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2016 Rio Olympics - Equestrian - Preliminary - Jumping Individual Qualification - Olympic Equestrian Centre - Rio de Janeiro, Brazil - 16/08/2016. Janika Sprunger (SUI) of Switzerland riding Bonne Chance Cw jumps.  REUTERS/Tony Gentile   FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS.

Janika Sprunger während der Einzel-Qualifikation mit Bonne Chance. Bild: TONY GENTILE/REUTERS

Kommentar

Janika Sprunger darf nicht um eine Medaille reiten – ein Skandal? Leider nein

Welch eine bittere Ironie. Das edle Pferd heisst «Bonne Chance». Aber es bringt seiner Reiterin kein Glück. Janika Sprunger darf heute Freitag nicht zum Einzel antreten. Es geht ihr wie ihrem berühmten Klein-Cousin Julien Sprunger.

klaus zaugg, rio de janeiro



>>> Wir tickern den Einzelwettbewerb heute ab 15 Uhr live!

Reitergeneral Andy Kistler hat die unpopulärste aller Varianten gewählt. Janika Sprunger darf nicht um eine Medaille reiten. Gegen die Frau. Für die Männer. Steve Guerdat, Romain Duguet und Martin Fuchs sind nominiert.

Team Chef Andy Kistler of Switzerland is pictured at the

Hatte einen schwierigen Entscheid zu fällen: Der Schweizer Equipenchef Andy Kistler. Bild: KEYSTONE

«Es war ein schwieriger Entscheid. Alle vier hätten es verdient gehabt, um die Medaillen zu reiten», sagt der Equipenchef. «Ausschlaggebend war schliesslich das Abschneiden der Paare in der Nationenwertung vom Dienstag und Mittwoch». Fuchs und Duguet hatten sich in diesen Tagen je fünf Strafpunkte eingehandelt, Sprunger und Guerdat je neun Punkte. «Für mich war jedoch klar, dass Guerdat die Chance erhalten soll, seinen Titel von London 2012 zu verteidigen»

Zur Erklärung: In den drei bisherigen Ritten (Qualifikation plus zwei Durchgänge im Mannschaftswettkampf) waren alle vier punktgleich gewesen. Daher die heikle, einmalige Ausgangslage.

Den Entscheid hatte Andy Kistler kurz nach dem Mannschaftswettkampf noch in den Stallungen seinem Team mitgeteilt. Auch auf Druck der Beteiligten. Damit sich die nominierten besser auf das Einzelspringen vorbereiten und einstellen können. Die offizielle Bestätigung folgte jedoch erst am Donnerstagvormittag, nach dem «Vortraben» der Pferde. Ein letztes Mal wird geprüft, ob die edlen Tiere bereit sind und dann wäre im Falle eines Falles noch eine Korrektur des Aufgebotes möglich.

2016 Rio Olympics - Equestrian - Preliminary - Jumping Individual Qualification - Olympic Equestrian Centre - Rio de Janeiro, Brazil - 14/08/2016. Steve Guerdat (SUI) of Switzerland riding Nino Des Buissonnets competes. REUTERS/Tony Gentile   FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS.

Steve Guerdat bekommt mit Nino des Buissonnets die Chance, Olympia-Gold zu verteidigen. Bild: TONY GENTILE/REUTERS

In der Zwischenzeit hatte Janika Sprunger ihre Enttäuschung schon längst Facebook anvertraut. Dafür hat Andy Kistler Verständnis. «Sie hätte sich eigentlich daran halten sollen, dass der Entscheid noch intern bleibt. Aber grosse Sportlerinnen und Sportler sind enttäuscht, wenn sie ein Ziel nicht erreichen. Das muss so sein.» So lange es als Reaktion nicht zu einer persönlichen Beleidigung komme, sei alles in bester Ordnung.

Janika Sprungers Post auf Facebook.

«Das gehört zum Sport»

Dass Equipen-Coach Thomas Fuchs nicht nur der Vater des nun nominierten Martin Fuchs ist, sondern darüber hinaus der persönliche Trainer aller drei nominierten Reiter ist, macht den Entscheid brisant. Der Entscheid bekommt den Schwefelgeruch von Vetternwirtschaft und befeuert die Kritiker, die hinter vorgehaltener Hand monieren, der wahre Reitergeneral sei ja eigentlich Thomas Fuchs und Andy Kistler bloss sein «Stabschef», seine «Marionette».

