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Sport
Interview

Eishockey: Mit diesen Neuerungen will MySports das Hockey-TV revolutionieren

Teaser MySports-Story
Bald hängt der Schweizer Hockey-Fan vor dem Fernseher und schaut MySports.Bild: keystone, watson
Interview

Neues Studio, Analytics und Filme – so will MySports das Hockey-TV revolutionieren

Die Eishockey-Berichterstattung in der Schweiz revolutionieren – das hat sich der neue TV-Sender MySports zum Ziel gesetzt. Wie steht es um dieses Versprechen und welche Neuerungen erwarten die Zuschauer? Programmleiterin Steffi Buchli beantwortet diese Fragen. 
08.09.2017, 14:4109.09.2017, 08:34
Steffi Buchli ist das Zugpferd des neuen Sport-Senders
Steffi Buchli ist das Zugpferd des neuen Sport-SendersBild: mysports

Die UPC hat versprochen, die Eishockey-Berichterstattung zu revolutionieren. Halten Sie dieses Versprechen? 
Dieser Plan besteht nach wie vor. Am Ende wird es zwar immer noch um Eishockey gehen. Aber die Tonalität unserer Sendungen wird anders sein, die Tiefe und Gründlichkeit, mit der wir das Thema behandeln, wird einzigartig sein und wir werden neue Elemente in die Berichterstattung bringen.

Wie unterscheiden sich Ihre Übertragungen von jenen von Teleclub oder SRF?
Teleclub hat im Eishockey einen guten Job gemacht. Nicht zuletzt deshalb ist Reto Müller nun in unserem Moderationsteam und Stephan Liniger der Chefredakteur der Deutschschweizer Redaktion von MySports. Die beiden sind Top-Transfers für uns. Zur Unterscheidung – wir sind das so angegangen: Wir haben uns dazu gezwungen, alle gängigen «Gewohnheiten» beim Herstellen von Übertragungen und Sendungen zu hinterfragen. Machen wir das einfach, weil es immer so war, oder ist das die beste Lösung? Dieser Prozess führt zu spannenden, neuen Elementen.

Welche technischen Neuerungen können die Zuschauer erwarten?
Wir werden mit einem tollen Analyse-Tool arbeiten, das uns viele Spielmöglichkeiten bietet. In unserem Studio steht eine riesige LED-Wall, die keine Wünsche offen lässt. Die einzige Challenge, die wir am Anfang haben werden, ist die Handhabe dieser neuen Gadgets. Da sind wir vielleicht am Anfang noch ein bisschen fehleranfällig. Aber das ist immer die Schattenseite von technischen Hilfsmitteln. Die letzten Übungsschritte kannst du nicht im stillen Kämmerchen machen, die machst du on-air. Diese Freiheit nehmen wir uns aber bewusst.

Welche programmspezifischen Neuerungen werden zu sehen sein?
Wir werden in der Aufbereitung von Statistiken einen Sprung in die Zukunft machen. Wir werden mit Analytics arbeiten, quasi Big-Data im Eishockey. Hochspannend, viele Clubs arbeiten schon mit diesen Zahlen. Ein Wunder, dass noch niemand darauf gekommen ist, diese Werte für Sportsendungen zu nutzen.

Diese Sendungsformate strahlt MySports aus
Holy Shift! – Der Hockey-Talk: Wöchentlicher Hockey-Talk mit den wichtigsten Themen aus den Schweizer Ligen und Highlights aus den internationalen Ligen. Jeden Freitag.

Puck'n'Goal – Hockey Live: Das Spiel ist der Star! Vor und nach den Hockey-Live-Übertragungen gibt es Studios mit Gästen und Experten.

Back Check – Die Highlight-Show: Die Highlight-Show beinhaltet Szenen aller Spiele inklusive Analysen und Interviews von und mit Eishockey-Experten. Die Sendung startet nach Spielende auf MySports 1 HD und wird um 23 Uhr auf dem Basissender MySports HD ausgestrahlt.

Wie sieht die Hintergrundberichterstattung von MySports aus?
Wir werden in regelmässigen Abständen Dokumentationen realisieren. Die erste ist im Kasten, «Der lange Sommer» heisst der Film. Ex-Spieler Riccardo Signorell hat diesen Film über das Sommertraining von drei Protagonisten aus drei Clubs für uns realisiert.

Was ist die einfachste Möglichkeit MySports zu empfangen?Kunde von UPC oder einem Distributionspartner sein, TV einschalten, Sender anwählen, voilà.

Wie sieht das Online-/Mobile-Angebot aus? Gibt es so etwas überhaupt?
Ja. Mit unserer App Horizon Go kann auch von unterwegs auf MySports zugegriffen werden.

Wer ist alles im deutschsprachigen Kommentatoren-Team und Moderatoren-Team?
Reto Müller, Stephan Liniger, Lars Nay und ich sind als Moderatoren am Start. Müller, Liniger und Nay sind ebenfalls Teil des Kommentatorenteams rund um Thomas Rottmeier. Herbert Zimmermann, Oliver Franzen und Andreas Hagmann komplettieren das Team. Zusammen mit einer Handvoll Freelancern werden sie die Stimmen von MySports sein.

