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epa05294793 Swiss Moto 2 rider Thomas Luethi of garage Plus Interwetten celebrates with his team his third place during the Moto2 race of the French Motorcycling Grand Prix at Le Mans race track, Le Mans, France, 08 May 2016.  EPA/EDDY LEMAISTRE

Momentane Zufriedenheit bei Tom Lüthi – doch was bringt die Zukunft?
Bild: EDDY LEMAISTRE/EPA/KEYSTONE

Tom Lüthi möchte bleiben – wenn es sein Team 2017 denn noch gibt

Während Dominique Aegerter (25) erstmals offen von einem Teamwechsel spricht, sieht Tom Lüthi (29) keinen Grund für eine Veränderung.



So unruhig und spannend war es im helvetischen «Töff-Dream-Team» noch nie. Dominique Aegerter spricht erstmals offen über seine Unzufriedenheit mit Teamchef Fred Corminboeuf und der offensichtlich ungenügenden technischen Betreuung durch Cheftechniker Florian Chiffoleau. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus und der Rohrbacher prüft intensiv die Möglichkeit eines Wechsels. Sei es zu Aki Ajo um dort 2017 die neue Moto2-KTM zu fahren oder ins Team des Deutschen Jürgen Lingg als Ersatz für Jonas Folger, der 2017 in der MotoGP-Klasse für Yamaha fährt (watson.ch berichtete).

Dominique Aegerters Teamkollege Tom Lüthi ist hingegen daran interessiert, dass es so bleibt, wie es ist. Er möchte seinen auslaufenden Vertrag verlängern: «Ich bin mit meiner Situation sehr zufrieden.» Sein Manager Daniel M. Epp wird noch konkreter: «Natürlich haben wir Offerten und die prüfen wir. Das stärkt unsere Verhandlungsposition. Aber ein Wechsel macht für uns keinen Sinn. Wir haben mit dem neuen Cheftechniker Gilles Bigot Stabilität auf einem hohen Niveau erreicht und damit die Voraussetzungen, bei jedem Rennen um einen Podestplatz zu fahren.»

Mit Fred Corminbeuf habe er keine Probleme und die Kritik aus dem Aegerter-Clan, der Teamchef kümmere sich vor allem um Tom Lüthi, kümmert ihn nicht. «Jeder Teamchef steht seinem schnelleren Fahrer näher. Und das ist nun mal Tom.»

21.02.2015; Zuerich; Motorrad - Praesentation; An der Swiss Moto wurde das neue Schweizer Team vorgestellt. - V.l.n.r.: Thomas Luethi, Dominique Aegerter, Teammanager Frederic Corminbeuf und Robin Mulhauser. (alle Kalex) (Waldemar Da Rin/freshfocus)

Die Fahrer Tom Lüthi, Dominique Aegerter und Robin Mulhauser (v.l.) zusammen mit Teamchef Fred Corminbeuf.
Bild: Waldemar Da Rin/freshfocus

Tom Lüthi wird also seinen Vertrag verlängern und bleiben – wenn es das Team 2017 noch gibt. Das ist noch nicht hundertprozentig sicher. Die Frage ist nämlich: Was passiert im Falle eines Wegzuges von Dominique Aegerter, bei einem Auseinanderbrechen des «Töff-Dream-Teams» nach nur zwei Jahren?

Der grosse Hund in der Karawane

Würde Olivier Métraux dabeibleiben und weiterhin ein eigenes Team alimentieren oder nur noch Dominique Aegerter in einem anderen Team unterstützen? Kann Fred Corminboeuf dann die Finanzierung der aktuellen Strukturen noch sichern? Und wer würde neben Tom Lüthi fahren? Der Zürcher Jesko Raffin (20), der für nächste Saison ein neues Team braucht? Oder ein Ausländer?

Moto2 rider Jesko Raffin of Switzerland walks in front of his garage after the third free practice session for the Japanese Motorcycle Grand Prix at the Twin Ring Motegi circuit in Motegi, north of Tokyo,  Saturday, Oct. 10, 2015. (AP Photo/Shizuo Kambayashi)

Jesko Raffin könnte eine Alternative sein.
Bild: Shizuo Kambayashi/AP/KEYSTONE

So oder so benötigt Fred Corminboeuf einen neuen Fahrer, wenn er sein Team in der bisherigen Form weiterführen will. Robin Mulhauser (24), aktuell hinter Tom Lüthi und Dominique Aegerter Pilot Nummer 3, bekommt für die nächste Saison wegen ungenügenden Leistungen keine Zulassung für die Moto2-WM.

Der Teamchef ist wie immer selbstsicher und sagt zu der offensichtlichen Unruhe in seinem Unternehmen: «Alles nur Gerede, das mich nicht kümmert.» Nach dem Motto: die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.

Allerdings bellen jetzt – um bei diesem Vergleich zu bleiben – nicht die Hunde am Wegesrand. Sondern mit Dominique Aegerter einer der grossen Hunde in der Karawane. Das könnte die Kamele doch aufschrecken.

Alle Schweizer Töff-GP-Sieger

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Tom Lüthi nach seinem Sturz: «Ich muss meinen Ärger irgendwo raus lassen. Ich weiss noch gar nicht wie»

Tom Lüthi hat beim GP von Italien in Mugello den Sieg durch einen Sturz in der 3. Runde vergeben. Er sagt, warum er stürzte, wie er mit diesem Missgeschick umgeht und warum sein Selbstvertrauen keinen Schaden genommen hat.

Was ist passiert?Tom Lüthi: Ich bin gestürzt.

Ja klar, das habe ich gesehen. Die Frage ist, was passiert ist.Ich wollte sofort einen Abstand zwischen mich und meine Verfolger legen und dieses Rennen gewinnen. Dabei habe ich es übertrieben. Erst ist das Hinterrad weggerutscht und als das überstanden schien, klappte das Vorderrad ein.

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