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bild: lia haubner/watson.de

Ein Verkäufer von gefälschten Trikots packt aus: So läuft es in der Produkt-Piraterie 

Dominik Sliskovic / watson.de



Eine Markthalle, irgendwo in Südosteuropa. Hier arbeitet Igor*. Stolz zeigt er seine beiden Stände, die er seit mehr als 12 Jahren betreibt. Die Auslage ist bis auf den letzten Quadratzentimeter gefüllt, an Stahlrohren hängt noch mehr Ware von Kleiderbügeln herunter, dahinter sitzt der Familienvater und lächelt zwischen einem halben Dutzend unausgepackter Kartons. Igor verkauft gefälschte Fussballtrikots – und sein Geschäft läuft exzellent.

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bild: Shutterstock

Fussballtrikots will sich jeder Fan gönnen, doch sie sind längst zum Luxusgut geworden

Für ein neues Original-Replica-Shirt zahlt der Anhänger zur Bundesliga-Saison 2018/2019 gut 90 Euro (in der Schweiz ab 100 Franken) im Handel – ohne Namensbeflockung, die für die meisten Fans noch dazu gehört.

Igor kann über diese Preise nur den Kopf schütteln:

«Keine Chance, dass ein Trikot für 90 Euro sein Geld wert ist. Du zahlst schlichtweg die Brand, die Marke.»

Igor

Bei ihm kosten Fussballtrikots gut 20 Euro, «Freundschaftspreise für Stammkunden und Mengenrabatt nicht einbegriffen», ergänzt er. Das Besondere an Igors Ware: Sie ist selbst für Kenner auf den ersten Blick nicht als Fälschung zu erkennen. 

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Dieses 20-Euro-Toni-Kroos-Deutschland-Trikot hat alle Details, die das 100-Euro-Original auch hat. bild: lia haubner/watson.de

Eingestickte Logos, gewebtes Vereinswappen, grafische Details, Grössentabelle samt Markennamen im Nacken – Igors Trikots haben fast alle Details, die ein Originalprodukt von Adidas, Puma und Co. auch hat. Erst auf den zweiten oder dritten Blick lassen sich vereinzelt schlampige Nähte finden. Nur das geringe Gewicht entlarvt Igors Trikots als Fälschung. 

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Igors Sommer-Bestseller: Das Heim-Trikot der WM-Überraschung Kroatien.  bild: lia haubner/watson.de

Es war ein langer Weg zu den Trikots, die Igor jetzt verkaufen kann:

«Zu Beginn meiner Tätigkeit war die Qualität der Ware schrecklich. Damals war alles recht simpel, das Material war furchtbar, von den Vereinswappen ganz abgesehen. Aber zu dieser Zeit gab es nichts anderes, also war es für mich okay. Ich brachte auch diese Trikots an den Mann, weil es nichts besseres auf dem Markt gab.»

Igor.

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Ein Shop in Side – die Trikots sind wohl nicht original. bild: shutterstock

Die Zeiten von «Real Madrit» und «adibas» seien vorbei, sagt er. Seit vier, fünf Jahren seien die nahezu perfekten Fälschungen nun schon im Umlauf.

«Ich bin sehr zufrieden mit der Qualität meiner Ware. Ich trage sie selbst beim Sport. Natürlich kann eines meiner Trikots nicht so gut sein wie ein originales, aber sie sind schwer in Ordnung. Sie sind atmungsaktiv, was ein riesiger Unterschied zu der Ware von vor 10–15 Jahren ist. Da waren die Trikots wie Plastiktüten. Sie klebten an der Haut, es war unmöglich in ihnen ernsthaft Sport zu treiben.»

So funktioniert das illegale Geschäft

Die Ware, das lässt sich an der Verpackung und der Beschriftung der Pakete erkennen, stammt aus der Türkei und wird mit Hilfe von Mittelmännern an Verkäufer wie Igor vertrieben. Ob sie dort auch produziert wird, kann Igor uns nicht verbindlich sagen:

«Ich erhalte die Ware über Grosshändler, die sie wiederum vom Fabrikvertrieb erhalten. Sie rufen mich an. Danach senden sie mir Fotos der verfügbaren Trikots und ich gebe meine Bestellung auf.»

