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Zürich kriegt von Luzern auf die Kappe – Basel trotz Fehlstart in Lugano weiterhin mit weisser Weste 

Super League, 6. Runde
Lugano – Basel 1:3
Zürich – Luzern 2:5
Mohamed Elneny bejubelt seinen Führungstreffer in Lugano.
Mohamed Elneny bejubelt seinen Führungstreffer in Lugano.Bild: Daniela Frutiger/feshfocus

Zürich kriegt von Luzern auf die Kappe – Basel trotz Fehlstart in Lugano weiterhin mit weisser Weste 

Der FC Basel kommt in Lugano in der 6. Runde zum sechsten Sieg. Der Meister gewinnt im Tessin trotz frühem Rückstand 3:1. Der FCZ bleibt auch nach der Entlassung von Urs Meier erfolglos, gegen Luzern gibt es zuhause eine 2:5-Schlappe.
22.08.2015, 19:4122.08.2015, 22:08

Die erste Halbzeit endete 0:0. Es war langweilig im Letzigrund. Doch danach wurden die Zuschauer mit sieben Toren entschädigt, einem spektakulären Spielverlauf, zwei Penaltytoren für die Gäste und einem FC Zürich, der in Unterzahl zum 2:2 ausglich, dann aber in den letzten fünf Minuten doch noch 2:5 verlor. 

Es begann so schön: Der FCZ ging durch Christian Schneuwly in Führung.
Es begann so schön: Der FCZ ging durch Christian Schneuwly in Führung.Bild: KEYSTONE

Zunächst brachte Christian Schneuwly den FCZ nach einem schönen Zuspiel von Philippe Koch in Führung (49.). Lange konnten sich die Einheimischen nicht über die Führung freuen: Acht Minuten später sorgte Jakob Jantscher mit seinem dritten Saisontor für den Ausgleich, nachdem die Zürcher zweimal ein womöglich entscheidendes zweites Tor verpasst hatten. 

Verrückt verliefen die letzten 20 Minuten. Burim Kukeli lenkte nach einem Luzerner Corner den Ball auf der Torlinie mit der Hand ab und sah dafür die Rote Karte. Dario Lezcano verwertete den Penalty zur Luzerner Führung. Doch das war noch nicht die Entscheidung, denn völlig unerwartet traf FCZ-Stürmer Armando Sadiku mit dem Kopf nach einem Freistoss zum 2:2 (84.). 

Dario Lezcano erzielt einen Hattrick, zwei Mal trifft er vom Penaltypunkt.
Dario Lezcano erzielt einen Hattrick, zwei Mal trifft er vom Penaltypunkt.Bild: freshfocus

Sollte der FCZ immerhin die zweite Heimniederlage im dritten Spiel im Letzigrund abwenden können? Nein! Denn Luzern traf in Überzahl noch dreimal. Unmittelbar nach dem 2:2 verschuldete FCZ-Keeper Brecher einen zweiten Penalty – wieder war Lezcano erfolgreich. Kryeziu und Hyka schossen in der 89. beziehungsweise 94. Minute nach Kontern die FCL-Tore 4 und 5. 

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Damit bleibt der FCZ zuhause ohne Sieg. Die Mannschaft, die schon im vergangenen Frühjahr nur ein einziges Heimspiel in der Super League gewonnen hatte, holte aus drei Spielen im Letzigrund nur einen Punkt und kassierte neun Gegentore. Nun ist sie auf Platz 8 abgerutscht. Interims-Trainer Massimo Rizzo, der am 31. August vom neuen Coach Sami Hyypiä abgelöst wird, verlor im dritten Meisterschaftsspiel mit dem FCZ zum zweiten Mal.

Der FC Luzern dagegen kann sich etwas nach oben orientieren. Nach dem zweiten Auswärtssieg sind die Innerschweizer auf Platz 4 klassiert.

Basel mit 6. Sieg im 6. Spiel

Immerhin das spielerische Highlight konnte Aufsteiger Lugano für sich verbuchen. Nach einem sehenswerten Doppelpass und dem Absatzkick von Jonathan Rossini traf der ausgeliehene Milan-Nachwuchsspieler Mario Piccinocchi schon in der 9. Minute zum 1:0. 

