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Matthias Glarner vor seinem Kampf gegen Philipp Roth im ersten Gang beim Oberaargauischen Schwingfest, am Samstag, 8. Juni 2019, in Grafenried. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Nach seinem Sturz von einer Seilbahn ist Matthias Glarner zurück im Sagmehl. Bild: KEYSTONE

Interview

Schwingerkönig Matthias Glarner: «Wenn ich zur Haustüre rausgehe, gehöre ich allen»

Der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner gibt nach Monaten der Hoffnung und des Bangens ein Comeback, von dem er nicht weiss, wie es ausgehen wird. Vor seiner Rückkehr spricht er über den Unfall, seine Erwartungen und den Schwingsport.

Rainer Sommerhalder / ch media



Die Erscheinung ist kolossal, der Händedruck prägnant. Matthias Glarner präsentiert sich 80 Tage vor der Titelverteidigung am Eidgenössischen Schwingfest in Zug in körperlicher Topform. Wahrlich ein König von Gottes Gnaden. Wenn nur dieser linke Fuss nicht wäre. Auf dem Weg zum Fototermin im Hasliberg mit den mächtigen Berner Berggipfeln als Hintergrundsujet wird offensichtlich: Glarner hinkt auch zwei Jahre nach seinem verheerenden Unfall noch. Ein älterer Bergbauer kommt uns entgegen und sagt ohne Umschweife zum Schwingerkönig: «Du läufst aber gar nicht rund.» Glarner grüsst freundlich, dreht sich danach in Richtung Interviewpartner und kommentiert die Szene: «Fadengerade! So habe ich es am liebsten.»

Welche Frage wurde Ihnen in den letzten zwei Jahren am meisten gestellt?
Wie geht es dir? (lacht). Das hat die Leute am meisten interessiert. Und die zweite Frage war: Wann kannst du wieder schwingen?

Aus einer Sportlerfamilie

33-jährig, ist in Meiringen aufgewachsen und wohnt seit fünf Jahren zusammen mit seiner Lebenspartnerin Claudia Hediger in Heimberg, 186 cm gross, 114 Kilogramm schwer.

Sein Bruder Stefan ist aktueller Captain des FC Thun, seine Schwester Katrin spielt Fussball in der NLB. Nach einer Lehre als Polymechaniker absolvierte Glarner ein Masterstudium in Sportwissenschaften und Geschichte. Derzeit arbeitet er als Personalbetreuer bei den Bergbahnen MeiringenHasliberg. 2016 gewinnt er das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac im Schlussgang gegen Armon Orlik; insgesamt 114 gewonnene Kränze und vierfacher Eidgenosse.

Am 27. Juni 2017 erlebt er einen Schicksalsschlag. Bei einem Fotoshooting fällt er vom Dach einer Seilbahn-Gondel zwölf Meter tief auf den Boden. Glarner zieht sich eine Beckenringsprengung sowie eine schwere Sprunggelenkverletzung im linken Fuss zu. Im Mai 2018 feiert der Schwingerkönig sein Comeback, es folgt aber ein gesundheitlicher Rückschlag und eine zweite Fuss-OP Ende August 2018. (rso)

Und wie lautet Ihre Antwort?
Ich wusste manchmal selber nicht mehr, was ich darauf antworten soll. Es ist schwierig, wenn sich die Frage jede Woche wiederholt und du selber in dieser Zeit nur kleine Schritte vorwärts machst. Da kannst du nicht jedes Mal eine komplett neue Lagebeurteilung verkünden.

Gibt es eine Frage, die Ihnen nicht gestellt wurde, die Sie aber gerne beantwortet hätten?
Schön wäre gewesen, wenn jemand sein Interview mit dem Satz begonnen hätte: «Herzliche Gratulation zum Kranzfestsieg!». Die meisten Fragen drehten sich um meinen Gesundheitszustand, ich hätte lieber Fragen zum sportlichen Abschneiden beantwortet.