Barcelona, 26.09.2015 - Pferdesport, Furusiyya FEI Nations Cup Final 2015, Springreiten Teamwertung, Thomas Fuchs (SUI) (Tomas Holcbecher/EQ Images)

Equipen-Coach Thomas Fuchs. Bild: Tomas Holcbecher

Der Entscheid also ein Skandal? Nein. Leider nein, aus der Sicht eines boshaften Chronisten. Andy Kistler liefert durch die höhere Bewertung der zwei Durchgänge im Mannschafts-Wettbewerb eine fachlich einwandfreie und diplomatisch kluge Begründung. Dass beim Entscheid Thomas Fuchs mit seiner sportlichen Kompetenz beteiligt war, ist logisch und wird vom Equipenchef auch nicht bestritten.

Andy Kistler trägt alles Gerede mit Grandezza. «Damit kann ich leben. So ist das halt bei einer Enttäuschung und wenn ich anders entschieden hätte, gäbe es ähnliche Reaktionen von der anderen Seite.» Auch Hansueli Sprunger, der Vater von Janika, akzeptiert den Entscheid. «Janika ist sehr enttäuscht. Es ist ein harter Entscheid. Aber das gehört zum Sport.» Gentlemen prägen den Reitsport. So einfach lässt sich keiner zu einer Polemik hinreisen.

Grössere Chancen als Gottéron

Janika Sprunger kommt aus einem grossen, sportbegeisterten Familienclan. Zu ihren 53 Cousins und Cousinen gehören die Geschwister Lea und Ellen Sprunger, die hier in Rio auch olympische Niederlagen erlitten haben. Lea schied über 400 m Hürden bereits im Vorlauf aus und Ellen mit der 4x100 m-Staffel ebenfalls im Vorlauf.

Am dramatischsten ist jedoch das Scheitern bei einem entfernten Verwandten, bei Janika Sprungers Klein-Cousin Julien Sprunger. Er ist einer der grössten Schweizer Hockeyspieler der letzten 25 Jahre. Aber auch ihm blieb bisher ein Triumph auf höchstem Niveau versagt. Mit Gottéron erreichte er zwar den Playoff-Final gegen den SC Bern – aber zum Titel reichte es nicht.

ZUR MELDUNG, DASS DER EISHOCKEY STUERMER JULIEN SPRUNGER EINEN NEUEN VERTRAG MIT DEM EISHOCKEY CLUB FRIBOURG-GOTTERON BIS FRUEHLING 2020 ERHAELT, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 2.MAI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Deception des joueurs fribourgeois dont le top scorer fribourgeois Julien Sprunger, centre, lors du 3eme match des quarts de finale de play off du championnat suisse de hockey sur glace de National League, LNA, entre le Geneve-Servette HC et le HC Fribourg-Gotteron ce mardi 8 mars 2016 a la patinoire des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Gehört auch dem grossen Sprunger-Clan an: Gottéron-Captain Julien Sprunger, der Klein-Cousin von Janika. Bild: KEYSTONE

Gottéron ist noch nie Meister geworden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Janika Sprunger nun halt in vier Jahren eine olympische Medaille gewinnt, ist im Quadrat grösser als ein Meistertitel von Gottéron.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kommt schon gut 19.08.2016 14:34
    Highlight Highlight Aeron,

