Sport
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Die beiden Davoser Dario Simion, rechts, und Marcus Paulsson (SWE), 2. v. rechts, gegen die Zuercher Andri Stoffel, Torhueter Urban Leimbacher Mike Kuenzle und Roger Karrer, von links nach rechts, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions, am Samstag, 31. Januar 2015, in der Vaillant Arena in Davos (KEYSTONE/Juergen Staiger).

Die Davoser wollen heute in der heimischen Vaillant Arena gegen die ZSC Lions nachlegen. Bild: KEYSTONE

Wäre ein 3:1 für den HCD bereits die Entscheidung? Eigentlich schon, doch die ZSC Lions wissen, wie man solche Rückstände aufholt

3:1 oder 2:2: Das vierte Spiel im Playoff-Final zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions hat wegweisenden Charakter. Verlieren die Zürcher zum dritten Mal, dann hilft nur noch ein Besinnen auf die eigenen Stärken und die Vergangenheit.



Der HC Davos und die ZSC Lions begegnen sich im diesjährigen Playoff-Final bislang auf Augenhöhe. Die Bündner haben in Spiel 3 dank dem Sieg im Penaltyschiessen allerdings das Break geschafft und den Vorteil auf ihre Seite gezwungen. Ein Sieg im Spiel 4 in der Davoser Vaillant Arena wird also zum «Big Point»: Gewinnt der HCD heute erneut, hat er danach drei Matchpucks. Wäre das bereits die Vorentscheidung?

Davon muss man ausgehen: Seit Einführung der Playoffs in der Saison 1985/86 gab es in Best-of-Seven-Serien insgesamt 62 Mal eine 3:1-Führung und nur elf Mal konnte die zurückliegende Mannschaft die Serie noch gewinnen. Also nicht einmal jedes fünfte Mal.

ZSC-Trainer Marc Crawford haelt den Pokal, nach ihrem Meisterschaftssieg im vierten Playoff Finalspiel der National League A gegen die Kloten Flyers am Sonntag, 20. April 2014, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Zigarre rauchen mit dem Pokal? Dafür brauchen Marc Crawfords ZSC Lions ein gewaltigen Effort. Bild: KEYSTONE

Die Statistik des HC Davos nach einer 3:1-Führung ist sogar noch ein bisschen besser als der Mittelwert. Nur einmal in acht Fällen gaben die Davoser einen derartigen Vorsprung noch aus der Hand – und zwar ausgerechnet gegen die ZSC Lions (2013 im Viertelfinal).

So spielte der HCD in den Playoffs nach 3:1-Führung

Riesenjubel der Davos Spieler rund um Josef Marha, in der Mitte verdeckt, der soeben den Siegestreffer geschossen und somit den Meistertitel gesichert hat, bebachtet vom enttaeuschten Zuercher Edgar Salis, rechts, aufgenommen am Donnerstag, 7. April 2005, beim 5. Eishockey Play-Off Finalspiel zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions im Eisstadion Davos. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Playoff-Final 2005: Die Davoser feiern den Titel, während ZSC-Verteidiger Edgar Salis enttäuscht vom Eis schleicht. Bild: KEYSTONE

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Doch die ZSC Lions hätten nach einem 1:3-Rückstand natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden – und zwar ein gehöriges. Die Zürcher sind nämlich gewissermassen Spezialisten beim Drehen von aussichtslosen Serien. Schon drei Mal haben sie dieses Kunststück geschafft: 2001 und 2012 sogar im Playoff-Final, 2013 im Viertelfinal gegen den HCD. Doch auch bei den Lions klappt's nicht immer: 2005 machte der HCD im Final nach der 3:1-Führung kurzen Prozess und holte in Spiel 5 den Titel.

So spielte der ZSC in den Playoffs nach 1:3-Rückstand

Aber eben: Noch ist Spiel 4 nicht gespielt und Davos führt erst 2:1 und nicht 3:1. Und für viele Experten bleiben die Lions trotz Rückstand der grosse Favorit. Die Bündner haben derzeit auch andere Sorgen, als sich mit Statistiken zu beschäftigen. Verletzungssorgen sind es: Mit Tyler Redenbach und Ville Koistinen fallen zwei der fünf Ausländer bis zum Saisonende aus und Perttu Lindgren ist ebenso angeschlagen wie Dick Axelsson. Nur Marcus Paulsson ist also fit.

16. November 2014; Davos; Eishockey NLA - HC Davos - ZSC Lions Derek Smith (L, ZSC) gegen Dick Axelsson (R, Davos) (Michael Zanghellini/freshfocus)

Der HCD hat Verletzungs-, die ZSC Lions haben Powerplay-Sorgen. Bild: Michael Zanghellini/freshfocus

Bei den Lions fehlen nur Daniel Schnyder und Dan Fritsche, der Rest der Crew ist an Bord und bereit, sich mit aller Macht gegen das 1:3 zu stemmen. Vor der Reise nach Davos hat Marc Crawford noch einmal die grosse Schwäche der Lions in diesem Final trainieren lassen. Das Powerplay: Zehn Strafen nahmen die Davoser in den ersten drei Spielen, nicht einmal konnten die Lions reüssieren. Steigt die Quote, kann auch ihnen die Statistik egal sein.

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Play-offs 1985/86

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Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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