Derzeit interessiert vor allem eine Frage: Können Sie Ihren Königstitel am 24. August in Zug verteidigen?
Es ist für mich derzeit nicht möglich, eine klare Antwort darauf zu geben. Was ich sagen kann: Der Optimismus und meine Überzeugung sind nach wie vor gross, dass ich antreten kann. Die Frage wird sein, in welcher Form. Ich kenne die Antwort darauf noch nicht.

«Eine positive Grundhaltung habe ich schon als Kind von zuhause mit auf den Weg bekommen.»

Offensichtlich gibt es Grund für Zuversicht. Sie starten am Samstag ziemlich überraschend am Oberaargauischen Schwingfest in Grafenried.
Es ist für mich einfach ein erster wettkampfmässiger Test – mit Betonung auf Test. Mich nimmt wunder, wie mein Körper auf die Belastung reagiert. Und ich hoffe, dass mir dies Aufschlüsse für den weiteren Verlauf der Saison gibt. Das Resultat ist dabei sehr zweitrangig.

Der neue Schwingerkönig: Matthias Glarner

Sie haben gesagt, nur als Pausenclown kommen Sie nicht ans Eidgenössische!
Man hat Ansprüche an sich selber. Wenn ich diese nicht erfüllen kann, macht eine Teilnahme keinen Sinn.

Auffallend ist der Optimismus, den Sie trotz der schwierigen Ausgangslage seit Ihrem Unfall ausstrahlen? Ist dieser angeboren oder erarbeitet?
Eine positive Grundhaltung habe ich schon als Kind von zuhause mit auf den Weg bekommen. Und ich arbeite seit zehn Jahren mit dem Sportpsychologen Robert Buchli zusammen. Mit ihm thematisiere ich genau solche Dinge.

Auch den Unfall?
Ja. Vorher war das Thema vielleicht ein schlechtes Resultat, jetzt ist es halt dieser Unfall. Es geht um die Frage, wie man mit Rückschlägen umgeht.

Braucht das Erlebnis, vom Dach einer Seilbahn zu stürzen, nicht mehr als «nur» sportpsychologische Unterstützung?
Ich habe versucht, den Unfall als Synonym für einen verlorenen Gang zu nehmen. Das ist mir recht gut gelungen.

Als Athlet sind Sie sich gewohnt, des eigenen Glückes Schmied zu sein. Jetzt ist da Ihr Fuss, den man mit allem Willen und allem Training trotzdem nur begrenzt beeinflussen kann. Das ist keine einfache Situation?
Nein, aber das Gute an der Situation ist, dass ich jeden Tag daran arbeiten kann. Man hat es zumindest teilweise in den eigenen Händen, wie schnell sich die Situation verbessert, wie gut es wird und wie gut es auch in den nächsten dreissig Jahren nach dem Schwingen funktioniert. Viel schwieriger wäre, wenn ich einfach stillliegen müsste und nichts machen könnte.

Aber das Resultat Ihrer Bemühungen kennen Sie heute noch nicht.
Wichtig ist, dass ich mein Bestes dafür gebe. Dann kann ich auch mit dem Resultat leben. Ich hätte in den letzten anderthalb Jahren nicht mehr machen können. Deshalb bin ich mit der Situation zufrieden.

«Nach dem Titel ist in einem Hamsterrad mit Training und Wettkampf und es dreht und dreht einfach weiter. Deshalb war der Unfall nicht nur negativ.»

Tut der Fuss auch im Alltag weh?
Nein, der Alltag läuft tipptopp. Zu wissen, dass ich später keine grossen Einschränkungen haben werde, hilft auch, optimistisch zu bleiben.

