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2016 Rio Olympics - Athletics - Final - Men's Marathon - Sambodromo - Rio de Janeiro, Brazil - 21/08/2016. Feyisa Lilesa (ETH) of Ethiopia celebrates.   REUTERS/Athit Perawongmetha    FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS.

So jubelte Lilesa beim Marathon-Zieleinlauf in Rio – jetzt will er nicht nach Äthiopien zurückkehren. Bild: ATHIT PERAWONGMETHA/REUTERS

Marathonläufer Lilesa will nach kontroverser Jubelgeste nicht nach Äthiopien zurückkehren



Der Äthiopier Feyisa Lilesa, Silbermedaillengewinner im olympischen Marathon, wird nicht in seine Heimat zurückkehren. Der 26-Jährige war am Sonntag in Rio de Janeiro mit erhobenen und überkreuzten Armen ins Ziel gerannt. Damit wollte er auf die politischen Gefangenen aus der Volksgruppe der Oromos aufmerksam machen. Wie sein Agent Federico Rosa am Dienstag bekannt gab, wäre eine Heimreise «nicht gut für ihn».

Der Zieleinlauf von Lilesa beim Olympia-Marathon

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Ein Regierungssprecher hatte am Montag beteuert, dass Lilesa kein Ungemach drohe. Darauf ankommen lassen will es der Langstreckenspezialist aber offenbar nicht. Zur Debatte steht, dass Lilesa in den USA um Asyl ansucht. Dies wollte sein Agent gegenüber der Nachrichtenagentur AFP jedoch nicht bestätigen.

EXPLAINS SIGNIFICANCE OF GESTURE, ADDS UPDATE -Silver medalist Feyisa Lilesa, of Ethiopia, acknowledges applause during an award ceremony as he crosses his wrists in an attempt to draw global attention to recent deadly protests in his home region, Oromia, after the men's marathon at the 2016 Summer Olympics in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, Aug. 21, 2016. A government spokesman said Monday, Aug, 22, 2016 that Lilesa will not face prosecution upon his return home and will have

Diese Geste bringt Lilesa in seiner Heimat Äthiopien in Schwierigkeiten. Bild: Robert F. Bukaty/AP/KEYSTONE

In den vergangenen neun Monaten wurden laut Lilesa rund tausend Oromos von Regierung und Militär umgebracht. Der Medaillengewinner sagte auch, unter den Gefangenen und Getöteten seien einige seiner Freunde, Bekannten und Verwandten gewesen. «Wenn man über Demokratie spricht, bringen sie dich um», sagte er in Rio. (jwe/sda/apa/afp)

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