Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Germany's Melanie Bauschke makes an attempt in the women's long jump final during the European Athletics Championships in Zurich, Switzerland, Wednesday, Aug. 13, 2014. (AP Photo/Martin Meissner)

Auch die deutsche Melanie Bauschke war unter den Mess-Opfern. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Leichtathletik-EM in Zürich

Deutscher Weitspringerin werden 24 Zentimeter geklaut – Organisatoren entschuldigen sich für das Mess-Chaos

Orkanböen, Messfehler, Verspätungen: Die Leichtathletik-EM in Zürich erlebte am Mittwoch einen chaotischen Tag. Die Verantwortlichen haben sich jetzt dafür entschuldigt.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Melanie Bauschke weint bittere Tränen, mitten im TV-Interview kullern sie über das Gesicht der 26-jährigen Weitspringerin. Was ist passiert? Die deutsche Meisterin hat sich für den Final qualifiziert und springt im ersten Versuch 6,79 Meter. Damit liegt sie auf dem Bronzerang, bis zum letzten Versuch. Dann erklärt ihr ein Offizieller, bei ihrem weiten ersten Sprung habe man sich vermessen, er war in Wirklichkeit 24 Zentimeter kürzer - nur noch Platz sechs.

«Ich bin total traurig. Die Schweden haben nach dem dritten Versuch Protest eingelegt. Da war ich geschockt», sagte Bauschke nach dem Wettkampf: «Erst vor dem letzten Versuch haben sie mir gesagt, dass der erste nur 6,55 Meter weit war. Das war klar ein Messfehler des Kampfgerichts.»

Zürich Leichtathletik Europameisterschaft 2014, Weitsprung, Melanie Bauschke (GER) enttäuscht

Zurich Athletics European Championship 2014 Long jump Melanie Bauschke ger disappointed

Melanie Bauschke ist Fassunglos. Bild: imago sportfotodienst

Dass die Auftakt-Weite tatsächlich 24 Zentimeter kürzer war als zunächst angegeben, ist nach dem Videobeweis unbestritten. Dennoch sorgte der Fall für viel Kopfschütteln. «Was ist denn da los?», fragte der ZDF-Kommentator. «Schweizer Präzision sieht anders aus.»

Sturm und Regen sind schuld

Die Veranstalter der Leichtathletik-EM in Zürich haben sich nach dem chaotischen Abend nun für die Panne Pannen entschuldigt. Wegen Sturm und Regen habe es nicht nur Zeitplanverschiebungen gegeben, sondern auch Verwirrung bei den Athleten und Messfehler. 

«Der hohe Druck, bedingt durch die besondere Situation und die kurzfristig beschlossenen Zeitplanänderungen, hat in einzelnen Fällen leider zu menschlichem Fehlverhalten geführt», sagte Organisations-Chef Patrick K. Magyar.

Patrick Magyar, CEO of the European Athletics Championships Zurich 2014, speaks during the international media conference ahead of the European Athletics Championships in the City hall of Zurich, Switzerland, Monday, August 11, 2014. The European Athletics Championships will take place from 12 to 17 August 2014 at the Letzigrund stadium in Zurich. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Organisationschef Patrick Magyar entschuldigt sich.. Bild: KEYSTONE

«Die Organisatoren entschuldigen sich in aller Form für diese Vorkommnisse, bitten jedoch in Anbetracht der ausserordentlichen Umstände um Verständnis», hiess es in der Pressemitteilung weiter. Stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunden hätten die Kampfrichter und Helfer vor grosse Herausforderungen gestellt. Die Gesundheit von Athleten und Zuschauern habe im Vordergrund gestanden.

13.Aug.2014; Zuerich; Leichtathletik - EM Zuerich 2014; Volunteers beim Aufstellen der Huerden (Valeriano Di Domenico/freshfocus)

Es brauchte gestern den Einsatz von vielen Volunteers.  Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

Wieso kam es zu den Zwischenfällen?

So musste der Wettkampftag wegen des Sturms lange unterbrochen werden. Auslöser war ein Unfall auf dem Stadiongelände. Demnach war tags zuvor bei heftigen Sturmböen ein Ordner von einem umherfliegenden Absperrgitter verletzt worden und hatte ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

Danach entschieden die Organisatoren, dass die Sicherheit von Zuschauern, Bediensteten sowie Sportlern nicht mehr gewährleistet sei und brachen den laufenden Wettbewerb ab. Im Stadion wurden die Stabhochsprung- und Diskusanlage weitgehend abgebaut.

