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Olympiakos' Pajtim Kasami (C) celebrates with his teammate Roberto after their victory against Dinamo Zagreb in their Champions League group F soccer match at the Karaiskakis stadium in Piraeus, Greece, November 4, 2015.   REUTERS/Alkis Konstantinidis

Pajtim Kasami wird bei Olympiakos Piräus auf Händen getragen.
Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

Kasami vor dem CL-Gipfel in München: «Bayern ist die beste Mannschaft der Welt, besser noch als Barça oder Real»

Für sein 30. Europacup-Spiel erhält Olympiakos-Piräus-Jungstar Pajtim Kasami heute die perfekte Bühne: Die Münchner Allianz-Arena, Schauplatz des Champions-League-Gipfeltreffens gegen Bayern München.



Es geht ihm gut in Piräus. In der vierten Liga innerhalb von vier Jahren hat Pajtim Kasami Fuss gefasst. Im Team von Olympiakos ist er unbestritten. Er spricht vor der Partie gegen den FC Bayern München von «der besten Phase und grössten Chance meiner Karriere» und denkt dabei an die mögliche Qualifikation für die Achtelfinals.

Von der blinden Zerstörungswut der Hooligans, mit der griechische Vereine immer wieder konfrontiert werden, lässt sich Kasami nicht vereinnahmen. Aber sprechen mag er über den jüngsten Gewaltexzess vor dem abgesagten Derby gegen Panathinaikos Athen nicht. Die ungemütlichen Stunden im Apostolos-Nikolaidis-Stadion blendet der 23-jährige Schweizer vor der speziellen sportlichen Challenge in München aus.

epa05036372 Fans clash with riot police on the pitch before the Greek Super League soccer match between Panathinaikos Athens and Olympiakos Piraeus at Apostolos Nikolaidis Stadium in Athens, Greece, 21 November 2015. The match was suspended by the referee due to fan violence.  EPA/PANAGIOTIS MOSCHANDREOY

Das Athener Derby wird zum Schlachtfeld der Fan-Gruppen.
Bild: EPA/ANA-MPA

Nichts soll seine Vorfreude auf das Rendez-vous mit dem deutschen Rekordmeister schmälern. «Für mich ist das Spiel das Highlight des Jahres. Bayern ist die beste Mannschaft der Welt, besser noch als Barcelona oder Real Madrid», legt sich Kasami fest. Sie könnten ohne Druck antreten und hätten nichts zu verlieren. «Wir haben so oder so bis zum Heimspiel gegen Arsenal alles in den eigenen Händen.»

Die Münchner Kennzahlen vor eigenem Publikum sind den Piräus-Vertretern bekannt: neun Heimsiege auf nationaler und europäischer Ebene, 38:4 Treffer. Kasami hat nicht vor, in Ehrfurcht zu erstarren: «Wir sind trotzdem punktgleich und haben bis anhin einen richtig guten Fussball gespielt.» Und im Hinspiel (0:3), erinnert sich Kasami, hätten sich die Bayern bis zu Müllers kuriosem Tor ziemlich schwergetan.

epa04933753 Pajtim Kasami (R) of Olympiacos Piraeus in action against Robert Lewandowski (L) of Bayern Munich during the UEFA Champions League Group F soccer match between Olympiacos Piraeus and Bayern Munich at Karaiskaki stadium in Piraeus, Greece, 16 September 2015.  EPA/ALEXANDROS VLACHOS

Im Hinspiel unterlag Kasamis Team den Bayern mit 0:3.
Bild: EPA/ANA-MPA

Olympiakos dominiert im eigenen Land im ähnlichen Ausmass wie der Bundesliga-Gigant. Kasamis Verein ist nahezu konkurrenzlos. Nach zehn Spieltagen ist die Bilanz des 42-fachen Titelträgers makellos. Ein Sieg fehlt noch zur Startbestmarke von 1966.

Lernen von einem ganz Grossen

Kasamis Rolle im defensiven Mittelfeld ist wichtig und wird geschätzt. An der Seite des argentinischen Altmeisters Esteban Cambiasso (35) strukturiert und treibt der Zürcher an. Seinen erfahrenen Partner Cambiasso lobt er in den höchsten Tönen: «Seine Aura ist beeindruckend. Von ihm kann ich enorm profitieren.» Der Einfluss der früheren Ikone von Inter Mailand – während seines zehnjährigen Engagements in Mailand gewann der Gaucho jeden wichtigen Klub-Titel – sei gross und wichtig, sagt Kasami.

PIRAEUS, GREECE - SEPTEMBER 16: Thiago Alcantara (L) of Muenchen is challenged by Esteban Cambiasso of Olympiacos during the UEFA Champions League Group F match between Olympiacos FC and FC Bayern Muenchen at Karaiskakis Stadium on September 16, 2015 in Piraeus, Greece.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Esteban Cambiasso ist bei Olympiakos der Antreiber – auf und neben dem Platz.
Bild: Bongarts

Vom Schweizer Nationalspieler selber sind keine ausufernden Analysen des persönlichen Beitrags zur Hausse von Piräus zu hören: «Ich spreche mit meinen Leistungen.» Und wenn er nicht auf dem Platz steht, unterhält sich Kasami am liebsten mit Christian Karembeu, dem französischen Ex-Weltmeister. Das Wort des strategischen Beraters von Olympiakos gewichtet Kasami hoch. (pre/si)

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