Lugano mit Trainer Zdenek Zeman verliert trotz früher Führung gegen eine B-Mannschaft von Basel.
Lugano mit Trainer Zdenek Zeman verliert trotz früher Führung gegen eine B-Mannschaft von Basel.Bild: Daniela Frutiger/feshfocus

Die Freude beim Aufsteiger hielt jedoch nur wenige Sekunden an. Schon in der 11. Minute gelang Davide Callà mittels Foulpenalty der Ausgleich. Luganos Torhüter Francesco Russo war gegen Basels Stürmer Albian Ajeti einen Schritt zu spät gekommen. Noch vor der Pause brachte Mittelfeldspieler Mohamed Elneny die Basler in Führung (42.), in der 48. Minute war Callà nach einem Dribbling zum zweiten Mal erfolgreich. Damit war die Partie entschieden. 

Basels Trainer Urs Fischer änderte sein Team im Vergleich zum Spiel in den Champions-League-Playoffs vom letzten Mittwoch gegen Maccabi Tel Aviv auf sieben Positionen. Die Basler Siegesserie in der Super League war dennoch nicht in Gefahr. Neben Doppeltorschütze Callà konnte sich auch der 18-jährige Ajeti empfehlen. Der Stürmer holte den Penalty zum 1:1 heraus und gab zum 2:1 den Assist. (si) 

Die Telegramme

Lugano - Basel 1:3 (1:2) 
6224 Zuschauer, SR Schärer
Tore: 9. Piccinocchi (Rossini) 1:0. 11. Callà (Foulpenalty) 1:1. 42. Elneny (Alban Ajeti) 1:2. 48. Callà 1:3.
Lugano: Russo; Veseli, Datkovic, Urbano, Markaj; Piccinocchi; Sabbatini, Rey; Tosetti (57. Tosetti), Rossini (68. Josipovic, 80. Lombardi), Bottani
Basel: Vaclik; Degen, Högh, Suchy, Traoré; Elneny, Xhaka; Callà, Kakitani (69. Zuffi), Boëtius (92. Bjarnason); Albian Ajeti (81. Gashi)
Bemerkungen: Lugano ohne Valentini (nicht spielberechtigt) und Donis (rekonvaleszent/Einsatz in U21). Der eingewechselte Josipovic schied verletzt aus. Basel ohne Delgado, Ivanov, Janko und Kuzmanovic (alle verletzt). Verwarnungen: 35. Urbano (Reklamieren), 48. Sabbatini (Reklamieren), 62. Boëtius (Unsportlichkeit), 73. Degen (Foul). 

Zürich - Luzern 2:5 (0:0)
7621 Zuschauer, SR Klossner
Tore: 50. Christian Schneuwly (Philippe Koch) 1:0. 57. Jantscher 1:1. 72. Lezcano (Handspenalty) 1:2. 83. Sadiku (Grgic) 2:2. 86. Lezcano (Foulpenalty) 2:3. 89. Kryeziu (Hyka) 2:4. 94. Lezcano (Schachten) 2:5.
Zürich: Brecher; Philippe Koch, Nef, Kukeli, Djimsiti; Grgic, Cabral; Christian Schneuwly (76. Simonjan), Buff (73. Gavranovic), Bua; Etoundi (81. Sadiku). Luzern: Zibung; Thiesson, Affolter, Puljic, Lustenberger; Fandrich (66. Hyka), Freuler, Kryeziu, Jantscher (90. Schachten); Lezcano; Marco Schneuwly (88. Basha).
Bemerkungen: Zürich ohne Chermiti (gesperrt), Chiumiento, Kleiber, Alesevic, Schönbächler und Vinicius und Yapi. Luzern ohne Rogulj und Sarr (beide verletzt). Rote Karte: 72. Kukeli (Hands auf der Torlinie). Verwarnungen: 23. Philippe Koch (Foul), 28. Jantscher (Foul), 40. Djimsiti (Foul), 45. Puljic (Foul), 83. Kryziu (Foul). (si) 

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