Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Houston Rockets center Clint Capela, left, and guard James Harden watch the ball during the second half of an NBA basketball game against the Chicago Bulls, Saturday, Nov. 3, 2018, in Chicago. (AP Photo/Nam Y. Huh)

Alles Gute kommt von oben? Capela (links) und Teamkollege Harden blicken auf den Ball. Bild: AP

Warum Clint Capela Houston trotz 5-Jahres-Vertrag vielleicht verlassen muss

Nach enttäuschenden Playoffs befinden sich die Houston Rockets im Umbruch. Der Schweizer Clint Capela könnte eines der Opfer sein – obwohl er erst im letzten Sommer einen mit 90 Millionen Dollar dotierten Vertrag unterschrieben hatte.

Nicola Berger / CH media



Es hätte das Jahr der Houston Rockets werden sollen, jetzt, wo im Playoff-Final deutlich wird, wie verwundbar der Serienmeister Golden State Warriors tatsächlich ist. Aber während der Aussenseiter Toronto gerade nach dem Titel greift – die Raptors führen in der Finalserie mit 3:2 Siegen –, endete die Saison der Rockets schon vor einem Monat. Wieder einmal versagte das Team im entscheidenden Moment.

Klubbesitzer Tilman Fertitta kündigte danach einschneidende Veränderungen an, er sagte: «Wir werden diese Herausforderung meistern. Unsere Zeit wird kommen.» Noch lassen die Wechsel auf sich warten, bis dato haben die Rockets einzig den für die Defensive verantwortlichen Assistenztrainer Jeff Bzdelik entlassen.

Doch die Ruhe trügt; General Manager Daryl Morey wirbelt hinter den Kulissen. Diverse Medien berichten, dass die Rockets mindestens eine der drei Stammkräfte Clint Capela/PJ Tucker/Eric Gordon austauschen werden – möglicherweise bereits in dieser Woche, bevor am 20. Juni der NBA-Draft stattfindet.

Boston Celtics gelten als interessiert

Capela (25) ist ein Transferkandidat, obwohl er erst im Sommer einen mit 90 Millionen Dollar dotierten Fünfjahresvertrag unterschrieben hat. Der Genfer spielte eine starke Regular Season und enttäuschende Playoffs, doch sein möglicher Transfer hat weniger mit den persönlichen Leistungen zu tun als mit der Situation der Rockets: Manager Morey läuft die Zeit davon. Superstar James Harden wird im August 30 Jahre alt, Houston muss ihm bessere Teamkollegen zur Verfügung stellen, während er noch im Zenit seines Schaffens steht.

Golden State Warriors' Stephen Curry (30) holds his hands up after being charged with a foul as Houston Rockets center Clint Capela (15) walks away during the first half in Game 6 of a second-round NBA basketball playoff series, Friday, May 10, 2019, in Houston. (AP Photo/Eric Gay)

In jüngerer Vergangenheit immer zu gut für Houston: Die Golden State Warriors um Stephen Curry. Bild: AP

Am sinnvollsten wäre ein Abgang des alternden Point Guards Chris Paul (34) dessen Vertrag die Rockets ebenfalls erst im Sommer verlängert hatten. Pauls Salär wird kommende Saison 38,506 Millionen Dollar betragen, 2021/22 steigt es auf 44,211 Mio. an. Es sind irrwitzige Summen, der Vertrag ist so toxisch, dass die Rockets ihn kaum von der Lohnliste werden bringen können. Jedenfalls nicht ohne dafür andere Dinge opfern zu müssen, Draftrechte etwa. Die Gehaltsobergrenze in der NBA beträgt derzeit 101,869 Millionen – Verträge wie jener von Paul schränken den Handlungsspielraum eines Teams signifikant ein.

Bei Capela liegen die Dinge anders. Das Playoff mag seine Limiten aufgezeigt haben, gerade im Duell mit kleineren, wendigeren Gegenspielern, doch Capela bleibt einer der besten Center der NBA – und er ist noch immer jung, seine Leistungen werden mit jedem Jahr besser. An interessierten Teams mangelt es nicht, am Wochenende wurde kolportiert, die Boston Celtics stünden in Gesprächen mit den Rockets. Boston bereitet sich auf den Abgang des Leaders Kyrie Irving vor, dessen Vertrag ausläuft.

Harden: «Wissen exakt, was wir tun müssen»

Capela können die Gerüchte egal sein, sein Salär ist unabhängig vom Arbeitgeber garantiert. Doch ein Transfer käme einer persönlichen Niederlage gleich. Seit Capela 2014 in Houston landete, gehören die Rockets zu den besten Teams der Liga, doch der grosse Wurf ist ihnen verwehrt geblieben. In vier von fünf Jahren scheiterte Houston an Golden State.