    Aha, "Der Punkt ist, sie hätte die Qualifikation verdient". Glaube ich auch, wie alle anderen tollen ReiterInnen auch. Wie wahrscheinlich auch meine Nachbarin, 5-jährig, die sich aktuell auf einem Pony "versucht".
    • Ratchet 19.08.2016 15:09
      Highlight Highlight Sie hat die Qualifikation verdient, weil sie die dafür notwendige Punktzahl an der Olympia erreicht hat. Wenn ihre Nachbarin, dies auf ihrem Pony auch schafft (nicht versucht), erst dann können Sie ihre Aussage mit meiner gleichsetzen.
  • Karl33 19.08.2016 13:42
    Highlight Highlight Auch hier gilt wieder mal:
    "Hallo Frau, sei doch einfach mal KEIN OPFER! Plädoyer gegen den wehleidigen Intim-Feminismus"
    http://www.watson.ch/!954271259
    • Ratchet 19.08.2016 14:13
      Highlight Highlight Wie User Citation Needed es gesagt hat, hat überhaupt niemand irgendein Vorwurf der Benachteiligung der Frau genannt.
      Dass man sich gleich so angegriffen fühlt, wiederspiegelt doch nur seine eigene Vermutung.
    • 8004 Zürich 20.08.2016 01:12
  • 8004 Zürich 19.08.2016 12:33
    Highlight Highlight Ich empfand die Kommunikation via fb zwar unangebracht, aber vom Wortlaut her ging das ja noch unter "einigermassen professionell".
    Es gibt aber auch noch ein anderes Interview, da wirkt sie dann weit weniger abgeklärt - wie ein verwöhntes, enttäuschtes Girl:

    http://podcast.newsnetz.tv/podcast/get_file.php?file=258429.mp4

    Ist ja bei Interviews immer so ein Ding mit Kontext und so.. Aber das, was man hier sieht, wirkt sehr unreflektiert und Ich-bezogen. Und das Frau/Mann-Thema, auch bezüglich der Wohnung, kommt sehr konfus rüber.
    • Ratchet 19.08.2016 13:52
      Highlight Highlight Finde es schon unglaublich, wie man jetzt noch sogar versucht das "Sündenbock" schlecht zureden. Als wäre der umstrittener Entscheid, nicht schon hart genug, versucht man noch unbedingt ihre völlig verständlich enttäuschte Reaktion kritisieren.
      Mir kommt das Gefühl, man will einfach dieses mieses Ungerechtigkeits-Mitleidsgefühl unbedingt verleugnen.
      Ich-bezogen, enttäuscht, unreflektiert? Der Punkt ist, sie hätte die Qualifikation verdient.
      Was hast du denn sonst erwartet, hätte sie lieber glücklich über die Leistung der anderen reden sollen, die nicht mal besser war?
      Verwöhnt!? Inwiefern?
    • 8004 Zürich 20.08.2016 01:08
      Highlight Highlight Warum hätte sie die Qualifikation im Verhältnis zu ihren Teamkameraden verdient? Zwei waren besser. Und Guerdat als TITELVERTEIDIGER mit punktgenau gleichwertiger Leistung. Man konnte nicht anders entscheiden.
      Und mit Enttäuschung kann man wohl alles schönreden. Auch in der Enttäuschung darf ein etwas Fassung und Haltung erwartet werden. Erst hält sie sich nicht an die Kommunikationspolicy, dann erhebt sie auch noch Vorwürfe - aber immer schön bloss implizit. Und dann noch die Geschlechterkeule schwingen - aber auch nur implizit. Einfach kindisch.
    • Ratchet 20.08.2016 10:37
      Highlight Highlight Nein, keiner war besser. Rein objektiv betrachtet, waren alle vier genau gleich gut und haben sich die Finalteilnahme genau gleich viel verdient. Um die Auswahl zu beschränken hat man sich einfach entschieden, den zweiten Lauf mehr zu gewichten, man hätte es aber genauso umgekehrt machen können und dann hätte es Fuchs oder Duguet getroffen. Je nach Argumentation hätte es jeden treffen können, nur Guerdat hatte einen Titelverteidiger Bonus. Der Entscheid war alles andere als klar, viel mehr ähnelte es einen Losentscheid.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Citation Needed 19.08.2016 11:15
    Highlight Highlight Wer hat den Vorwurf der Benachteiligung einer Frau ins Spiel gebracht? Sprunger hat auf FB sehr gut reagiert (ich verdiente, im Final zu reiten, die andern aber auch).
    Die Situation war einmalig (alle gleichplatziert) und der Vorzug für Guerdat als defending Champion nur logisch. Hätte Kistler Sprunger gewählt, weil sie eine Frau ist, dann wäre das falsch gewesen. Im unisex-Einzelsport ist wie in Kunst oder Unterhaltung die Person/Leistung oberstes Kriterium, nicht Geschlecht.
    Es ist sehr schade und superhart für die betroffene Athletin, aber ungerecht ist es nicht.
  • G3r1 19.08.2016 11:05
    Highlight Highlight Wahrscheinlichkeiten sind stets kleiner oder gleich eins und das Quadrat einer Zahl kleiner als eins wird noch kleiner; 0.5*0.5 = 0.25 im Fall.
    • MM 19.08.2016 20:05
      Highlight Highlight Huii, dann macht ja Zauggs Aussage gar nicht so wenig Sinn, wie ich dachte.