Der Endkunde, rechnet Igor durch, sei in dieser Prozesskette die fünfte Person, die das Trikot in den Händen hält.

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Auch Sonderwünsche versucht Igor zu erfüllen, wie etwa dieses Heimtrikot für einen Schalke-Fan. bild: lia haubner/watson.de

Wie lange dauert es, bis er die Trikots an den Mann bringen kann?

«Sagen wir, Deutschland stellt seine neuen Heimtrikots vor: Von dem Tag, an dem das Trikot offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wird, bis zu dem Tag, an dem ich es erstmals in der Hand halte, vergehen in der Regel 15–20 Tage.»

Woher kommt der Preisunterschied zwischen Original und Fälschung? Das haben wir Adidas gefragt ...

Oliver Brüggen, Pressesprecher beim deutschen Sportartikelgiganten Adidas, dürfte über diese kurze Zeitspanne staunen. «Der Designprozess für ein Trikot startet rund vier Jahre vor einem Turnier», erklärt er auf Nachfrage. Der äusserst lange Entwicklungsprozess kann jedoch nicht die Antwort auf die Frage sein, warum der Verkaufspreis eines Herren-Fussballtrikots innerhalb der vergangenen 10-15 Jahre von knapp 60 auf 90 Euro angestiegen ist. Dazu sagt Adidas:

«Auch die Beschaffungskosten sind in der jüngeren Vergangenheit gestiegen, etwa durch erhöhte Rohstoff-, Lohn- und Transportkosten. Um diese wachsenden Kosten auszugleichen, arbeiten unsere Produktentwickler daran, Produktions- und Vertriebsprozesse effizienter zu gestalten.»

Adidas-Pressesprecher Oliver Brüggen

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3 Streifen = 90 Euro? So scheint die Rechnung bei Adidas aufzugehen – nicht jedoch bei Igor. bild: lia haubner/watson.de

Sportmarketing-Experte Peter Rohlmann rechnet vor, dass die Produktion und der Transport eines Original-Fussballtrikots mit unter 9 Euro zu Buche schlägt, Adidas sich mit jedem einzelnen Trikot aber einen Minimum-Umsatz von gut 40 Euro zusichert. So fliesst je verkauftes Trikot ein Rohgewinn von circa 17 Euro sicher aufs Konto der Herzogenauracher (Berliner Morgenpost).

Was vielen nicht klar ist: Auch der jeweilige Verband oder Verein verdient pro produziertes Trikot: Bis zu 15 % des Verkaufspreises setzen sich aus Lizenzgebühren zusammen, die Hersteller wie Adidas beispielsweise an den DFB zahlen müssen, um dessen Wappen überhaupt auf ihr Shirt packen zu dürfen (Berliner Morgenpost). Kosten, die im illegalen Geschäft der Trikotfälschungen wegfallen.

epa05379275 A display dummie dressed in the jersey of the German national soccer team is seen during a press conference about the sponsors agreement between the German Football Federation (DFB) and Adidas, in Paris, France, 20 June 2016. The UEFA EURO 2016 takes place from 10 June to 10 July 2016 in France. Reports state that Adidas will pay 50 million euros per year to extend its deal with the DFB, about twice as much as the current arrangement.  EPA/CHRISTIAN CHARISIUS

Nicht nur Adidas verdient am Deutschland-Trikot, auch der DFB. Bild: EPA/DPA

Warum Adidas trotz der hohen Marge weiter in Niedriglohnländern wie Kambodscha produzieren lässt? Das Unternehmen belässt es bei einem knappen Allgemeinplatz:

«Es ist immer unser Anspruch, kontinuierlich Innovationen und Verbesserungen vorzunehmen.»

Oliver Brüggen, Pressesprecher Adidas

«Du zahlst nicht für Verbesserungen. Das Material, aus denen Adidas-Trikots hergestellt werden, können meine Lieferanten auch besorgen. Das weiss ich.»

Igor ist sich sicher

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Steht zwar Nike drin, ist es aber nicht. Der Unterschied? Laut Igor marginal.  bild: lia haubner/watson.de

Wie viel teurer würde ein Trikot mit Original-Adidas-Materialien bei ihm im Verkauf ausfallen?

