Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Alan Rolston Ron Rutland The longest Hole Mongolei

In 82 Tagen wollen sich Adam Rolston und Ron Rutland durch die unendlichen Weiten der Mongolei golfen. bild: thelongesthole.com

Kein Witz: Diese zwei verrückten Abenteurer golfen sich gerade 82 Tage durch die Mongolei

Man muss es zweimal lesen, um es zu glauben. Mindestens. Golfer Adam Rolston und sein Caddie Ron Rutland golfen sich gerade 1850 Kilometer durch die Mongolei. 



So war das überhaupt nicht geplant. Adam Rolston reiste mit seinem Rugby-Team aus Hong Kong nach Kenia. Dort hielt Ron Rutland einen Vortrag über sein Abenteuer, als er mit dem Velo von Kapstadt durch jedes afrikanische Land an die Rugby-WM nach England radelte. 

Doch während dem Vortrag kam ihm die Idee. Er sprach Rutland danach an und sagte, dass er ein passionierter Golfer sei und gerne mal ein Abenteuer erleben würde. Es traf sich zeitlich gut: Sein Vertrag als Rugbyspieler endete und er wollte vor dem Wechsel ins «normale» Berufsleben noch etwas Spezielles leisten. Rolston ist ein Scratch Golfer, also einer, der einen 18-Loch-Golfplatz normalerweise mit Par bewältigt.

abspielen

Trailer zum Projekt «The longest hole». Video: streamable

Die beiden sassen danach zusammen und diskutierten. Es ist nicht überliefert, wie viel Alkohol floss. Aber am Ende hatten der 28-jährige Rugbyspieler aus Nordirland und der 42-jährige Abenteurer aus Südafrika ein Abenteuer zusammengeschustert: Warum nicht golfend durch die Mongolei? 1850 Kilometer. Das entspricht etwa der Strecke von Zürich nach Porto. 14'000 Schläge würden dafür ungefähr nötig sein. «The longest hole», nannten sie ihr Projekt.

The longest hole – das Projekt

Golfer Adam Rolston (28) und Caddie Ron Rutland (42) wollen in 82 Tagen in der Mongolei 1850 Kilometer golfend zurücklegen. Mitverfolgen kann man das verrückte Projekt auf der offiziellen Website, Facebook, Twitter und Instagram.

Warum in der Mongolei? «Wir kamen auf die Idee, das längste Loch der Welt zu spielen und suchten uns ein Land, das wir für flach und weitläufig hielten», erklärt Rutland. «Die Mongolei schien uns perfekt.» Das war Ende 2016. Am 28. Juni legten die beiden im westlichsten Punkt des Landes, im Base Camp des 4356 Meter hohen Chüiten-Gipfels, los. 

The longest Hole Ron Rutland Alan Rolston

Die Strecke vom westlichsten Punkt der Mongolei bis nach Ulan Bator. bild. thelongesthole.com

Ziel ist der Mount-Bogd-Golfklub östlich der Hauptstadt Ulan Bator. Dort liegt der einzige 18-Loch-Golfplatz des Landes. «Die Mongolen lieben Golf, sie wissen es nur noch nicht», scherzt Rolston. Die Einheimischen interessieren sich jeweils sehr, wenn die beiden vorbeikommen und versuchen sich gerne mit einem Schlag.

The longest hole – in 82 Tagen golfend durch die Mongolei

Doch nur zum Spass soll das Abenteuer nicht sein. Neben dem Guinness-Buch-Eintrag versuchen die zwei 100'000 Dollar für die «Laureus Sport for Good»-Stiftung zu sammeln. Wichtig sei ihnen dabei nach den Regeln zu spielen. Ein Ball wird also nicht einfach versetzt oder die Suche zu schnell aufgegeben, zudem notieren die beiden jeden Schlag genau. Aktuell sind es fast 9000, bis am Ende sollen es 14'000 sein. Bisher läuft es gut. Heute sind 52 der 82 geplanten Tage durch, über 1000 Kilometer sind zurückgelegt.

Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: Rolston golft, Rutland ist der Caddie. Während Adam 160 bis 180 Schläge täglich macht und dabei im Schnitt rund 130 Meter pro Schlag überbrücken sollte, schleppt Rutland das Gepäck von rund 100 Kilogramm. Fast ein Drittel machen dabei die ca. 400 Ersatzbälle aus. Bis zum heutigen Tag haben die beiden erst rund 80 Bälle verloren, das sollte also reichen. Und ein Putter ist auch dabei. «Den nehmen wir mit, um am Ende auf dem 18-Loch-Golfkurs einzulochen. Das muss schon sein», lacht Rolston.

abspielen

Gar nicht so leicht, einen 100 Kilogramm schweren Anhänger über abfallendes Gelände zu ziehen ... Video: streamable

Im September soll es so weit sein. Bis dahin werden sie noch einige Schwierigkeiten überwinden müssen. Vor allem zu schaffen macht das Wetter. Zu Beginn war es kalt, teilweise eisig und Schnee lag, dann ging es durch die Wüste Gobi und meist herrschen um die 40 Grad. «Wir fangen daher früh an und versuchen unser Tagespensum so früh wie möglich absolviert zu haben.»

The longest Hole Ron Rutland Alan Rolston

Eine wichtige Regel lautet: Vermeide Schnee. Das war zum Start nicht immer einfach.  bild: thelongesthole.com

Geschlafen wird in Zelten, Essen muss laufend besorgt werden. Das stellt vor allem für Rutland eine Herausforderung dar: Er ist Veganer. «Das ist nicht einfach in einem Land, in dem sehr viel Fleisch gegessen wird. Ich ernähre mich praktisch von Pasta, Reis und Bohnen», meint er dazu und ergänzt, «es hängt mir zwar schon zum Hals raus, aber ich halte das schon durch.»

Golfend durch die Mongolei? Da hätte unsere Andrea weniger Freude. Sie mag keinen Wind und der kann dort kalt wehen:

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

Auch noch schöne Bilder: 25 historische Bilder, die dir den Atem rauben

Das könnte dich auch interessieren:

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Wie IIHF-Boss Fasel darum kämpft, unsere Eisfelder auf NHL-Masse zu stutzen

Die WM- und Olympia-Turniere schon ab 2022 auf den NHL-Eisfeldern – das ist René Fasels letztes Meisterstück. Es geht um vier Meter, die die internationale Eishockeywelt aufwühlen.

Beim Kongress in Bratislava werden die WM-Turniere für 2023, 2024 und 2025 nach Russland, Tschechien und Schweden vergeben. René Fasel (69), der Präsident des internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) sagt: «Die Auflage wird sein, dass wir auf NHL-Eisfeldern spielen. Bereits bei der WM 2022 in Finnland und beim Olympischen Turnier im gleichen Jahr in Peking werden die Spielfelder NHL-Masse haben.» Die Umstellung betreffe auch die U20- und U18-WM.

Dabei geht es um vier Meter. Die Eisfelder in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel