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Los Angeles Kings' Jake Muzzin (6) collides with Pittsburgh Penguins' Sidney Crosby (87) in the second period of an NHL hockey game in Pittsburgh, Thursday, March 27, 2014. The Kings won 3-2. (AP Photo/Gene J. Puskar)

Jake Muzzin von den LA Kings stürzt über Pittsburgh-Superstar Sidney Crosby. Bild: AP

Ex-NLA-Spieler gehört dazu

Neun Hockeystars verklagen die NHL, weil ihnen auch nach Jahren noch der Schädel brummt

Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Depressionen: Weil sie noch immer unter den Folgen von Kopfverletzungen leiden, haben neun frühere Eishockeyspieler die nordamerikanische Profiliga NHL verklagt. Die Verantwortlichen hätten sie zu wenig geschützt.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL droht erneut Ärger. Nachdem bereits im November zehn ehemalige Spieler eine Klage gegen den Verband angestrengt hatten, haben nun neun weitere Ex-Profis juristische Schritte eingeleitet. Inhalt der Klage ist der Vorwurf, die NHL habe nicht genug unternommen, um die Spieler vor Gehirnerschütterungen zu schützen und sie über deren Risiken aufzuklären.

Die Kläger unterstellen der NHL, im Gegensatz zu den europäischen Ligen «ein extrem körperliches Spiel bewusst zu fördern». Die NHL hatte zwar 2011 Massnahmen ergriffen und bewusste Kopftreffer mit höheren Strafen geahndet. Diese Massnahmen zeigten jedoch zu wenig Wirkung und seien zu spät eingeleitet worden, um ihnen zu helfen.

Pittsburgh Penguins' Dan Lacouture, left, brings the puck around Washington Capitals goalie Olaf Kolzig, right, just before scoring during the second period in Pittsburgh, Sunday, March 24, 2002. (AP Photo/Keith Srakocic)

Dan LaCouture in einem Spiel gegen die Washington Capitals.  Bild: AP

Zu den neun Ex-Spielern gehört Dan LaCouture, der zwischen 1998 und 2009 348 NHL-Spiele für Edmonton und Pittsburgh bestritten hat und auch in Davos und Lugano beschäftigt war. Nach eigenen Aussagen leidet der 36-Jährige heute noch unter schweren Kopfschmerzen, Reizbarkeit, extremer Lichtempfindlichkeit und Depressionen. 

Ein Problem für die Kläger könnte es sein, dass ihre Klageschrift angeblich extrem fehlerhaft sein soll. So werde behauptet, die noch lebende Eishockey-Ledgende Gordie Howe sei 2009 an einer degenerativen Gehirnerkrankung gestorben. Tatsächlich starb Howes Gattin an einer derartigen Krankheit. Auch der Name von Pittsburgh-Penguins-Star Sidney Crosby soll falsch geschrieben worden («Sydney») sein.

In this April 15, 1953, photo, Detroit Red Wings' star Gordie Howe, right, marches down the aisle with his new bride Colleen in Detroit. Colleen Howe, the wife of hockey great Gordie Howe and one of the first female sports agents, died Friday, March 6, 2009. She was 76. (AP Photo/Preston Stroup)

1953: Gordie Howe, der Star der Detroit Red Wings mit seiner neuen Frau Colleen.  Bild: AP

Im Spätsommer 2013 hatte die National Football League (NFL) umgerechnet rund 694 Millionen Franken an über 4500 ehemalige Spieler bezahlen müssen, die ebenfalls aufgrund mangelnder Aufklärung und Schutz gegen Verletzungen geklagt hatten. (psk/sid)



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