«Mir fehlte das Sägemehl im Gesicht» (19. Juli 2018)

Schwingerkönig Matthias Glarner spricht im Sommertalk über seinen Arbeitsunfall und seinen Weg zurück unter die Bösen. Video: © AZ Medien Video Unit

Sie haben den Weg nach Zug selber als Wettlauf gegen die Zeit bezeichnet. Was spricht dafür, dass Sie diesen Wettlauf gewinnen?
Meine Überzeugung, dass ich ihn gewinnen werde. Auch das Umfeld mit dem Chirurg, den Physiotherapeuten und dem Athletiktrainer, die alle ihr Bestes geben und ebenfalls Zuversicht ausstrahlen, hilft mir dabei.

Und was ist, wenn Sie den Wettlauf verlieren?
Dann ist wichtig, sich sagen zu können, alles gegeben zu haben. Dann stimmt es so für mich.

Der Sturz vom Dach der Seilbahn ist ein ebenso einschneidendes Ereignis in Ihrem Leben wie der Gewinn der Königstitel. Was hat Sie mental länger beschäftigt?
Der Königstitel! Am Anfang ist das Gefühl, dass man so etwas einfach mitnehmen kann. Aber ich habe lange gebraucht, bis ich es richtig verarbeitet hatte. Selbst während der Zeit meines Unfalls ging dieser Prozess des Begreifens und des Reflektierens weiter. Rückblickend würde ich mir nach dem Gewinn des Königstitels mehr Zeit nehmen, um alles zu verarbeiten. Man ist in einem Hamsterrad mit Training und Wettkampf und es dreht und dreht einfach weiter. Deshalb war der Unfall nicht nur negativ.

Und wie lange beschäftige Sie der Unfall?
Den habe ich relativ schnell abgehakt. Klar war es in den letzten knapp zwei Jahren ein Begleiter von mir. Was passiert ist, gehört zu meiner Geschichte. Aber das Ereignis selbst ist für mich abgeschlossen.

«Ich habe Fussball gespielt, bis ich 16 Jahre alt war, aber nach eigener Einschätzung relativ talentfrei.»

Es war ein Unfall, bei dem Sie auch hätten sterben können. War es Ihre Konstitution, Glück, Schicksal oder das Werk einer höheren Macht, das Sie überlebt haben?
Das ist eine schwierige Frage. Vielleicht von allem ein wenig. Ich habe mir nach dem Unfall nicht viele Gedanken dazu gemacht. Das einzige, was ich tun konnte, war, es so zu nehmen wie es ist. Wo ich mir sicher bin: Auf dem Weg zurück hat mir zweifellos geholfen, dass ich zum Zeitpunkt des Unfalls topfit war.

Bei Ihren Geschwistern und Ihrer Lebenspartnerin steht Fussball an erster Stelle. Wieso sind Sie eigentlich nicht Fussballer geworden?
Ich habe Fussball gespielt, bis ich 16 Jahre alt war, aber nach eigener Einschätzung relativ talentfrei. Ich habe mir die Frage auch gestellt, wie weit ich es mit dem gleichen Aufwand wie als Schwinger im Fussball gebracht hätte: nicht höher als 4. vielleicht 3. Liga. Mir hat das Schwingen früh sehr viel Spass gemacht und ich hatte deutlich mehr Erfolg als im Fussball. Deshalb fiel die Entscheidung schnell.

Aber Fussball bleibt der favorisierte Sport als Zuschauer?
Ich gehe sehr gerne ins Stadion, schaue mir aber auch gerne im Fernsehen Spiele aus der Schweiz, aus Deutschland und aus England an. Ich besitze allerdings auch ein Saison-Abo beim SC Bern. Hockey sehe ich ebenfalls gerne.

Welche Sportarten verfolgen Sie sonst noch?
Ich bin sportlich sehr breit interessiert. Auch die Handballer von Wacker Thun schaue ich ab und zu live in der Halle an. Ein bis zweimal im Jahr gehe ich auch an ein Skirennen – nach Adelboden oder Wengen. Ich finde es faszinierend, jenen Athleten, die ihre Sportart am besten beherrschen, zuzuschauen.