«Höchstens fünf bis zehn Euro. Für die Produzenten würde das keine grosse Kostenerhöhung bedeuten. Es ist doch so: Es geht dem Kunden nicht ums Material, weder beim Original noch bei der Fälschung. Es geht ihm um die drei Streifen. Das weiss Adidas genauso wie ich, der Fälschungen mit den drei Streifen teurer und besser verkauft bekommt.»

Igor

Bedeutet das, es werden in naher Zukunft noch bessere Fälschungen, die sich den Originalen noch weiter annähern, erhältlich sein? Igor ist sich nicht so sicher – aus ökonomischen Gründen:

«Die Trikots, die momentan angeboten werden, sind schon von guter Qualität und wir können sie zu vernünftigen Preisen anbieten und weiterhin an ihnen verdienen.»

Ob Igor diese schrillen, kuriosen und hässlichen Trikots auch verkaufen könnte?

Wie lange wird Igor die Ware noch anbieten können?

Bei Igors Geschäft handelt es sich um Produktpiraterie. 2014 beschlagnahmte der deutsche Zoll 13’262 gefälschte Fussballtrikots (Ruhrnachrichten).

«Produktpiraterie ist ein weltweites Problem und nicht neu», sagt Oliver Brüggen. «Beliebte Marken oder Ideen wurden schon immer gerne kopiert und so lange es eine Nachfrage gibt – also bewusst Plagiate gekauft werden – wird es leider auch künftig einen Markt für Fälschungen geben.» Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen und Fahndern wird es auch für Igor immer schwieriger, ein breites Produktportfolio anzubieten.

«Die Grosshändler haben immer öfter mit Lieferproblemen zu kämpfen. Das geben sie in Form von Preiserhöhungen an Leute wie mich weiter. Ich muss das schlucken und den Preis ebenfalls anziehen – was ich jedoch bei Stammkunden nicht so einfach machen kann.» 

Igor

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Werden 2019 niemanden mehr an Igors Stand locken: Trikots von 2018.  bild: lia haubner/watson.de

Wie viel verdient Igor denn eigentlich an einem Fake-Trikot? «Über solche Dinge wird nicht gesprochen», winkt er ab – eine Sache, die er mit Adidas teilt.

«Ich habe es ja bereits angedeutet: Meine Marge ist sehr wankelmütig, da sie durch viele Dinge beeinflusst wird. Ich muss mit meinen Erlösen ja auch die Miete und den Strom für meine beiden Buden zahlen, die Fahrt- und Parkkosten zum Grosshändler muss ich ebenso berücksichtigen. Des Weiteren handelt es sich hier um ein Saisongeschäft. Im tiefen Winter schliessen wir und arbeiten überhaupt nicht. Wenn du all das einfliessen lässt, ist meine Marge gar nicht so gross, wie man als Aussenstehender im ersten Moment meinen würde. »

Igor

Und was heisst das Ausscheiden des deutschen Teams?

Mit solchen Problemen muss sich Adidas nicht herumschlagen. Für sie funktioniert das Trikotgeschäft längst unabhängig von Hochzeiten wie einer Weltmeisterschaft. Trotz des frühzeitigen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft bei der Fussball-WM rechnet Oliver Brüggen mit neuen Höhenflügen.

«Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir in diesem WM-Jahr den Rekordwert von 2014 von acht Millionen Trikotverkäufen übertreffen.»

Oliver Brüggen, Adidas-Pressesprecher

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Adidas hofft weiter auf Rekordwerte, Igor ist sich da nicht ganz sicher.  bild: lia haubner/watson.de

Igor wird beim Thema DFB-Team und WM schmallippiger:

«Ich habe damit gerechnet, dass Deutschland mindestens das Halbfinale erreicht und dementsprechend Ware bestellt. Jetzt sind sie jedoch bereits in der Gruppenphase ausgeschieden und ich sitze auf einem riesigen Haufen DFB-Shirts, die ich sicher nicht verkaufen kann bis bessere Zeiten für die Mannschaft anbrechen. So ergeht es mir jedes Jahr, sei es durch Spielertransfers oder schlechtes Abschneiden. Grosse Teile der Ware, die ich nicht loswerde, verschenke ich dann an die Wohlfahrt.»

