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Beherzter Biss ins eigene Sandwich und viele Fragen – #N1CO Hischier in New York on Tour

Der Rummel um Nico Hischier ist auch am dritten Tag nach dem NHL-Draft riesig. Ohne Verschnaufpause wird der Nummer-1-Pick der New Jersey Devils am Montag durch New York geschleppt. Der Höhepunkt: Die offizielle Vorstellung in seiner neuen Heimat.



Fragen über Fragen

Nico Hischiers Arbeitstag beginnt früh. Kurz vor 9 Uhr stapft der Schweizer Erstrunden-Draft der New Jersey Devils ins erste Radio-Studio. Dort beantwortet er geduldig die immer gleichen Fragen. So verrät Hischier, dass KHL-Center Pawel Dazjuk sein grosses Vorbild sei, er sich am meisten aufs erste Bully mit Sidney Crosby freue und dass er bis zum NHL-Saisonstart noch Muskeln zulegen müsse. 

Ob er auf dem Eis schon mal in eine Schlägerei verwickelt worden sei, wird er daraufhin gefragt. Hischier verneint und muss sogleich mit dem Radio-Mann in den Infight. Nur scherzeshalber versteht sich.

Das Interview mit dem nächsten Sender gibt's gleich unterwegs. Hischier erzählt die Geschichte, wie er als 9-Jähriger bei einem Turnier in der Schweiz schon einmal das Trikot der Devils getragen hat und definiert seine Ziele: Im Sommer hart an sich arbeiten, es ins NHL-Kader der Devils schaffen und verhindern, dass die Pittsburgh Penguins einen weiteren Stanley-Cup-Titel holen. Klingt doch schon mal ziemlich gut ...

Kurzer Fotostopp

Stippvisite am New Yorker Times Square: Die Technologiebörse Nasdaq heisst den Nummer-1-Pick der Devils ebenfalls herzlich willkommen. Noch wird Hischier nicht von Fans bestürmt, für den Hype sorgt sein neues Team gleich selbst: Jeder seiner Schritte wird unter mit dem Twitter-Hashtag #N1CO fein säuberlich dokumentiert. So ist die ganze Welt bei der Tour de Hischier quasi live dabei.

Nicht seine Nummer 17

Weiter geht's in die City Hall von Newark, wo Hischier Bürgermeister Ras J. Baraka ein Devils-Trikot mit der Nummer 17 überreicht. Mit welcher Nummer der Walliser in Zukunft aber für New Jersey auflaufen wird, steht allerdings noch nicht fest.

Was für eine Odyssee! Hischiers erste Tage als Nummer-1-Draft

Das Hischier-Sandwich

Die Chefs von «Hobby's Delicatessen» in Newark haben zusammen mit dem Schweizer Erstrundendraft ein neues Sandwich entworfen. Es enthält: Grilled Chicken, natürlich Schweizer Käse, Devils-rote Tomaten, Salat, Zwiebeln, Honey Mustard und Mayo.

Hischier beisst herzhaft zu. Natürlich muss er die 13.95 Dollar, die das Sandwich mit seinem Namen kostet, nicht selbst berappen. Übrigens: Das teuerste Sandwich im Laden kostet satte 17.50 Dollar. Hier ist Hischier also nicht die Nummer 1.

Dafür bei seinen Fans ...

Die offizielle Vorstellung

Als «Höhepunkt» wartet am frühen Nachmittag noch die offizielle Vorstellung vor den Medien auf Hischier. Dort wird nicht nur er, sondern auch der General Manager und der Head Coach der Devils befragt.

Hischier über seinen neuen Arbeitgeber: «Seit dem Draft, geht alles drunter und drüber. Es geht von einem Ort zum anderen. Ich bin zum ersten Mal in New Jersey und in New York. Besonders war natürlich, erstmals auf dem Eis des Prudential Centers und in der Garderobe zu stehen. Ich weiss, dass ich jetzt zu einer grossartigen Organisation mit viel Geschichte gehöre und ich bin sehr stolz, ein ‹Devil› zu sein.»

New Jersey Devils' Nico Hischier, center, sits with head coach John Hynes, left, and general manager Ray Shero during a news conference in Newark, N.J., Monday, June 26, 2017. The 18-year-old center was the first Swiss-born player to be drafted first overall in the NHL draft. (AP Photo/Seth Wenig)

Hischier mit Head Coach John Hynes (l.) und General Manager Ray Shero: Seine Vorstellung wird sogar live auf Facebook übertragen. Bild: Seth Wenig/AP/KEYSTONE

Hischier über seinen Status als erster Nummer-1-Pick aus der Schweiz: «Das bedeutet mir sehr viel. In der Schweiz wird extrem gut gearbeitet. Ich hatte stets gute Trainer und Mitspieler. Die Schweiz wird besser und besser. Es ist eine grosse Ehre, Schweizer Eishockey-Geschichte geschrieben zu haben.»

Auch das Sandwich ist nochmals Thema:

Head Coach John Hynes über Hischer: «Sein Kampfgeist, seine Schnelligkeit, seine Hockey-Skills und sein Gespür fürs Eishockey sind bereits auf NHL-Niveau. Aber Nico ist auch eine grossartige Persönlichkeit, er zeigt viel Leidenschaft fürs Spiel. Wir wollten nicht nur den richtigen Spieler, sondern auch die richtige Person. Einen Spieler wie Nico zu kriegen mit seinem Hintergrund und seiner Erziehung – das war genau das was wir wollten.»

General Manager Ray Shero, ob Hischier in der kommenden Saison in der NHL spielen wird: «Wir haben einen Platz im Team für ihn reserviert. Aber wir wollen nicht zu viel Druck machen, er ist erst 18 Jahre alt.»

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