Stehen Sie auch in Kontakt mit anderen Sportlern?
Man kommt gerade in Magglingen in sehr engen Kontakt. Die Schwinger und die Skifahrer haben sich dort irgendwie auf Anhieb gefunden. Wir sind aus ähnlichem Holz geschnitzt. Daneben pflege ich auch Kontakte mit Fussballern und Eishockeyanern. Ich finde es spannend, zu sehen, wie diese Sportler trainieren.

Was können Sie von ihnen lernen?
Interessant ist der Austausch untereinander: Wie bereitet man sich auf Wettkämpfe vor, welche Rituale hat man, wie geht man mit Verletzungen um, wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Manager. Es gibt viele spannende Themen.

Bereuen Sie es eigentlich, dass ein sportliches Highlight wie Olympische Spiele für Sie als Athlet unerreichbar ist?
Olympische Spiele hätten zweifellos ihren Reiz. Ich verfolge die olympischen Wettkämpfe immer mit grossem Interesse am Fernseher. Es ist etwas vom Grössten, was ein Sportler erreichen kann. Dort dabei zu sein, wäre eine sehr coole Erfahrung. Es ist nun mal für mich nicht möglich. Wir Schwinger haben mit dem Eidgenössischen alle drei Jahre auch unser Highlight.

Sport hat auch Ihre Ausbildung geprägt. Sie haben danach nur wenige Jahre als Turnlehrer gearbeitet. War Lehrer nicht das Richtige für Sie?
Es war eine sehr gute Zeit, ich habe wirklich gerne mit den jungen Menschen zwischen 16 und 20 Jahren in der Berufsschule gearbeitet. Gleichzeitig spürte ich auch die Energie, beruflich noch etwas anderes zu machen. Dann hat sich die Möglichkeit mit den Bergbahnen ergeben. Ich sage aber nicht, dass ich nie mehr in meinem Leben als Sportlehrer arbeiten werde.

Also keine Flucht vor den pubertierenden Jugendlichen?
Nein, im Gegenteil. Ich bin der Meinung, es ist das spannendste Alter überhaupt. Man kann den Jugendlichen etwas mit auf ihren Weg mitgeben. Sie hören dir noch zu. Es ist schön, wenn ich heute dem einen oder andern ehemaligen Schüler begegne, er sich an den Turnunterricht erinnert oder mir sogar mitteilt, dass er heute diese oder jene Sportart betreibt. Dann ist das Ziel erreicht, Freude am Sport zu wecken.

Schwingerkoenig Matthias Glarner, links, erscheint mit seiner Freundin Claudia Hediger zu einer Medienkonferenz wo er sich zum Unfallhergang aeussern wird, am Donnerstag, 6. Juli 2017, in Bern. Glarner fiel am 27. Juni 2017 bei einem Fotoshooting auf dem Hasliberg von einer Bahnkabine und verletzte sich schwer. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Matthias Glarner nach seinem Unfall. Bild: KEYSTONE

Im Herbst planen Sie eine Weiterbildung in Betriebswirtschaft. Was reizt Sie daran?
Das ist ein Puzzleteil, das mir beruflich noch fehlt. Ich blicke auf spannende drei Jahre zurück, habe eine Aktiengesellschaft gegründet, über die im Zusammenhang mit mir als Sportler alles läuft. Das war die erste selbstständige Geschäftstätigkeit in meinem Leben. Nun möchte ich mir noch mehr Hintergrundwissen aneignen. Vielleicht bringt es mir auch in meiner Tätigkeit bei den Bergbahnen etwas.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das ist eine gute Frage. Definitiv nicht mehr im Sagmehl. Ich hoffe, dass ich in der Arbeitswelt spannende Projekte finde, die mich fordern. Dass ich bei den Bergbahnen mehr Verantwortung werde übernehmen können. Sicher mein Arbeitspensum erhöhen.

«Ich dachte, ich sei einfach der Mättel Glarner aus Meiringen, nicht Single, vom Aussehen her kein Mister-Schweiz-Kandidat.»