FILE -- In this Monday, June 25, 2018 photo Germany head coach Joachim Loew, right, talks to player Jerome Boateng during a training session at the 2018 soccer World Cup in Vatutinki near Moscow, Russia. Germany coach Joachim Loew is staying on despite the team's first-round World Cup exit. The German football federation (DFB) says it was informed by Loew that he wished to remain and

Das Out von Jogi Löw und Deutschland hat Igor einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bild: AP/AP

Igors aktuell grösstes Problem: Der CR7-Wechsel zu Juve

Doch so ist das Geschäft mit der heissen Ware Fussballtrikots: Manchmal verbrennt man sich an ihr die Finger – so wie beim Wechsel Cristiano Ronaldos zu Juventus Turin. Plötzlich sass Igor auf einem riesigen Stapel für ihn als Verkäufer wertloser Real-Madrid-Trikots. 

epa06956943 Juventus' Cristiano Ronaldo reacts during the  Italian Serie A soccer match AC Chievo Verona vs Juventus FC at the Bentegodi stadium in Verona, Italy, 18 August 2018.  EPA/FILIPPO VENEZIA

Die Sieben von Ronaldo prangt nur auf dem Shirt von Juventus Turin. Bild: EPA/ANSA

Igor fackelte nicht lange, rief seinen Mittelsmann an und bestellte eine neue Fuhre CR7-Trikots – diesmal mit dem Wappen von Juventus Turin.  Während Adidas mit Lieferproblemen zu kämpfen hat, konnte er wenige Tage später seine Auslage bereits mit den neuen Juve-Trikots dekorieren. Nein, ein CR7 kann Igor so schnell nicht aus der Bahn werfen – dafür läuft sein Geschäft einfach zu gut.

*Name von der Redaktion geändert.

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61
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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sandramoyo.ch 27.08.2018 13:17
    Highlight Highlight Spannend wäre zu wissen, wie sie denn nun die Trickots genau kopieren 😊
    0 1 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 26.08.2018 13:20
    Highlight Highlight Mich interessiert, seit wann man das Design eines Kleidungssücks besitzen kann?

    Warum darf man gute Ideen nicht kopieren?

    Was denkt ihr wer davon profitiert?
    Warum seit ihr gegen 'Produktpiraterie' (eine unglaubliche Wortschöpfung)?
    Was habt ihr davon?
    3 19 Melden
    • fabsli 26.08.2018 19:59
      Highlight Highlight Frage 1: Seit es Designpatente gibt.
      Frage 2: Weil es Designpatente gibt.
      12 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 27.08.2018 09:12
      Highlight Highlight Ok, interessant, du bist ein 'Moralischer Legalist'?