Betroffen von den chaotischen Verhältnissen war unter anderem die deutsche Weitspringerin Melanie Bauschke, die sich auf einem Bronzerang wähnte, bevor die Kampfrichter einen Messfehler festgestellt hatten. Bauschke, die danach nur noch Sechste war, hatte das Stadion danach untröstlich verlassen. (aha/dpa/sid/syl)



Das könnte dich auch interessieren:

Mehr als 70 Tote nach Zyklon «Idai» 

Link zum Artikel

Boeing 737 Max 8: Diese europäischen Airlines setzen ebenfalls auf die Unglücksmaschine

Link zum Artikel

«Er hatte keine Zeit für mich» – Streit zwischen Federer und Djokovic eskaliert

Link zum Artikel

Mein Abstieg in die Finsternis – Wie ich zur Katzenfrau wurde

Link zum Artikel

So ticken die Putinversteher

Link zum Artikel

Es lebe die Superheldin! Steckt euch euren «Feminismusscheiss» sonstwohin

Link zum Artikel

5 Elektroauto-Gerüchte im Check: Ein paar sind richtig, ein paar aber kreuzfalsch

Link zum Artikel

Hat das Parlament gerade unser Internet gerettet? – Es soll kein Zwei-Klassen-Netz geben

Link zum Artikel

Kevin Schläpfer – Oltens verpasste «Jahrhundert-Chance» und Langenthals «Anti-Anliker»

Link zum Artikel

«Vielleicht sind die Regeln einfach falsch» – VAR-Penalty sorgt für hitzige Diskussionen

Link zum Artikel

«Doping ist wie beim Hütchenspiel. Du weisst, dass es Betrug ist. Aber du spielst mit»

Link zum Artikel

Man liebt den Verrat, aber selten die Verräterin – nein, Galladé verdient Lob

Link zum Artikel

Der EHC Kloten, die Hockey-Titanic – so viel Talent, so miserabel trainiert und gecoacht

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz! Heute mit einer Premiere!

Link zum Artikel

«Rape Day»: Gaming-Plattform bringt Vergewaltigungsgame raus – und löst Shitstorm aus

Link zum Artikel

Schär ist der beste Verteidiger in England – nach dem Supertor dreht sogar Shearer durch

Link zum Artikel

Warum die FDP (vielleicht) gerade unsere Beziehung zu Europa gerettet hat

Link zum Artikel

Erleuchtung für 190 Franken: Ist diese 17-Jährige die neue Uriella?

Link zum Artikel

10 Schauspieler, die ihre grössten Rollen nicht mehr leiden können

Link zum Artikel

Papst Franziskus – der Reformer, der keiner ist

Link zum Artikel

Stellt das Popcorn bereit: Trumps Anwalt Michael Cohen will auspacken

Link zum Artikel

Samsung hat das Galaxy Fold enthüllt, das unsere Smartphones für immer verändern könnte

Link zum Artikel

Im Juni wurde «The Beach» geschlossen – jetzt zeigt sich, wie gut dieser Entscheid war

Link zum Artikel

Warum der Schweizer Klubfussball auf dem absteigenden Ast ist

Link zum Artikel

5 Promi-Seitensprünge und ihre Ausgänge (und was diese Dame damit zu tun hat)

Link zum Artikel

9 Grafiken rund um das Elektroauto in der Schweiz

Link zum Artikel

Zwangsschulfrei wegen Masern: Schon 12 Fälle an Steiner-Schule – warum das kein Zufall ist

Link zum Artikel

Ihr spinnt! Wieso trinkt ihr im Restaurant kein Leitungswasser?

Link zum Artikel

Diese Schweizerin trug 365 Tage lang dasselbe Kleid

Link zum Artikel

Hinter den Kulissen von «Game of Thrones» haben sich alle lieb. Hier 15 Beweis-Bilder!

Link zum Artikel

Und jetzt: Die fiesen Sex-Fails der watson-User! 🙈

Link zum Artikel

Hier kommt ein Feel-Good-Dump für alle, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen können

Link zum Artikel

27 Sprüche, die zeigen, dass wir unbedingt auch Jahrbücher in den Schulen brauchen

Link zum Artikel

«Breaking Bad» kommt zurück – dazu die 10 besten Zitate von Jesse Pinkman

Link zum Artikel

Die Post lässt sich ein bisschen hacken – und macht sich zum Gespött der Hacker

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Breitere Flügel und ein Zusatzpunkt – das wird in der neuen Formel-1-Saison anders

Tiefgreifende Regeländerungen gibt es zur neuen Formel-1-Saison nicht. Am auffälligsten sind die breiteren Front- und Heckflügel der Autos. Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen für 2019.

Der Frontflügel (200 statt 180 Zentimeter) ist breiter als in der vergangenen Saison und kommt stark vereinfacht daher. Auch der Heckflügel hat an Höhe (2 Zentimeter) und Breite (10) zugelegt. Die Absicht: Mit den neuen Flügeln soll das Überholen einfacher werden.

Lieferant Pirelli hat die Gummi-Mischungen von sieben auf fünf reduziert. An den Rennwochenenden werden die drei ausgewählten Modelle bei trockener Strecke jeweils nur noch Soft, Medium und Hard genannt. Die extrem weichen und harten …

Artikel lesen
Link zum Artikel