Wie gross ist das Pensum heute?
Schwammige 60 Prozent. Ich habe einen guten Chef, der auch ein wenig Schwingfan ist (lacht). Ich hoffe auch, dass mir das Schwingen dannzumal nicht fehlen wird und ich meine Karriere sauber abschliessen kann.

Trotz des Damoklesschwertes, dass Sie vielleicht nicht mehr richtig auf den Wettkampfplatz zurückkehren?
Mein Stichdatum sind die zwei Tage im August in Zug. Darauf arbeite ich mit aller Konsequenz hin. Es ist mir bewusst, dass der Ausgang offen ist. Wenn ich nicht schwingen könnte, aber alles dafür getan habe, kann ich für mich trotzdem einen positiven Schlussstrich ziehen und zufrieden sein mit dem, was ich erreicht habe.

Mit dem Königstitel hat sich in Ihrem Leben einiges verändert. Auf was waren Sie am wenigsten vorbereitet?
Mir kam grundsätzlich zugute, dass ich beim meinem Sieg schon über 30 Jahre alt war und einiges erlebt habe. Was ich am meisten unterschätzte, war die Strahlkraft eines Schwingerkönigs in der Schweiz. Ich dachte, ich sei einfach der Mättel Glarner aus Meiringen, nicht Single, vom Aussehen her kein Mister-Schweiz-Kandidat. Was kann an mir spannend sein? Aber von einem Tag auf den andern bist du in der ganzen Schweiz eine Person von Interesse.

Sind damit auch die Erwartungen an Ihre Ausstrahlung als Person gestiegen?
Die Leute haben sicherlich gewisse Rollenvorstellungen an einen Schwingerkönig. Es war auch mir ein Anliegen, diese Rolle pflichtbewusst auszufüllen. Ich habe aber auch stets betont, dass ich ein Schwingerkönig im Mättel-Glarner-Style sein werde. Ich bin so wie ich bin.

Wie ist der Mättel-Glarner-Style?
Ich überlege mir sehr gut, was ich mache und was ich sage. Wenn ich mich festgelegt habe, dann bin ich überzeugt davon und gehe diesen Weg. Das kommt bei den Leuten an oder nicht. Aber damit musst du leben.

Sie haben vom Hamsterrad nach dem Königstitel gesprochen. Wie genau hätten Sie sich mehr Zeit nehmen wollen?
Ich ging rund sechs Wochen nach dem Sieg am Eidgenössischen ins erste Schwingtraining. Meine Gedanken waren zu diesem Zeitpunkt schon wieder in Richtung Unspunnen-Fest und in Richtung Zug gerichtet. Ich hatte nie die Zeit, um den Gewinn des Titels so richtig zu geniessen und ihn zu verarbeiten. Ich habe 2016 noch das Berner Kantonale gewonnen sowie meinen 100. Kranz gemacht. Es waren alles Dinge, die ich zwar mitnahm, aber schnell wieder vergass, denn der Blick ging nach vorne.

In der Saison nach Ihrem Sieg am Eidgenössischen, fehlen Siege im Palmarès. Wo lagen die Gründe? Wollten Sie es zu gut machen?
Jein! Ich war im Gegensatz zu anderen Schwingerkönigen auch vor meinem Titel kein Seriensieger. Ich habe im Durchschnitt ein Kranzfest pro Jahr gewonnen. Ich hatte aber in der ersten Saisonhälfte 2017 vor meinem Unfall das Gefühl, die Form sei sehr gut gewesen. Aber klar, mit dem Königstitel stieg der Erwartungsdruck von aussen wie auch die eigenen Ansprüche.

Gibt es Momente, wo die Popularität störend ist?
Dinge, welche dir früher viel Energie gegeben haben, können dir nach dem Königstitel auch Energie rauben. Ein Beispiel: Wenn ich mit Kollegen nach Bern an die BEA ging, war es vorher ein cooler Tag, der dir viel gibt. Wenn ich heute an die BEA gehe, dann muss ich mir bewusst sein, dass es Energie nimmt. Foto hier, Autogramm da, ein kurzes Gespräch dort. Da bist du am Abend richtig auf den Felgen. Wenn du als Schwingerkönig zur Haustüre rausgehst, dann gehörst du allen.