      Seit wann und warum gibt es Designpatente?
      0 1 Melden
    • fabsli 27.08.2018 15:47
      Highlight Highlight In Deutschland gibts das seit 1876. Schweiz kenn ich nicht.
      Mit Designpatenten wird die Nutzung von Grafiken, Muster, Formen und Farben geschützt. Damit darf zB. nur Apple den angebissenen Apfel in dieser Art verwenden und damit sind sie rechtlich geschützt und niemand anderes darf sich damit bereichern.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Booker 26.08.2018 08:08
    Highlight Highlight Denkt Ihr wirklich derjenige in der Fabrik kriegt mehr Lohn wenn er ein 100 Fr. Trikot macht als bei einem 20 Fr. Trikot ? Der Gewinn macht hier jeweils der Club, der die Marke besitzt. Das nennt man Marketing, mit den Merchandising Einnahmen kann er sich dann wieder neue Spieler kaufen. Kauft sich er Club einen Star ist sein Können eine Sache, viel wichtiger aber die zuerwartenden Merchandising Einnahmen - wieviele Trikots, Socken, Unterhosen, Poster lassen sich verkaufen mit dem Namen XY ?
    17 4 Melden
    • Nelson Muntz 26.08.2018 17:55
      Highlight Highlight Die Lohnkosten gelten wohl für die Verwaltung und nicht für die Produktion.
      7 0 Melden
  • Gsnosn. 26.08.2018 07:36
    Highlight Highlight Null Hintergrund Informationen
    70 7 Melden
  • moere 26.08.2018 02:53
    Highlight Highlight Ich wage zu behaupten, dass die Arbeitsbedingungen der Näherinnen und Näher der Fälschungen besser sind als die von Adidas&Co..
    51 22 Melden
    • neutrino 26.08.2018 11:05
      Highlight Highlight Quelle?
      13 6 Melden
  • Die Redaktion 26.08.2018 00:25
    Highlight Highlight Outlet Schnäppchenjäger könnten diesen Bericht auch hilfreich finden:
    Play Icon
    12 1 Melden
  • marcog 26.08.2018 00:20
    Highlight Highlight Wirtschaftskunde erste Stunde: der Markt macht den Preis. Der (Quasi-)Monopolist verlangt so hohe Preise, bis der Gewinn maximiert ist. Das ist bei Apple genau so wie bei den Fussballleibchen und hat mit Qualität nur sehr begrentzt zu tun. Wenn die Leute bereit sind für ein Leibchen 100.- zu bezahlen, ist der Preis halt so hoch. Mich erstaunt nur, dass dabei Adidas das grosse Geld macht und nicht den Vereinen. Aber dafür muss Adidass wohl fürs Sponsoring den Vereinen noch sonst genug Geld abdrücken.
    34 0 Melden
  • Butterscotch&hardcandy 25.08.2018 23:46
    Highlight Highlight Tolle Story! Bitte mehr davon!
    17 2 Melden
  • RacKu 25.08.2018 22:52
    Highlight Highlight Bosnien, Korridor? 😆
    19 6 Melden
  • zettie94 25.08.2018 22:48
    Highlight Highlight Original-Trikot eines rumänischen Vereins: 30 Euro.
    Original-Trikot eines deutschen Vereins: 90 Euro.
    Produktionskosten sind bei beiden genau gleich...
    93 5 Melden
    • Olaf44512 26.08.2018 01:18
      Highlight Highlight Lizenzkosten sind dann das problem
      20 5 Melden
    • zettie94 26.08.2018 08:25
      Highlight Highlight Lizenzkosten machen gemäss Artikel 15 % des Verkaufspreises aus. Bei 90 Euro Verkaufspreis macht das etwa 13 Euro. Wenn man davon ausgeht, dass in Rumänien ebenfalls Lizenzkosten anfallen, dann ist der Unterschied noch höchstens 10 Euro. Das Trikot kostet aber 60 Euro mehr...
      6 0 Melden
    • neutrino 26.08.2018 11:07
      Highlight Highlight Energy-Drink Migros: 50 Rappen. Red Bull: 2.90 CHF. Produktionskosten sind gleich hoch.
      15 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • philosophund 25.08.2018 21:56
    Highlight Highlight Pressesprecher Brüggen: „«Auch die Beschaffungskosten sind in der jüngeren Vergangenheit gestiegen, etwa durch erhöhte Rohstoff-, Lohn- und Transportkosten (...)“.

