Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
British Jodie Williams reacts after competing in a Women's 200 M heatduring the European Athletics Championships at the Letzigrund stadium in Zurich on August 14, 2014.  AFP PHOTO / FRANCK FIFE

Jodie Williams nach ihrem ersten Auftritt im Zürcher Letzigrund. Bild: AFP

Pendler hilft Jodie Williams

«Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren!» – Kambundji-Konkurrentin verfährt sich mit dem Tram

Die britische 200-Meter-Läuferin Jodie Williams wird als eine der grössten Talente in der Leichtathletik gehandelt. Nun will sie an der EM ihre erste grosse Medaille bei den Profis gewinnen – sofern sie sich den Weg in den Letzigrund nun gemerkt hat.

14.08.14, 17:15 14.08.14, 17:38

«Ich bin sehr zufrieden», sagt eine glückliche Jodie Williams nach ihrem Sieg im Vorlauf des 200-Meter-Laufes an der Leichtathletik-EM. Die hübsche 21-Jährige sieht im Bauch des Letzigrunds allgemein ziemlich relaxt aus, was sie dann auch bestätigt: «Es war ein ziemlich lockerer Lauf auf einer super Bahn und vor tollem Publikum. Die Unterstützung – natürlich vor allem für die Schweizer Athleten – ist grossartig!»

British Jodie Williams (L) reacts after competing in a women's 200 M heat during the European Athletics Championships at the Letzigrund stadium in Zurich on August 14, 2014.  AFP PHOTO / FRANCK FIFE

Williams (links) freut sich zusammen mit der Schweizer Rekordhalterin Mujinga Kambundji über die Halbfinal-Qualifikation. Bild: AFP

Williams hat trotz ihres zarten Alters schon einiges erlebt. Vor gut zwei Wochen holte sie sich an den Commonwealth Games in Glasgow die Silbermedaille und gewann vor einem Jahr Gold über 200 und Silber über 100 Meter an den U23-Europameisterschaften. Nach vielen Glanzauftritten und Rekorden will sie nun auch auf Profi-Niveau für Furore sorgen. Ein durchaus realistisches Ziel, sofern sie die richtige Bahn findet.

«Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren!»

Denn Williams' Orientierungssinn scheint nicht derart gut ausgeprägt zu sein, wie ihre schnellen Beine. Dass die britische Jugendrekordhalterin über 60, 100 und 200 Meter überhaupt im Letzigrund dabei ist, hat sie einem hilfsbereiten Zürcher Pendler zu verdanken: «Bianca Williams (ebenfalls 200-Meter-Läuferin) und ich waren auf dem Weg ins Stadion, doch wussten wir überhaupt nicht wo durch. Wir waren verloren!»

REPEAT CORRECTING TYPO - Second place finisher Jodie Williams (R) of England and third place finisher Bianca Williams of England hold their country's flag after the women's 200m final 
at the 2014 Commonwealth Games in Glasgow, Scotland, July 31, 2014.  REUTERS/Suzanne Plunkett (BRITAIN  - Tags: SPORT ATHLETICS)

Bianca (links) und Jodie Williams an den Commonwealth Games vor zwei Wochen. Bild: SUZANNE PLUNKETT/REUTERS

«Sie sahen ziemlich verwirrt aus.»

Der Pendler, welcher Williams den Weg zeigte

Zum Glück für die beiden Athletinnen befand sich ein freundlicher Pendler ebenfalls an der Schiffbau-Station in Zürich: «Ich sah die beiden an der Haltestelle, sie sahen ziemlich verwirrt aus. Und auch im Tram wirkten sie ziemlich hektisch und gestresst. Also fragte ich sie, ob ich helfen kann», erklärte der junge Mann gegenüber watson. Und wie sie Hilfe brauchten. Denn die beiden Williams «hatten keine Ahnung» wo sie waren.

Der Pendler erklärte ihnen, dass sie gleich wieder aussteigen sollten: «Ein sehr hilfsbereiter Herr half uns und sagte, dass wir in die falsche Richtung fahren. Schön, dass es in Zürich so nette Menschen gibt», freute sich Williams.

Jodie Williams of Britain and Mujinga Kambundji of Switzerland (R) compete in a women's 200 metres heat during the European Athletics Championships at the Letzigrund Stadium in Zurich August 14, 2014.               REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND  - Tags: SPORT ATHLETICS)

Williams (links) und Kambundji wollen sich für den Final am Freitag qualifizieren. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Liebäugeln mit den Medaillen

So fanden schlussendlich auch die beiden Sprinterinnen ins Stadion. Zwar nicht auf dem schnellstem Weg, aber diesen müssen sie zu ihrem Glück nur auf der Rennstrecke finden. «Für heute gilt ganz klar: ich will in den Final. Und dann schauen wir, was passiert. Eine Medaille wäre schon sehr schön, aber wir müssen schauen, wie's rauskommt», schaut Williams auf den Halbfinal von heute Abend.



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Mehr als nur lustige Interviews: Was hinter Alex Wilsons Fassade steckt

Alex Wilsons Bronzemedaille über 200 m hilft ihm und dem Schweizer Team. Ein Blick hinter die Fassade des quirligen Schweizer Sprinters.

Alex Wilson ist ein Spassvogel. Und seit gestern Abend der drittschnellste 200-Meter-Läufer Europas. Den 26-jährigen Basler mit jamaikanischen Eltern jedoch auf die spitze Zunge und die schnellen Muskeln zu reduzieren, wird seiner Person nicht gerecht.

Zuerst kommt bei Wilson die Show. «Man darf nicht alles ernst nehmen, was er sagt», erklärt Sprintkollegin Mujinga Kambundji. Auch nicht nach dem EM-Final: «Ich habe eine Goldmedaille verloren», sagt er nach dem Lauf. «Ach du Scheisse, bin …

Artikel lesen