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epa05476156 Ryan Lochte of the USA reacts after competing in the men's 200m Individual Medley Final of the Rio 2016 Olympic Games Swimming events at Olympic Aquatics Stadium at the Olympic Park in Rio de Janeiro, Brazil, 11 August 2016.  EPA/PATRICK B. KRAEMER

US-Schwimmer Ryan Lochte hat in Rio vor allem ausserhalb des Schwimmbeckens für Schlagzeilen gesorgt. Bild: PATRICK B. KRAEMER/EPA/KEYSTONE

Lochte in Überfall-Affäre reumütig: «Ich übernehme die Verantwortung für meine Rolle»

Ryan Lochte hat sich in der Raubüberfall-Affäre der US-Schwimmer für sein Verhalten entschuldigt. Diese wird vom IOC begrüsst, der nationale Schwimmverband fasst derweil eine angemessene Strafe ins Auge.



US-Schwimmstar Ryan Lochte hat sich für sein Verhalten in der Affäre um einen vermeintlichen Überfall auf ihn und drei Teamkollegen entschuldigt. Er bedauere, den Vorfall nicht umsichtiger und aufrichtiger geschildert zu haben, schrieb Lochte am Freitag auf Twitter. Mit einer Äusserung habe er gewartet, bis seine Teamkollegen wieder sicher in den USA angekommen seien.

In this Sunday, Aug. 14, 2016 frame from surveillance video released by Brazil Police, swimmer Ryan Lochte, second from right, of the United States, and teammates, appear at a gas station during the 2016 Summer Olympics in Rio de Janeiro, Brazil. A top Brazil police official said the swimmers damaged property at the gas station. (Brazil Police via AP)

Lochte (unten in der Mitte) mit Kollegen, aufgenommen von einer Sicherheitskamera. Bild: /AP/KEYSTONE

Zuvor hatten die vier amerikanischen Schwimmer angegeben, in Rio de Janeiro überfallen worden zu sein. Brasilianische Behörden bezweifelten diese Aussagen und vermuteten die Vortäuschung einer Straftat. Videokameras der Tankstelle legten nahe, dass ein Schwimmer in einer Toilette randaliert habe. Nach einer Auseinandersetzung mit zwei bewaffneten Sicherheitskräften hätten die Schwimmer Geld für den Schaden hinterlassen und daraufhin gehen dürfen.

«Es ist traumatisch, spät mit seinen Freunden in einem fremden Land – mit einer Sprachbarriere – unterwegs zu sein und sich einem Fremden mit einer Waffe gegenüber zu sehen, der Geld will, um dich gehen zu lassen», schrieb Lochte nun. Die Situation sei zu vermeiden gewesen. «Ich übernehme die Verantwortung für meine Rolle und habe meine Lektion gelernt.»

Die ganze Entschuldigung im Originalwortlaut.

Zuvor hatte sich bereits das Nationale Olympische Komitee der USA bei den Olympia-Gastgebern entschuldigt. Das Verhalten der Schwimmer sei «weder akzeptabel, noch repräsentiere es die Werte des Team USA», hiess es einer USOC-Mitteilung. Der US-Schwimmverband denkt über Strafen für die Beteiligten nach. Dem Nachrichtensender CNN zufolge wurde Lochte suspendiert. Für wie lange, soll kommende Woche bekannt gegeben werden.

Das Internationale Olympische Komitee und das Organisationskomitee der Spiele akzeptieren die Entschuldigung von Lochte wegen dessen Darstellung eines angeblichen Überfalls. IOC-Sprecher Mark Adams: «Es ist klar, das die Gefühle vieler in diesem Land verletzt sind. Das IOC hat grosses Verständnis, dass die Menschen verärgert sind. Die Entschuldigung ist angemessen. Wir begrüssen sie.» Gleichwohl bildete das IOC eine Disziplinarkommission, um das Verhalten der vier US-Schwimmer zu untersuchen. (drd/sda/dpa)

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