Marc Arcobelle vom SC Bern, Gewinner des Hockey Award fuer den Regular Season MVP, spricht mit Moderator Reto Mueller, bei den Swiss Ice Hockey Awards am Freitag, 4. August 2017 in Bern. (KEYSTONE/Pet ...
MySports-Moderator Reto Müller interviewt Mark Arcobello an den Swiss Ice Hockey Awards.Bild: KEYSTONE

Und die Experten? 
Unser Ziel ist es, die besten Experten in der besten Zusammensetzung am Sender zu haben. Wir haben da eine tolle Gruppe beisammen. Eine Mischung aus bekannten Gesichtern und Neuentdeckungen. Es ist gut möglich, oder ich hoffe es, dass wir noch die eine oder andere Experten-Perle entdecken werden. Wichtig ist sicher auch die Stimmung, die wir in unserem Studio kreieren wollen. Die soll locker und gleichzeitig auch mal konfrontativ sein. Wir haben ein frontales Studio-Setting gewählt. Die Experten und der Moderator sitzen bei uns nicht schön gemütlich rund um ein Tischchen sondern frontal zur Kamera, wie man das aus Nordamerika kennt.

Le joueur biennois Andreas Haenni, gauche, lutte pour le puck avec le joueur fribourgeois Julien Sprunger, droite, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, entre l ...
Der vierfache Schweizer Meister Andres Hänni (links), kümmert sich bei MySports um die Advanced Stats.Bild: KEYSTONE

Wie zu vernehmen war, wird MySports auch auf Advanced Stats setzen. Wie kann man sich das vorstellen?
Wir werden die spannenden Werte, die Analytics ausspuckt, als Fernseh-Content aufbereiten. Zahlen verständlich zu vermitteln ist eine Herausforderung. Dieser stellen wir uns und wir schaffen so einen tollen Mehrwert. Denn klar ist: Die klassische Plus-Minus-Bilanz ist «alt» geworden – da muss man mehr liefern, um einen Hockeyfan zu begeistern.

SRF «Eishockey aktuell»
Ab der neuen Saison berichtet SRF mit dem Magazin «Eishockey aktuell» über alle Spiele und alle Tore einer Runde. Die Sendung wird während der Qualifikation an Werktagen mit vier oder mehr National-League-Spielen ausgestrahlt. Die Sendedauer soll jeweils 30 bis 40 Minuten betragen. Bei Wochenendrunden berichten «Sportaktuell» und «Sportpanorama» wie gewohnt über die Spiele im Schweizer Eishockey.

Fühlen Sie sich unter Druck gesetzt, jetzt da das SRF auch ein Eishockey-Magazin lanciert hat?
Nein, überhaupt nicht. Ich nehme einfach mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass man uns ernst nimmt. Wir konzentrieren uns im Moment voll auf unseren eigenen Sendestart.

Bei welchem Teil Ihres Produkts bei MySports verspüren Sie den grössten Stolz?
Wir sind noch nicht live, da fällt es mir schwer, auf bestimmte Teile unseres Produkts stolz zu sein. Was mich aber seit Beginn sehr glücklich macht, ist das ganze Team, das Tag und Nacht daran arbeitet, dass wir nach der Lancierung von MySports alle stolz sein können.

Video: watson

So spielen die National-League-Teams in der Saison 17/18

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50 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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BennyG
08.09.2017 15:20registriert September 2015
Und was sagt Frau Buchli zu den Eishockeyfans welche kein Kabelanschluss haben. Oder zu denen welche nicht gewollt sind bestehende Verträge ufzulösen um ihr lieblingteam sehen zu können?

Ich habe nichts gegen UPC und finde super wie unser Eishockey mehr Präsenz und Anerkennung erhaltet. Aber ich kann NHL Spiele problemlos hirzulande übers internet streamen. Aber mit unserer Liga geht das nicht. Nur weil sich UPC wie ein kleines Kind im Kindergarten benehmen muss.

Traurig für den schweizerischen Eishockey. Geschieht da nicht langsam was muss man sich über eine Stagnation der Liga wundern.
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EVZ_1967
08.09.2017 17:10registriert April 2017
Toll......
Neues Studio, Analytics und Filme – so will MySports das Hockey-TV revolutionieren
Toll......
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Sven Henscher
08.09.2017 15:06registriert Februar 2014
Das tönt alles sehr spannend. Statistiken wurden bisher wirklich masssiv vernachlässigt. Nach ein paar Monaten UPC-TV muss ich aber klar sagen: In Sachen Qualität und Bedienerfreudlichkeit bestehen mindestens 10 Jahre Rückstand zu Swisscom TV.
Jetzt hoffen wir auf gutes Hockey und dass sich UPC verbessern mag!
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