Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Roger Federer of Switzerland reacts during his men's singles final tennis match against Novak Djokovic of Serbia at the Wimbledon Tennis Championships, in London July 6, 2014.                     REUTERS/Stefan Wermuth (BRITAIN  - Tags: SPORT TENNIS)

«Vielleicht kommt die grosse Enttäuschung noch.» Bild: STEFAN WERMUTH/REUTERS

Roger Federer

War es der letzte Major-Final? «Diese Frage hätten Sie mir auch 2003 stellen können. Ich weiss es nicht. Ich glaube, das war ein Schritt zu grossartigen Sachen in der Zukunft»

Nach seinem verlorenen Wimbledonfinal stand Roger Federer den Medien Red und Antwort. Die Ursache für die hauchdünne Niederlage machte er vor allem beim Return aus. 



Roger Federer, wie haben Sie die Partie erlebt? 
Roger Federer: 
Ich denke, es war ein gutes Spiel mit allem drin, was den Fans gefällt. Der Umschwung im ersten Satz, Djokovic, der im zweiten zurückkam. Dann der ausgeglichene dritte Satz, das Hin und Her im vierten und schliesslich das Drama im fünften. Das Niveau war gut, auch wenn ich nicht denke, dass ich mein absolut bestes Tennis gespielt habe. Alles in allem war es ein grossartiger Match, und es hat Spass gemacht, Teil davon zu sein.» 

Wie haben Sie es geschafft, nochmal zurückzukommen, nachdem Sie schon fast tot waren? 
Ich hab mich einfach weiter reingehängt. Ich habe es lange nicht geschafft, Novak in seinen Aufschlagspielen unter Druck zu setzen. Es ist eine Sache, keine Breaks zu schaffen; das kann passieren, wenn der andere gut serviert. Er hat einen guten Job gemacht, aber ich bin ja nicht mal in die Nähe eines Breaks gekommen, er konnte sich immer in Sicherheit fühlen bei seinem Aufschlag. Erst, als ich im vierten Satz bereits im Rückstand lag, habe ich besser zu verstehen begonnen, wie ich returnieren muss. Ich habe immer an die Wende geglaubt, habe mich reingehängt. Ich bin froh, dass das irgendwie belohnt wurde. Ich wäre mehr enttäuscht, wenn ich in vier Sätzen verloren hätte, auch wenn es nun doch nicht zum Sieg gereicht hat.

Switzerland's Roger Federer returns to Serbia's Novak Djokovic during their men's singles final match on day thirteen of the 2014 Wimbledon Championships at The All England Tennis Club in Wimbledon, southwest London, on July 6, 2014. AFP PHOTO / POOL / TOBY MELVILLE - RESTRICTED TO EDITORIAL USE

Der Return sei zu schwach gewesen, urteilt Federer. Bild: POOL

Was haben Sie ab dem vierten Satz verändert beim Return? 
Ich bin ein wenig anders an die Returns herangegangen, habe vor allem auch von der Grundlinie besser gespielt. Letztlich war aber der Return mein Hauptproblem heute. Das ist es, wo ich das Spiel verloren habe.

Könnte es sein, dass dies Ihr letzter Grand-Slam-Final war? 
Diese Frage hätten sie mir genauso gut 2003 (nach Federers erstem Wimbledonsieg; d. Red.) stellen können, und ich hätte die Antwort genauso wenig gewusst. Egal, ob bei Olympia, der Fussball-WM oder im Tennis, es gibt keine Garantie, dass du nochmals da hinkommst. Ich bin aber sehr glücklich mit meinen Leistungen in den letzten zwei Wochen. Das lässt mich definitiv glauben, dass dies nur ein Schritt auf dem Weg zu vielen grossartigen Sachen in der Zukunft war.

Hatten Sie Anfang des fünften Satz das Gefühl, das Momentum sei auf Ihrer Seite? 
Nein, ich dachte, es sei eine ausgeglichene Sache. Für ihn war es nach dem vierten Satz auf jeden Fall wichtig, seine ersten ein oder zwei Aufschlagspiele zu gewinnen.

Was ist der positivste Aspekt nach einem solchen Final? 
Dass ich konstant grosses Tennis spielen konnte und wieder gute Emotionen spüre, auch wenn es am Ende hart war. Dem Rücken geht's gut, ich bin wieder fit. Nun freue ich mich auf Ferien, und dann bringe ich mich wieder in Form für die Turniere in Nordamerika

Sie scheinen die Niederlage relativ locker wegzustecken. Täuscht der Eindruck? 
Ja, so locker ist es schon nicht. Gleich nach dem Verlassen sind kurz die Dämme gebrochen. Aber dann habe ich meine Familie gesehen, da war die Traurigkeit schnell weg. Vielleicht kommt aber die grosse Enttäuschung erst noch.

The team of Roger Federer of Switzerland, including his wife Mirka Federer (L) and coach Stefan Edberg (2nd R) applaud during his men's singles final tennis match against Novak Djokovic of Serbia at the Wimbledon Tennis Championships, in London July 6, 2014.     REUTERS/Stefan Wermuth (BRITAIN  - Tags: SPORT TENNIS)

Roger Federers Box. Die Zusammenarbeit mit Stefan Edberg (2.v.r.) scheint den Schweizer positiv zu beeinflussen. Bild: STEFAN WERMUTH/REUTERS

Werden Sie nun auch auf anderen Belägen versuchen, Ihr aggressiveres Spiel umzusetzen? 
Darüber denke ich natürlich nach. Ich weiss es auch nicht. Es wäre aber schon lässig, mit etwas mehr Abwechslung zu spielen und nicht immer nur langweilig von der Grundlinie. Wir werden sehen, was möglich ist.

Was nehmen Sie nun für die Zukunft mit? 
Ich habe gut gespielt, aber nicht traumhaft. Es tut sicher gut zu sehen, wie nahe ich damit an der Nummer 1 in ihrem besten Alter (Djokovic ist 27-jährig; d. Red.) bin. Das lässt auf vieles hoffen. (si) 

Roger Federers bisherige 17 Grand-Slam-Titel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

«Love is in the air» – Tenniswelt feiert die «Bromance» zwischen Federer und Nadal

Das Team Europe gewinnt auch die dritte Austragung des Laver Cups. Das von Björn Borg gecoachte Team setzte sich in der Genfer Palexpo-Halle gegen das Team World dank Siegen in den letzten beiden Einzeln mit 13:11 durch.

Einmal mehr war das Augenmerk auf die beiden GOAT des Tennis gerichtet: Roger Federer und Rafael Nadal haben an diesem Wochenende das nächste Kapitel in ihrer «Bromance» geschrieben, aber seht selbst.

(zap)

Artikel lesen
Link zum Artikel