Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04261353 Krisztian Pars of Hungary competes in the men's hammer throw event at the IAAF World challenge Golden Spike in Ostrava, Czech Republic, 16 June 2014.  EPA/FILIP SINGER

Ungarns Spitzenwerfer Krisztián Pars hat den Hammer heuer schon auf 82,49 Meter geschleudert. Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

Schweizer Hammerwurf-Exot

Über sieben Meter von der EM-Limite entfernt – und dennoch dabei. Wie geht das?

Wenn sich in Zürich ab nächstem Dienstag die besten Leichtathleten Europas messen, wirft auch Martin Bingisser den Hut in den Ring, respektive seinen Hammer aufs Feld. Hinter der Selektion des Schweizer Athleten steht indes ein Fragezeichen.   

05.08.14, 06:04 05.08.14, 10:54

Mit seiner Jahresbestleistung von 66,11 Metern liegt er abgeschlagen mindestens fünf Meter hinter der Konkurrenz zurück. Mehr noch: Wie der Blick vom Dienstag berichtet, ist die EM-Limite mit 73,5 Meter gar sieben Meter entfernt.

Peter Haas, Leistungssport-Chef bei Swissathletics, sagte der Zeitung, ein Passus bei den Selektionskriterien des Europäischen Leichtathletikverbandes EAA sehe vor, dass Athleten auch über eine Spitzenklassierung an einem EAA-Meeting der höchsten Klasse für die EM selektioniert werden können. Dies sei bei Bingisser mit dessen Sieg am Meeting «Spitzenleichtathletik Luzern» geschehen.

Bingisser hätte sich seine Teilnahme rechtlich erstreiten können. Gemäss «Blick» ist er Jurist bei der Grossbank UBS – die im Übrigen Hauptsponsor ist bei der EM. Einen Rechtsstreit wollte der Verband vermeiden, sagte Haas. Bingisser habe allerdings nie mit einem solchen Schritt gedroht. (kad)



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chrigel60 05.08.2014 09:30
    Highlight Wer kuscht da vor der UBS? Ich finde es sehr bedenklich von diesen Cüpli Funktionären!
    0 1 Melden
  • länzu 05.08.2014 06:52
    Highlight Da lässt der Verband doch lieber einen wie diesen Hammerwerfer mittun, welcher nicht einmal die Qualifikation übersteht, als der Nicola Spirig eine Wildcard über 10'000 Meter zu geben. Spirig, die dort wohl einen sehr guten Eindruck hinterlassen hätte. Es geht halt nichts über Verbandsheinis.
    3 0 Melden

Kosovo-Trainer Bernard Challandes: «Ich blockiere keine Doppelbürger für andere Teams»

Seit März dieses Jahres trainiert Bernard Challandes die Nationalmannschaft Kosovos. Im Interview spricht er über Staatsbürgerkunde, Abwerbeversuche und den EM-Traum.

Bernard Challandes, hat Sie Ihre Frau für verrückt erklärt, als Sie im letzten März mit 66 Jahren den Job als Nationaltrainer des Kosovo angenommen haben? Bernard Challandes: Ich habe Glück, eine solche Frau zu haben. Sie hat all meine Abenteuer immer gerne mitgemacht. Ob in Zürich, Armenien oder jetzt im Kosovo.

Sie waren nie im Kosovo, hatten keinen Bezug zum Land. Jetzt sind Sie Nationaltrainer. Wie kam es dazu? Das war ein wenig Zufall. Der im Juni leider wegen eines Herzinfarkts …

Artikel lesen