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Nach dem Start liegt Bolt noch weit zurück, doch dann dreht er auf. Und wie!  screenshot: twitter

Hast du 9,81 Sekunden Zeit? Dann schau dir Bolts unglaubliche Aufholjagd zu Olympiagold an

15.08.16, 05:15 15.08.16, 14:48


Usain Bolt schafft an den Sommerspielen in Rio de Janeiro das Triple über 100 m. Der 29-jährige Jamaikaner siegt in 9.81 Sekunden vor dem Amerikaner Justin Gatlin (9.89).

Bolt spricht immer wieder davon, eine Legende wie beispielsweise Muhammad Ali im Boxen werden zu wollen. Deshalb möchte er am Zuckerhut wie 2008 in Peking und 2012 in London über 100, 200 m sowie mit der 4x100-m-Staffel das oberste Podest besteigen. Der erste (und vielleicht schwierigste) Schritt ist gemacht, denn über 100 m ist es für ihn schwieriger zu gewinnen als über die doppelte Distanz.

«Das Rennen war nicht perfekt, aber da ich gewann, bin ich glücklich.»

Usain Bolt

epa05486015 Usain Bolt of Jamaica carries his shoes after winning the men's 100m final of the Rio 2016 Olympic Games Athletics, Track and Field events at the Olympic Stadium in Rio de Janeiro, Brazil, 14 August 2016.  EPA/DIEGO AZUBEL

Lässt sich von den Brasilianern feiern: Goldjunge Usain Bolt. Bild: DIEGO AZUBEL/EPA/KEYSTONE

Gatlin mit dem besseren Start

Gatlin startete wie erwartet besser wie Bolt, der die zweitschlechteste Reaktionszeit auswies. Auf den letzten Metern zog der elffache Weltmeister dann aber – sehr zur Freude des Publikums – unwiderstehlich am Amerikaner vorbei. Nur die Zeit war eine leise Enttäuschung, blieb doch Bolt bei einem Rückenwind von 0.2 m/s um eine Hundertstelsekunde über der Jahresweltbestleistung von Gatlin. Dies brauchte ihn jedoch nicht zu kümmern. Seine Saisonbestzeit verbesserte er um fünf Hundertstel. Vor einem Jahr an der WM in Peking war Bolt nur um ein Hundertstel schneller gewesen als Gatlin.

Bolts Steigerungslauf zu Gold. streamable

Bolt ist der erste überhaupt, der zum dritten Mal in Folge in der Königsdisziplin den Olympia-Thron bestieg. Mit nunmehr sieben Goldmedaillen fehlen ihm noch deren zwei, um zum Finnen Paavo Nurmi und zum Amerikaner Carl Lewis aufzuschliessen. Die beiden sind mit jeweils neun Olympiasiegen die erfolgreichsten Leichtathleten der Sommerspiele.

«Jemand hat gesagt, ich kann unsterblich werden. Ich brauche noch zwei Goldmedaillen, dann kann ich es unterschreiben: Unsterblich!»

Usain Bolt blick auf den 200-m-Final.

2016 Rio Olympics - Athletics - Final - Men's 100m Final - Olympic Stadium - Rio de Janeiro, Brazil - 14/08/2016.  Usain Bolt (JAM) of Jamaica wins the gold medal in the men's 100m final.   REUTERS/Carlos Barria     FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS.

Beim Zieldurchlauf ist Bolt dann vorne: Der Jamaikaner hat sogar Zeit, um sich wie gewohnt auf die Brust zu klopfen.  Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

Gatlin ältester Medaillengewinner über 100 m

Gatlin ist derweil mit 34 Jahren und 186 Tagen der älteste Olympia-Medaillengewinner über 100 m. Wie Bolt stand auch der Amerikaner an diesem Event zum dritten Mal in dieser Disziplin auf dem Podest – 2004 in Athen holte er Gold, 2012 wurde er Dritter. Von 2006 bis 2010 durfte er nicht starten, weil er zuvor zum zweiten Mal positiv getestet worden war. Die Sperre wurde von acht auf vier Jahre reduziert, weil er mit der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA kooperierte. Seine Vergangenheit bekam Gatlin zu spüren, die Zuschauer pfiffen ihn gnadenlos aus, wenn er jeweils vorgestellt wurde.