«Wenn man so lebt wie ich, wäre es ganz gut möglich, vom Königstitel zu leben.»

Dann kann der Königstitel auch zur Last werden?
Ob man es als Last bezeichnen kann? Wenn du 50 Mal angesprochen wirst, dann ist es 49 Mal schön und beim 50. Mal denkst du vielleicht: Jetzt ist genug! Aber verstehen Sie mich richtig. Das soll kein Klagen sein. Man muss sich dessen als Schwingerkönig einfach bewusst sein.

Der neue Schwingerkoenig Matthias Glarner wird am Montag, 29. August 2016, in seiner Heimatgemeinde Meiringen feierlich empfangen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

So wurde der Schwingerkönig 2016 in seiner Heimat Meiringen empfangen. Bild: KEYSTONE

Sind Sie auch für Touristen im Berner Oberland ein Fotosujet – frei nach dem Motto Eiger, Mönch und Glarner?
Das ist die andere Talseite (lacht). Für Schweizer Touristen bin ich offensichtlich interessant. Es gibt Leute, die Freude haben, wenn sie mich im Gebiet der Hasliberg-Bergbahnen antreffen. Dort hat es auch zwei Figuren von mir aus Holz. Ich mache auch ab und zu ein Foto mit Gästen auf der Skipiste. Wenn ich mit meinem Titel meiner Heimat irgendwo helfen kann, dann ist es umso schöner.

Könnten Sie als Schwingerkönig nicht ausschliesslich vom Sport leben? Wieso tun Sie es nicht?
Es kommt darauf an, welche Ansprüche man ans Leben hat. Wenn du einen Ferrari in der Garage und eine Yacht in Monaco willst, dann wird es schwierig. Wenn man hingegen so lebt wie ich, wäre es ganz gut möglich, vom Königstitel zu leben. Das wäre mir aber zu langweilig. Ich habe immer auch eine Herausforderung neben dem Sport gesucht. Eine Tätigkeit, die mich ausfüllt und auch vom Schwingen ablenkt. Profi zu sein, wäre mir zu einseitig.

Ihr Bruder Stefan beim FC Thun ist Profi.
Wir diskutieren immer wieder mal über das Thema. Sie müssen gemäss Vertrag Profi sein. Ich bin der Meinung, dass nur die allerwenigsten Schweizer Sportler fähig sind, Profi zu sein. Du musst dir selber eine Struktur geben und das Leben neben dem Sport irgendwie ausfüllen. Sinnvoll ausfüllen. Ich bin überzeugt, dass eine gewisse Struktur neben dem Sport jedem Sportler gut tut.

Tauschen Sie sich häufig mit Ihrem Bruder aus?
Ja, das passiert eigentlich immer, wenn wir uns sehen. Er fragt manchmal auch, wie ich eine bestimmte Herausforderung lösen würde. Ich sage vielleicht, welche Dinge mich im Mannschaftssport aufregen würden.

Wo sehen Sie die grössten Unterschiede vom Einzel- zum Teamsport?
Es gibt viele Unterschiede – mit allen Vor- und Nachteilen. Erfolg innerhalb eines Teams zu teilen, finde ich sehr cool. Wenn man zum Beispiel Bilder aus der Garderobe nach dem YB-Meistertitel sieht. Als Schwingerkönig bist du der Einzige. Gleichzeitig schätze ich die Selbstverantwortung. Ich kann beeinflussen, wie erfolgreich ich im Sport bin. Ich hätte grosse Mühe, wenn ich in einer Mannschaft merken würde, dass da zwei oder drei Spieler nicht mit ganzer Leidenschaft bei der Sache sind. Oder wenn du ein Jahr lang Stammspieler bist, dann gibt es einen Trainerwechsel und plötzlich bist du nur noch Ersatz, obwohl du alles genau gleich machst wie vorher. Ich stelle mir vor, ich würde den ganzen Winter mit grosser Motivation trainieren und beim ersten Schwingfest kommt einer und sagt mir, dass heute ein anderer für mich schwingt. Das könnte ich wohl nicht akzeptieren.