    Klar, in Bangladesh arbeiten nun nicht mehr 5-, sondern 8 jährige am Trikot.. was den Preis in die Höhe schiessen lässt. 🤜🏾🤪
    308 7 Melden
    • pamayer 26.08.2018 00:13
      Highlight Highlight ist ein anderes thema, was die raubkopierer auch nicht aus der welt schaffen.
      7 10 Melden
    • henkos 26.08.2018 20:05
      Highlight Highlight Adidas stellt also in Kinderarbeit her? Gewagt, aber du hast sicher eine Quelle für die Behauptung, oder?
      2 7 Melden
  • Evan 25.08.2018 21:53
    Highlight Highlight Versteh ich sowieso nicht, warum man solche Tshirts kauft, ob original oder gefälscht.
    69 63 Melden
    • RAZZORBACK 26.08.2018 07:45
      Highlight Highlight Genau, auch für mich UNVORSTELLBAR!
      20 14 Melden
    • Threadripper 26.08.2018 10:44
      Highlight Highlight Ich bin Fan.
      6 3 Melden
    • Nelson Muntz 26.08.2018 18:02
      Highlight Highlight Evan, weshalb kaufst du Sachen, die dir wichtig sind?
      2 5 Melden
  • äti 25.08.2018 20:42
    Highlight Highlight Wollte letzte Woche Sportshirts kaufen. Solche mit Adidas oder ähnlichem Markenaufdruck ab 40.-. Solche ohne Markenaufdruck zwischen 19.- bis 29.-. Gemäss Packzettel kein markanter Qual-Unterschied. Heisst das, ich darf Werbung machen und obendrein noch happig zahlen dafür?
    221 19 Melden
    • bokl 25.08.2018 20:57
      Highlight Highlight Ja
      122 1 Melden
    • Chääschueche 25.08.2018 23:23
      Highlight Highlight @äti
      Ja so wie du es auch tust wenn du z.B. ein iPhone kaufst oder ein Mac Book oder einen Ferrari.
      23 0 Melden
    • pamayer 26.08.2018 00:12
      Highlight Highlight ist seit je so. leute laufen mit völlig überteuertem coca cola shirt durch die gegend und zahlen dafür, dass sie gratis werbung für einen grosskonzern machen.
      24 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ströfzgi 25.08.2018 20:40
    Highlight Highlight Allgemein gilt Geiz ist halt zu geil… solange es nicht einen selbst trifft. Egal ob da Kinder dran genäht haben oder irgendwer sich mit Chemikalien die Gesundheit ruiniert hat. Traurig.

    Und Watson präsentiert den Typen als Helden…
    40 176 Melden
    • antivik 25.08.2018 21:02
      Highlight Highlight Egal ob Original oder Fälschung - beide Trikotarten wurden (wahrscheinlich) von Kindern oder zumindest sehr schlecht bezahlten Arbeitern genäht
      110 8 Melden
    • Mia_san_mia 25.08.2018 21:03
      Highlight Highlight Ich finde nicht, dass er als Held präsentiert wird...
      98 6 Melden
    • tschu 25.08.2018 21:21
      Highlight Highlight Weisst du, wie das bei den originalen Trickots ist bezüglich Kinderarbeit und Einsatz von Chemikalien? Der höhere Preis heisst ja leider oft noch lange nicht, dass die Bedingungen bei der Herstellung besser und die Löhne fair sind...
      88 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 25.08.2018 20:25
    Highlight Highlight Und wie werden jetzt diese Original-Trikots detailtreu und vor allem so schnell kopiert? Bleibt für mich unbeantwortet..
    147 27 Melden
    • Astrogator 25.08.2018 21:32
      Highlight Highlight @derEchteElch: Ich vermute mal weil beide Varianten vom selben Hersteller stammen.
      54 1 Melden
    • therealest 25.08.2018 22:35
      Highlight Highlight Ein Trikot design in digitalem Format ist leicht an Dritten zu verschicken bzw verkaufen. Die Trikots werden im Ausland gefertigt, da wo alle Fabriken sich gegenseitig gut kennen und Infos austauschen. So einfach ist das...
      34 1 Melden
    • pamayer 26.08.2018 00:12
      Highlight Highlight geschäftsgeheimnis.
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Brunhilde 25.08.2018 20:11
    Highlight Highlight Kein Wort der Kritik seitens Watson? Igor‘s Geschäft ist illegal und verletzt Urheber-, Namens- und Markenrechte der Inhaber. Aber das scheint niemanden zu stören?
    62 162 Melden
    • Pasch 25.08.2018 20:24
      Highlight Highlight Das gerade finde ich sehr gut und ist auch korrekt so, es muss nicht wertend sein. Der Einblick in den Untergrund reicht schon aus, so kann sich jeder sein Urteil selbst machen.
      124 10 Melden
    • FrancoL 25.08.2018 20:27
      Highlight Highlight Steht wohl als Kontrapunkt für die ungerechtfertigten Kosten der Originale, die damit die Träger der Trikots vergolden.
      Das eine ist illegal, das andere ist moralisch illegal.
      90 15 Melden
    • Homer J. Simpson 25.08.2018 20:29
      Highlight Highlight Mimimimi
      50 25 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

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