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Basel's disappointed players thank the fans after the UEFA Champions League Group stage Group A matchday 4 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Russia's CSKA Moskva in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, October 31, 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Enttäuschte Basler trotten von dannen. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Magie verflogen – jetzt droht dem FCB das blaue Wunder

etienne Wuillemin / Aargauer Zeitung



Irgendwann ist sie plötzlich verflogen, die Magie im St. Jakob-Park. Lange sah es gestern Abend danach aus, als würde sich der FC Basel vorzeitig für den Achtelfinal der Champions League qualifizieren. Doch dann, wie aus dem Nichts, gibt Basel den fast schon sicher geglaubten Sieg gegen Moskau noch aus der Hand. Es hätte ein Abend voller Euphorie werden sollen. Am Ende bleibt nur die Ernüchterung. Nach diesem unnötigen 1:2 ist das Weiterkommen wieder in Gefahr

Es schien fast ein wenig, als hätte der FC Basel Respekt vor der eigenen Stärke bekommen. Warum er in der zweiten Hälfte plötzlich aufhörte, Fussball zu spielen und den angeschlagenen russischen Bären wieder zum Leben erweckte, ist rätselhaft. Besonders schmerzhaft: In dieser wegweisenden Woche mit den Spielen gegen den FC Zürich, ZSKA und YB gelang es den Baslern wieder nicht, mit guten Gefühlen vom Platz zu gehen

Insbesondere für die neue Führung um Präsident Bernhard Burgener, Sportchef Marco Streller und Trainer Raphael Wicky wäre ein europäischer Triumph bedeutend. Noch immer ist die Skepsis nach dem Machtwechsel nicht gänzlich verflogen. Überzeugende Auftritte auf internationalem Parkett würden dazu beitragen, Goodwill zu schaffen. Auch darum ist dieser Abend eine verpasste Chance.

Plötzlich muss sich der FC Basel also wieder mit leichten Sorgen umtreiben. Dabei sah es danach aus, als hätte er das September-Tief überzeugend vergessen machen können. Anstatt des «Wunders von Basel» bei einer vorzeitigen Achtelfinal-Qualifikation droht nun das blaue Wunder. Dann nämlich, wenn es am kommenden Sonntag nicht gelingt, den Rückstand in der Meisterschaft auf die Young Boys zu verkürzen.

Sieben Punkte beträgt er vor dem Direktduell. Noch ist ganz Basel davon ziemlich unbeeindruckt. Kraft der Vergangenheit traut niemand dem Konkurrenten aus Bern wirklich zu, den Lauf durchzuziehen. Doch dieses Denken kann ziemlich gefährlich sein.

Basel's head coach Raphael Wicky, right, looks on during an UEFA Champions League Group stage Group A matchday 4 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Russia's CSKA Moskva in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, October 31, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Müssen beim FCB jetzt die Richtung vorgeben: Leader Michael Lang und Trainer Raphael Wicky. Bild: KEYSTONE

Champions League in Ehren – das Kerngeschäft bleibt für den FC Basel die Meisterschaft. Nach der gestrigen Enttäuschung ist das YB-Spiel für den Serienmeister ein grosser Charaktertest. Vor allem für den Trainer. Ist Wicky fähig, sein Team so aufzurichten, dass es eine überzeugende Reaktion zeigt? Spannung und Unterhaltung sind garantiert.

Die Noten der FCB-Spieler beim 1:2 gegen ZSKA Moskau

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    Alle Leser-Kommentare
  • LeChef 01.11.2017 14:00
    Highlight Highlight Für ein Spiel braucht es immer zwei Mannschaften. Basel hat nicht einfach "aufgehört Fussball zu spielen", sondern ZSKA ist stärker geworden, war besser eingestellt und motivierter in der zweiten Hälfte.
  • Paul_Partisan 01.11.2017 09:40
    Highlight Highlight Keine Angst FCB, selbst wenn ihr in der 90. Minute 0:1 hinten liegt, wird euch die SFL wieder einen Penalty schenken...
    • Asmodeus 01.11.2017 09:46
      Highlight Highlight Genau mit dieser Losereinstellung ist es kein Wunder, dass YB ständig ihe Chancen auf einen Titel veryoungboyst.

      Ich motze zwar unten über die Basler Larifari-Einstellung, aber immerhin sitzen die Basler nicht schmollend im Sandkasten, essen Sand und regen sich über die Kinder auf die ein hübscheres Schäufeli haben.
    • Snowy 01.11.2017 14:48
      Highlight Highlight Das Wort heißt „veryoungboyst“!
  • Asmodeus 01.11.2017 09:34
    Highlight Highlight "Es schien fast ein wenig, als hätte der FC Basel Respekt vor der eigenen Stärke bekommen"

    Das genaue Gegenteil war der Fall. Bei den Baslern stellte sich derselbe gefährliche Larifari-Modus ein, der sich schon seit Jahren durch die Mannschaft zog.

    "Wir sind so stark, wir schaukeln das Pferd schon noch."

    Mit dieser Einstellung hat es vielleicht die letzten Jahre national gut gegen sich selbst sabotierende Mannschaften gereicht, aber das reicht nicht in der CL.

    Man fragt sich ob zur Halbzeit in der Kabine gesagt wurde "Wir haben das Achtelfinale im Sack" dass es soweit kam.
    • Palatino 01.11.2017 12:51
      Highlight Highlight Es reicht auch national nicht mehr. Vorbei die Zeiten, als die Gegner dem FCB die Punkte noch vor Spielbeginn in der praktischen Geschenkbox übergaben: In der Tabelle, welche nur Auswärtsspiele beachtet, liegt der FCB nur auf Platz 4, etwa auch hinter den Fussballtitanen aus Lausanne.
    • Asmodeus 01.11.2017 13:01
      Highlight Highlight Aktuell sabotieren sich der FCZ und YB nicht selbst, dadurch ist es aktuell einiges schwieriger ja.

      Aber das ist vielleicht der Tritt in den Hintern den einige Leute beim FCB brauchen.

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