Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das steckt hinter diesem Bild von sich küssenden Wasserballern



Frankreichs führende Sportzeitung «L'Equipe» produziert für seine Samstags-Ausgabe jeweils ein separates Magazin. Morgen ist dieses ganz dem Thema «Homosexualität im Sport» gewidmet. Das ist das Cover:

Zwei bärtige Wasserballer, die sich küssen – das provoziert auch im Jahr 2019 noch und ruft Reaktionen hervor. So will etwa dieser Wutbürger umgehend sein Abonnement kündigen, was die «L'Equipe»-Macher eiskalt kontern:

Die Herausgeber des Hefts werden durch solche Reaktionen darin bestätigt, was sie im Editorial schreiben: dass es nach wie vor zu homophoben Beleidigungen komme. «Die Welt des Sports hat Mühe damit, dieses Tabu zu brechen. Aber die Akteure mobilisieren sich, um das Thema voranzubringen.» Ihnen will man eine Plattform bieten.

Erzählt wird unter anderem die Geschichte von Justin Fashanu. Der Engländer war 1990 der erste Profifussballer, der den Mut hatte, sich als schwul zu outen – und sich später nach Jahren der Anfeindungen das Leben nahm.

Zu Wort kommen auch Sportler, die glauben, dass ihre sexuelle Orientierung eine grosse Karriere verhindert hat. Es geht um schwulenfeindliche Gesänge in französischen Stadien oder darum, dass es homosexuelle Sportler in Brasilien noch schwerer haben, seit der umstrittene Präsident Jair Bolsonaro im Land das Sagen hat.

Das Titelbild der Wasserballer entstand an einem Turnier in Amsterdam. Dort spielten die Vorbilder eines Films, der nun in die Kinos kommt. «Eine Ode an Sport, Wohlwollen und Nagellack», formuliert das «L'Equipe Magazine».

abspielen

Trailer: «Les Crevettes Pailletées». Video: YouTube/FilmsActu

In der französischen Komödie gibt ein bekannter Schwimmer in einem Interview einen homophoben Kommentar ab. Zur Wiedergutmachung muss er ein Team schwuler Wasserballer auf dem Weg an die «Gay Games» betreuen, den Olympischen Spielen der Homosexuellen. «Les Crevettes Pailletées» wird auch demnächst am schwullesbischen Filmfestival «Pink Apple» in Zürich und Frauenfeld gezeigt. (ram)

Homophobe Celebritys, die selber schwul sind

Hat die Schweiz ein Homophobie-Problem?

Play Icon

Homosexualität

Achtung! Lesben verdienen 33 Prozent mehr als andere Frauen

Link zum Artikel

15 Gründe, warum du als schwuler Mann besser dran bist (Gründe 8 und 10 interessieren auch die Frauen)

Link zum Artikel

Die zehn genialsten Gay-Kampagnen – auf Platz 10 ist auch die Schweiz vertreten

Link zum Artikel

Pech im Spiel, Glück in der Liebe: Brasilianische Rugby-Spielerin erhält von Freundin Heiratsantrag

Link zum Artikel

Adoption? Leihmutterschaft? Der lange Weg von Ron und Micha zu ihrem Väterglück

Link zum Artikel

Diese beiden hübschen Zwillinge sind schwul. Und das eröffnen sie jetzt ihrem Vater. Es ist herzzerreissend

Link zum Artikel

Diese acht (schwulen) Schauspieler machen in der Traumfabrik auf Hetero

Link zum Artikel

Papa ist super. Und Papa auch.

Link zum Artikel

Wie süss ist das denn! Wien bringt sich mit homosexuellen Ampeln in ESC-Stimmung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Diese Diskussion wurde geschlossen.
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Aliminator 03.05.2019 13:22
    Highlight Highlight Unglaublich, dass das immer noch ein Thema ist... Ob Herero oder Homo, sexuelle Ausrichtungen sind absolut gleichwertig und mir auch gleichgültig. Der CH Gesetzgeber hinkt hier wie so oft weit hinterher. Aber das ist keine Entschuldigung für eine diskriminierende, asoziale Haltung.
  • Ralph Moses 03.05.2019 11:50
    Highlight Highlight Wenn ich vor einer Woche auf einen Post auf Facebook über die Homoehe von jemandem geschrieben bekomme, Adolf hätte das verhindert, dann wundert mich die Reaktion auf ein solches Bild nicht wirklich. Wir sind weiter, als vor 30 Jahren, aber noch lange nicht am Ziel!
  • Amazing Horse 03.05.2019 10:33
    Highlight Highlight Der Dude, der deswegen das Abo künden will, nennt sich "Buddylove"? 🤔
  • Schso 03.05.2019 10:11
    Highlight Highlight "Zwei bärtige Wasserballer, die sich küssen – das provoziert auch im Jahr 2019 noch und ruft Reaktionen hervor."

    Auch im Jahr 2019 dürften die zwei bärtigen Wasserballer in der Schweiz nicht heiraten.
  • Ale Ice 03.05.2019 09:29
    Highlight Highlight "Zwei bärtige Wasserballer, die sich küssen – das provoziert auch im Jahr 2019 noch und ruft Reaktionen hervor."

    Natürlich!
    Denn die Normalität von Homosexualität steht nach wie vor zur Debatte.

    Und in Ländern wie der Schweiz wird es noch lange dauern, bis diese Tatsache akzeptiert werden kann.

    Solange Selbstverständlichkeiten nicht selbstverständlich sein dürfen, weil ihnen Plattformen für Hinterfragungen geboten werden, weil sie nicht vollumfänglich gleichgestellt sind, wird es auch Reaktionen und Anfeindung geben.

So hat sich Mike Pence seinen Besuch in Island wohl nicht vorgestellt 🌈🌈

Mike Pence, der Vizepräsident der USA und bekennender Gegner von allem, was mit Homosexualität zu tun hat, hat Island besucht. Dort wehte ihm ein farbiger Wind entgegen. Und ein Bürgermeister auf dem Velo.

Mike Pence ist nicht gerade das, was man einen Freund der LGBTQ-Bewegung nennt. Der ultra-konservative Republikaner und strenggläubige Christ ist schon mehrfach mit seiner Anti-Gay-Haltung aufgefallen. So unterzeichnete er 2015 ein Gesetz, das Ladenbetreibern im Bundesstaat Indiana die Möglichkeit gab, schwulen und lesbischen Leuten den Service zu verweigern. Doch lasst es euch von John Oliver erklären:

Genau dieser Pence, der mittlerweile Vizepräsident der USA ist, hat diese Woche Island …

Artikel lesen
Link zum Artikel