2016 Rio Olympics - Athletics - Final - Men's 100m Final - Olympic Stadium - Rio de Janeiro, Brazil - 14/08/2016.  Justin Gatlin (USA) of United States walks with a flag after he won the silver medal in the men's 100m final.   REUTERS/Carlos Barria            FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS.

Holte zwar Silber, hatte beim Publikum aber wenig Sympathien: Justin Gatlin.  Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

Die Bronzemedaille sicherte sich in 9,91 Sekunden der Kanadier Andre De Grasse. Der 21-Jährige war schon an der letztjährigen WM Dritter geworden. Der lange verletzt gewesene Jamaikaner Yohan Blake (9,93), vor vier Jahren in London Olympia-Zweiter, musste sich mit Rang 4 begnügen. Sechs der acht Finalisten blieben unter zehn Sekunden, bester Europäer war als Siebenter der Franzose Jimmy Vicaut (10,04). (cma/sda)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hessmex 15.08.2016 12:55
    Highlight
    Man sollte eigentlich den 100m Lauf über eine ganze Bahnrunde führen, dann könnte man beinahe eine Minute zuschauen, so 9.81 Sec. sind einfach viel zu schnell vorbei ;-)
    3 12 Melden
  • Scaros_2 15.08.2016 12:34
    Highlight Ach mist - jetzt hab ich Ziel 1/2 - den 100m lauf zu schauen doch verpasst. Naja aber irgendwo auch gut. Wegen 10s in der Nacht aufstehen und müde auf der Arbeit - nein doch nicht auch wegen dem faden Doping Hintergrund.
    3 1 Melden
  • WyclefJean 15.08.2016 12:25
    Highlight Schade. Bolt ist ein Unsympath. Ein anderer Sieger wäre mir persönlich lieber gewesen.

    Aber trotzdem, Respekt. Eine grosse Leistung von einem grossen Sportler. Muss man anerkennen.
    4 11 Melden
  • DerTaran 15.08.2016 08:25
    Highlight Ja, Usain ist ein netter, aber es gibt auch viele die behaupten, dass Jamaikas Dopingkontrollen eine Farce sind. Warum soll ausgerechnet der schnellste Mann der Welt nicht gedopted sein?
    45 9 Melden
  • Ratchet 15.08.2016 08:01
    Highlight Gaitlin, zweimal positiv auf Doping getestet, konnte seine Sperre verkürzen, weil er mit amerikanischen Anti Doping Agentur kooperierte?
    Und ihr sprecht von einer symbolischen Sperre gegen Russland?
    Ich vertraue einem Athleten, der einfach das Pech hat in ein Land zu leben, wo die Regierung wohl wenig von Regeln hält mehr, als jemand der bereits zweimal versucht hat zu mogeln.
    Hier dürft ihr alle einen faden Beigeschmack haben, mindestens hat der Falsche nicht Gold gewonnen.
    54 9 Melden
    • DerTaran 15.08.2016 09:09
      Highlight Natürlich ist es nicht ideal, dass Gaitlins Sperre verkürzt wurde, allerdings denke ich, dass eine Kornzeugenregelung die es ja auch bei der Mafia und Terrorismusbekämpfung gibt, sinnvoll eingesetzt, hilfreich sein kann. Russlands Antidoping Agentur hat Doping aktiv gefördert (und vielleicht von seinen Sportlern sogar verlangt) und wurde gerade wegen einer Kronzeugin erwischt, dass ist eine ganz andere Qualität und deshalb hätte man ein Zeichen setzen müssen, das würde leider verpasst.
      9 2 Melden

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