen Eindhoven wäre ein Dämpfer, aber kein Desaster», sagt Stocker.

Verwundbares Eindhoven

Mit diesem Szenario beschäftigen sich die Basler im Moment noch nicht. Trotz der späten Gegentore zum 2:3 im Hinspiel sind die Chancen auf ein Weiterkommen intakt. Ein 1:0 oder 2:1 würde reichen, um in die nächste Qualifikationsrunde (gegen LASK Linz) einzuziehen und so mindestens die Teilnahme an der Europa League zu sichern.

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Die wichtigsten Szenen aus dem Hinspiel. Video: YouTube/SRF Sport

Dies ist auch in finanzieller Hinsicht wichtig, sind doch Einnahmen aus dem Europacup fix ins Budget eingerechnet. Im Fall des Misserfolgs müsste der FCB auf seinem Sparkurs auch Spieler verkaufen, die er nur ungern bereits jetzt ziehen liesse – Albian Ajeti zum Beispiel. Ihn nannte Sportchef Ruedi Zbinden am Sonntag auf Teleclub als möglichen Abgang.

Dass Eindhoven im Zuge einiger gewichtiger Abgänge ebenfalls noch auf Formsuche ist, bestätigte das Wochenende. Im niederländischen Supercup unterlag Eindhoven gegen den Doublegewinner Ajax klar. Nach 36 Sekunden stand es 0:1 und am Ende 0:2. Dazu schied mit Sam Lammers der 2:2-Torschütze des Basel-Hinspiels verletzt aus.

«Gegen Basel müssen wir wie echte Männer auftreten – nicht wie gegen Ajax», forderte Eindhovens Nationalverteidiger Denzel Dumfries nach der Niederlage. «Dass es ein hartes Spiel wird, ist uns bewusst. Der FCB ist eine reife Mannschaft.» Es liegt an den Baslern zu beweisen, dass sie reif genug sind, um das verwundbare Eindhoven dieses Mal ganz zu packen. (pre/sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Laborchef Dr. Klenk 30.07.2019 08:24
    Highlight Highlight Das Traurige an der Geschichte: Der FCB wäre als Cupsieger mit einem schlechteren Tabellenrang direkt für die Europa League qualifiziert. Diese ist zwar finanziell nicht so attraktiv, sportlich aber der sinnvollere Wettbewerb für ein CH-Team. "Dank" der (kleinen) Chance auf eine CL-Qualifikation ist nun sogar die Europa League-Teilnahme in Gefahr. Diese Priorisierung zeigt, wie falsch der europäische Fussball geregelt ist.
  • why_so_serious 30.07.2019 08:03
    Highlight Highlight Goodbye FC Basel...
  • Gasosio 30.07.2019 07:57
    Highlight Highlight Für die Schweizer Nati wäre es sowieso am Besten wenn Ajeti wechseln würde. In der Schweizer Liga kann er sich nicht mehr gross verbessern.
  • Nelson Muntz 30.07.2019 07:36
    Highlight Highlight Das Spiel, welches den FCB zum mittelmässigen Verein werden lassen könnte.
    • Asmodeus 30.07.2019 08:30
      Highlight Highlight Dafür brauchts kein Spiel.

      Dafür brauchte es nur Burgener und Streller.
    • sottosopra 30.07.2019 08:58
      Highlight Highlight Von Uefa-Klub-Rang 30 auf 60 runter? YB-Niveau also? Soweit ist man hoffentlich noch nicht
    • Nelson Muntz 30.07.2019 10:26
      Highlight Highlight Bin weder FCB noch YB Fan, aber es wäre fatal für den CH Fussball, wenn Basel auf das Niveau von Luzern oder Zürich fällt. Der Nachwuchs ist jetzt schon meilenweit hinter der aktuellen A Nati Generation. Zeiten wie in den 70ern und 80ern oder im Loch zwischen King Roy und Köbi wären wohl die Folge.

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