«Das Eidgenössische trifft den Nerv der Zeit.»

Sie haben im Schweizer Fernsehen gesagt, sie hätten «fadengerad ehrliche Personen» in ihrem Umfeld. Ehrlich zu sein, braucht auch Mut!
Aber genau diese Ehrlichkeit von diesen Vertrauenspersonen brauchst du als Sportler, wenn du erfolgreich sein willst. Ich weiss bei meinem Umfeld, dass die Kritik stets Hand und Fuss hat. Deshalb höre ich auch genau hin, wenn ich von diesen Leuten kritisiert werde. Bei allen anderen kann ich auch sehr gut auf Göschenen – Airolo schalten, nicken und das Gesagte wieder vergessen.

Kommen wir abschliessend zum grossen Highlight, dem Eidgenössischen Schwingfest in Zug: Wie wird man Schwingerkönig?
Die einfachste Antwort lautet: Sieben oder acht Gänge gewinnen. Wenn ich auf meinen Titel blicke, lautet die ausführliche Antwort: Du musst dich sehr, sehr gut auf das Fest vorbereiten. Die Energie nur in Ding investieren, die du wirklich beeinflussen kannst. Und diese Sachen dann perfekt vorbereiten. Dann hast du 50 Prozent deines Jobs gemacht.

Nicht beeinflussen kann man die Einteilung. Auf den Zuschauerrängen wird hitzig darüber diskutiert, unter Schwingern praktisch nie. Möchten Sie dem Einteilungsgericht nicht auch ab und zu die Meinung sagen?
Roger Federer hat einmal gesagt, wenn man der Beste sein will, muss man die Besten schlagen. Nach Burgdorf wurde das zu meinem Leitsatz. Die Einteilung kann ich nicht beeinflussen, ob ich den zugeteilten Gegner im Sagmehl bezwinge, hingegen schon.

Der Hype um das Eidgenössische wird jedes Mal grösser. Wie erklären Sie sich das?
Das Eidgenössische trifft den Nerv der Zeit. In einer globalisierten Welt suchen die Menschen nach Wurzeln und nach Dingen, mit denen sie sich identifizieren können. Dafür eignet sich ein Schwingfest ideal. Es ist eine heimatverbundene Sache, die nur wir Schweizer haben. Grosse Tradition, friedliche Tage im Stadion, eine gute Zeit zusammen. Auch die Persönlichkeiten, die den Sport in den letzten Jahren geprägt haben, passen zum Gesamtbild. Kommt hinzu, dass der Schwingsport auch für Leute, die vorher nichts damit zu tun hatten, zugänglicher geworden ist. Als ich zu jung war, waren Schwingfeste eigentliche Familienanlässe – Eltern, Grossvater, Onkel und Cousins sassen auf der Tribüne. Heute gibt es auch im Schwingkeller Kinder, die den Sport im Fernsehen entdeckt haben und ihn nun ausprobieren wollen.

Mit dem Interesse steigt auch der Grad der Vermarktung. Im Schwingen bisweilen ein heikles Thema. Wie sehen Sie die Situation?
Ich bin der Meinung, dass es eine Öffnung gebraucht hat. Ich finde aber auch, dass diese verhältnismässig war. Die Frage stellt sich nun, wie es weitergeht. Es ist ein sehr schmaler Grat. Genau die Dinge wie eine werbefreie Arena und das Wettkampftenü ohne Sponsoren unterscheiden uns von anderen Sportarten. Das sollte auf jeden Fall so bleiben. Ich bin auch der Überzeugung, dass der Siegerpreis zwingend ein Muni sein muss.

