Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Novak Djokovic of Serbia (R) speaks with his coach Boris Becker  during a training session ahead of the Wimbledon Tennis Championships in London June 22, 2014. REUTERS/Toby Melville (BRITAIN - Tags: SPORT TENNIS)

Kann Boris Becker Novak Djokovic zum zweiten Wimbledon-Triumph coachen? Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS

Djokovic-Trainer Boris Becker

«Federer ist schlicht beeindruckend. Er hat imponiert in diesen beiden Wochen»

Roger Federer greift in Wimbledon nach seinem achten Titel. Es wäre ein nächster Rekord. Das würdigt selbst Boris Becker, der als Trainer von Novak Djokovic auf der anderen Seite sitzt.



Boris Becker weiss, was es braucht, um in Wimbledon zu gewinnen. Dreimal hat er das Turnier an der Church Road gewonnen. Erstmals 1985 als 17-Jähriger. Er ist damit nicht nur der jüngste Gewinner des Traditionsturniers, sondern auch der erste, der dies als ungesetzter Spieler schaffte und zudem der erste Deutsche in den Siegerlisten.

25 Jahre nach seinem letzten Triumph in Wimbledon steht er wieder im Final des Turniers. Zwar nur als Trainer, aber immerhin. Auch dies hätte er nicht erwartet und es wird wohl nicht mehr oft vorkommen: «Dass mich meine alte Liebe Tennis nochmals heimsucht und dass ich einen Novak Djokovic trainieren darf, ist die Krönung. Aber ich kann das nicht jede Woche machen und auch nicht noch zehn Jahre.»

Der deutsche Tennisspieler Boris Becker hechtet während des Turniers in Wimbledon im Juli 1985 hinter einem Ball her. Als jüngster Spieler und erster Deutscher überhaupt gewann der ungesetzte Boris Becker am 7. Juli 1985 spektakulär gegen Kevin Curren in vier Sätzen das Wimbledon-Finale. (KEYSTONE/DPA/RUEDIGER SCHRADER)

Am 7. Juli 1985 gewann der damals 17-jährige Boris Becker sensationell in Wimbledon. Bild: dpa

Becker könnte Zeuge werden, wie sich Roger Federer zum ältesten Wimbledon-Sieger der modernen Profiära kürt. Zudem würde der Schweizer der drittälteste Grand-Slam-Sieger aller Zeiten hinter dem Australier Ken Rosewall (1972, Australian Open) und dem Spanier Anders Gimeno (1972, French Open) werden.

Federer vor nächstem Rekord

Schon früher bekundete Becker grossen Respekt für Federer. Als «Riesenbotschaft fürs Tennis» hatte er ihn mal bezeichnet. Zu den Ergebnissen 2014 meint Becker: «Was Roger hier leistet, ist schlicht beeindruckend. Er hat imponiert in diesen beiden Wochen.»

Tatsächlich hätten viele Federer einen weiteren Grand-Slam-Final nicht mehr zugetraut. Seit seinem letzten Gewinn in Wimbledon 2012 stand er nie mehr in einem Endspiel auf dieser Stufe. Jetzt könnte er mit dem achten Sieg im neunten Final alleiniger Rekordsieger werden. Aktuell liegt der Maestro, der am Montag wieder zur Weltnummer 3 aufsteigen wird, dabei gleich auf mit William Renshaw (1881 bis 1886 und 1889) und Pete Sampras (1993 bis 1995 und 1997 bis 2000).

LONDON, ENGLAND - JULY 05:  Roger Federer of Switzerland plays a shot as his coach Stefan Edberg looks on with Centre court in the background during a practice session on day twelve of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club on July 5, 2014 in London, England.  (Photo by Jan Kruger/Getty Images)

Roger Federer beim Training vor dem Final. Beobachtet von Coach Stefan Edberg, der Djokovic-Trainer Becker in drei Wimbledon-Finals gegenüberstand. Bild: Getty Images Europe

Das Alter scheint dabei keine Rolle zu spielen. Der bald 33-Jährige überzeugte von allen Favoriten bisher am meisten und musste sich nur einmal breaken lassen. Er spielt leicht und locker auf. Becker warnt daher: «Wir alle im Camp Djokovic wissen, was das für eine harte Aufgabe am Sonntag wird.»

Novak Djokovic of Serbia plays a return to Grigor Dimitrov of Bulgaria during their men's singles semifinal match at the All England Lawn Tennis Championships in Wimbledon, London, Friday, July 4, 2014. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Novak Djokovic hat die letzten drei Grand-Slam-Finals verloren. Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Djokovic wartet sehnlichst auf den nächsten Titel

Hart wird die Aufgabe für den Serben auch auf mentaler Ebene sein. Zwar stand er von den letzten vier Grand Slams dreimal im Endspiel, verlor aber alle drei und wartet seit dem Australian Open 2013 auf seinen siebten Major-Titel.

Und auch die Erinnerungen an Federer, gegen den er im Head-to-Head 16:18 zurückliegt, sind trotz zuletzt vier Siegen in den letzten sechs Partien nicht die besten. Den einzigen Grand-Slam-Final gegen den Schweizer verlor er 2007 am US Open und die bisher einzige Partie auf Rasen ging ebenfalls an den Baselbieter.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

24. November 2009: Roger Federer müsste im Interview mit Pedro Pinto eigentlich nur ruhig da sitzen, doch der Journalist bringt ihn komplett aus der Fassung. Die Fragen auf spanisch scheinen Federers Lachmuskeln total an ihre Grenzen zu bringen.

Wer kennt es nicht: Dieses Gefühl, wenn man eigentlich nur ruhig da sitzen und zuhören müsste. Doch aus irgendeinem Grund findet man alles unglaublich witzig und muss auf einmal loslachen. Und je mehr man mit dem Lachen eigentlich aufhören müsste, desto schlimmer wird es. Genau so geht es an diesem Tag auch Roger Federer.

Im Rahmen eines Sponsoring-Termins darf der amerikanische Fernsehsender CNN mit Roger Federer ein Interview machen. Zunächst läuft das Gespräch auch ganz gut. Obschon die …

Artikel lesen
Link zum Artikel