Capela hat in seinen Jahren in der Liga sehr viel erreicht, seine Leistungen haben ihn zum bestbezahlten Schweizer Teamsportler gemacht, doch sein Wirken hat etwas Unvollendetes, solange die Rockets an Golden State scheitern. Es gibt die Möglichkeit, dass die Dynastie der Warriors im Sommer endet, es drohen Abgänge, was Houstons grosse Chance bedeuten könnte. Harden sagte: «Wir wissen exakt, was wir in diesem Sommer tun müssen, um besser zu werden.» Man kann sich nicht richtig vorstellen, dass er einen Abgang Capelas meinte – das Duo versteht sich sehr gut, beide sind stark gläubig. Capela muss nur hoffen, dass Morey die Männerfreundschaft nicht aufbricht.

Beste Retro-Sport-Games: «NBA Jam»

Trump stahl diesem Basketballer die Karriere

Play Icon

Unvergessene NBA-Geschichten

19.04.1990: Heute kostet ein böser Tweet in der NBA 25'000 Dollar – früher konnte man für dieses Geld eine Massenschlägerei anzetteln

Link zum Artikel

05.04.1984: Kareem Abdul-Jabbar knackt den NBA-Punkterekord, den er bis heute besitzt

Link zum Artikel

21.03.2012: Erst der umjubelte Dreier, dann die grosse Showeinlage – der Hollywood-Auftritt des Mick Pennisi

Link zum Artikel

13.01.1999: Michael Jordan verkündet seinen zweiten Rücktritt, lässt damit die Basketball-Welt stillstehen und die Nike-Aktie absacken

Link zum Artikel

26.07.1992: Das beste Team, das jemals Basketball gespielt hat, verzaubert die ganze Welt

Link zum Artikel

27.05.1991: Air Jordans Chicago Bulls laufen auf dem Weg zum ersten Titel die Gegner davon – wortwörtlich

Link zum Artikel

02.03.1962: 100 Punkte in einem einzigen NBA-Spiel – diesen Rekord knackte nicht einmal Air Jordan

Link zum Artikel

19.02.1996: Das ist tatsächlich Shaqs einziger Dreier in 1423 NBA-Spielen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Connor McSavior 11.06.2019 19:21
    Highlight Highlight Naja, die Verwundbarkeit der Warriors, wie sie hier im ersten Abschnitt beschrieben wird, ist natürlich auch trügerisch.
    1. Haben die Rockets ja selber in den Playoffs gegen GSW verloren (und das ohne KD in den letzten zwei Spielen).
    2. Die Warriors liegen den Raptors auch spielerisch sehr gut (Raptors beide Spiele in der Regular Season gewonnen. Ausserdem waren die Raptors besser platziert als die GSW.
    • Baron von Eberstein 11.06.2019 23:45
      Highlight Highlight zu 2) und ohne dieses in meinen Augen unnötige Time Out von Nurse kurz vor Schluss hätten die Raptors wohl gewonnen. Brachte den Gegner unnötig wieder ins Spiei.
  • Baron von Eberstein 11.06.2019 16:31
    Highlight Highlight Die Celtics hätten definitiv Spieler welche den Rockets helfen würden. Die Grünen wiederum brauchten unter dem Korb mehr Klasse.
    In meinen Augen opferten die Rockets zuviel um Anthony zu holen.
    Und der Vertrag von Paul=🙄
    Den würde höchstens eine Franchise übernehmen die zum Erfolg noch einen Top Guard braucht. Oder LBJ holt seinen Homie zu den purple and gold. Dort herrscht momentan so ein Chaos dass es mich nicht erstaunen würde.
    Kuzma, Ball und 2.Runden Pick damit sich LBJ pudelwohl fühlt. Item, hoffe nicht

Air Jordans Chicago Bulls laufen die Gegner wortwörtlich davon

27. Mai 1991: In der NBA geht eine grosse Ära zu Ende und eine noch grössere beginnt. Als das Ausscheiden gegen die Chicago Bulls nur noch Sekunden entfernt ist, verlassen die Stars der Detroit Pistons einfach so das Feld.

7,9 Sekunden sind noch zu spielen in Detroit. Die Bulls aus Chicago führen bei den Pistons deutlich. Sie werden auch Spiel vier der Playoff-Serie gewinnen und den amtierenden NBA-Champion in die Ferien schicken. Pistons-Star Isiah Thomas und seine Kollegen können es offenbar kaum erwarten. Sie verlassen die Halle, um den Siegern nicht die Hand schütteln zu müssen. Nur noch fünf nominelle Ersatzspieler bleiben als Vertretung auf dem Parkett zurück.

Thomas und Co. begründen ihren Entscheid mit der …

Artikel lesen
Link zum Artikel