Die Athleten müssen zehn Prozent ihrer Werbeeinnahmen an den Verband abliefern. Sind die Schwinger die Mormonen der Sportwelt?
(lacht) Das ist bei den Skifahrern nicht anders. Sie müssen auch einen Prozentsatz ihrer Werbeeinnahmen an den Verband abgeben. Im Schwingen fliesst dieses Geld in die Nachwuchsförderung. Es entsteht so etwas wie ein Kreislauf. Die Cracks von heute unterstützen die Cracks von morgen und so weiter. Deshalb finde ich das eine faire Sache. Das Geld ist gut investiert.

Die Schwingerarena ist bereit fuer den Grossanlass anlaesslich des Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Estavayer, am Donnerstag, 25. August 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Werbung gibt e sin Schwingstadien nicht. Bild: KEYSTONE

Für was würden Sie selber nie Werbung machen?
Im Werbereglement des Verbandes ist klar vorgegeben, was nicht erlaubt ist. Ausgeschlossen sind politische Werbung, Suchtmittel und sexistische Werbung. Das sind auch die drei Bereiche, für die ich als Athlet nie zur Verfügung stehen würde. Einerseits habe ich eine Vorbildfunktion, andererseits ist es meine Überzeugung, dass sich Sportler während der Karriere nicht politisch exponieren sollten. Dafür hat man danach noch genügend Zeit.

Ein erfolgreicher Schwinger wäre doch gerade für politische Werbung eine sehr grosse Verlockung. Gab es nie Versuche, Sie einzuspannen?
Es gab diverse Versuche, sei es als Foto auf einem Wahlplakat, im Unterstützungskomitee für einen Kandidaten oder als Gast bei einem politischen Brunch. Die Vorschriften nehmen dir aber sehr viel ab, so dass du dich als Zwanzigjähriger nicht zu Dingen äussern musst, die du vielleicht mit 30 Jahren anders siehst.

Ist eine politische Laufbahn nach der Sportkarriere für Sie ein Thema?
Stand heute nicht. Ich habe mich noch nie damit befasst, was nicht heisst, dass ich politisch nicht eine Meinung habe. Als König ist eine politische Kandidatur ohnehin schwierig – in einer Monarchie (lacht).

(aargauerzeitung.ch)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maple 09.06.2019 09:40
    Highlight Highlight Schön, dass man einmal von einem sympathischen Glarner etwas lesen darf.
  • Butschina 09.06.2019 09:03
    Highlight Highlight Schön hat er im Alltag keine Schmerzen mehr. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich. fussverletzungen gehören zu den Verletzungen die oft nicht komplett genesen und oft Spätfolgen generieren. Ich wünsche ihm, dass ihm dies erspart bleibt.
    • Beaudin 09.06.2019 10:27
      Highlight Highlight welche Idioten machen da Blitz
    • Hayek1902 09.06.2019 12:17
      Highlight Highlight Der russische Bot hat wahrscheinlich etwas falsch übersetzt.
    • Butschina 09.06.2019 12:58
      Highlight Highlight Beaudin, ist doch egal wenn sie blitzen. Ich denke viele wissen nicht, dass es auch in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist nach einem schweren Unfall komplet zu genesen. Ist doch schön kennen sie dies nicht. Mir wurde das auch erst bewusst als ich es selber erlebt habe.
      Es liegt im Wesen des Menschen, negatives möglichst auszublenden. Das passiert unbewusst.

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Können Sie Ihre Gefühle nach dem 2:0 in Worte fassen?Granit Xhaka: Wir zeigten eine sehr gute Leistung, das Resultat stimmt. So kann es weitergehen. Wir konnten leider das Spiel gegen die Iren nicht sofort entscheiden, blieben aber dennoch der geforderten Linie unseres Trainers treu: hoch stehen, pressen, und dann fällt verdient noch das 2:0. Wir mussten ja sehr viel Kritik einstecken in den vergangenen Wochen und Monaten. Weil unsere Ergebnisse trotz sehr guten Auftritten nicht immer gepasst …

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