      Ist nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass Janika in 4 Jahren gewinnt, auch nachdem sie quadriert wurde noch höher als jene für einen Titel Gottérons, so ist sie tatsächlich riesig.
  • BeatBox 19.08.2016 10:07
    Highlight Highlight Die Entscheidung ist zu 100% richtig, der Ziel- und Entscheidungswettkampf war der Teamevent, was allen vorgängig kommuniziert worden war. Duguet und Fuchs konnten anscheinend mit diesem Druck besser umgehen, Punkt.

    Ich finde es zudem absolut schlecht von Sprunger sich gegenüber der Presse zu äussern bevor der Einzelwettkampf vorüber ist. Sie weis genau, dass dies an der Entscheidung nichts ändern wird, aber schiesst damit auf ihre Teamkollegen. Sie wird in ihrer Zukunft immer wieder auf die anderen Reiter angewiesen sein, denn es wird noch viele Teamevents mit Medaillenchancen geben.
    • Citation Needed 19.08.2016 11:22
      Highlight Highlight BeatBox: ich habe nur ihren FB-Eintrag gelesen, der war fair. Und sie hat ihre Enttäuschung kundgetan, das hab ich aber nur mit einem Ohr irgendwo mitbekommen. Hat sie denn gegen Kollegen gewettert oder den Entscheid angegriffen?
      Sie ärgerte sich glaubich v.A. über schlechte Kommunikation?
      So oder so bin ich aber überzeugt, dass die Herren profi genug sind, sich voll auf den Wettkampf zu konzentrieren. Hinter den Kulissen haben sie ja sowieso schon mitbekommen, dass ein harter Entscheid fiel, und jeder ist trotz Kollegialität sicher saufroh, dass es nicht ihn getroffen hat.
    • Caprice 19.08.2016 11:40
      Highlight Highlight Sie schiesst nie und nirgends auf ihre Teamkollegen sondern verleiht ihrer Enttäuschung über die Entscheidung Ausdruck. Ob das geschickt war vor der offiziellen Pressemitteilung? Naja. Aber nirgends torpediert sie die Reiterkollegen. Die ach so nervenstarken Herren dürften das verkraften. Meredith Michaels-Beerbaum reagierte im Vorfeld der Olympiade übrigens genau gleich, wenn nicht heftiger. Ist halt Spitzensport.
    • BeatBox 19.08.2016 14:39
      Highlight Highlight Sicher schiesst sie gegen ihre Kollegen indem sie Ihre Leistung über Die der anderen stellt und dann noch mit der Frauenkeule kommt. Wer würde denn bei Punktgleichheit nicht den Titelverteidiger vorziehen, der bereits einmal bewiesen hat, dass er das kann? Und die beiden anderen sind halt in den entscheidenden Durchgängen besser gewesen als Sprunger, das ist nunmal Sport.

      @Citation Needed: Fernsehinterview anschauen.

      Grundsätzlich hat sie nichts böses getan, aber professionell und dem Team förderlich wars nicht. Der Druck an Olympia ist immens, da braucht man nicht noch den Rummel im Team.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caprice 19.08.2016 09:43
    Highlight Highlight Danke für die - doch intensive - Berichterstattung über den Reitsport bei Olympia. Immerhin eine Sportart, bei der wir uns immer wieder Medaillenchance ausrechnen dürfen.
    • Darkside 19.08.2016 12:52
      Highlight Highlight Reiten ist doch kein Sport...
    • BigMic 19.08.2016 13:25
      Highlight Highlight Für das Pferd schon...
    • Darkside 19.08.2016 13:43
      Highlight Highlight Hast recht, das hätte ich noch anfügen sollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fumo 19.08.2016 08:56
    Highlight Highlight Sie kann ja immer noch mit Cpt. Capslock und die Shift crew davon segeln ;)

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