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Bild: EPA/DPA

Schwere Niederlage für das IOC: Richter in Lausanne sprechen 28 russische Sportler frei

Der internationale Sportgerichtshof in Lausanne hebt die lebenslange Olympia-Sperren von 28 russischen Sportlern auf. Für das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist das im Zusammenhang mit dem russischen Staatsdopingskandal eine schwere Niederlage.
01.02.2018, 10:44

Der CAS hob am Donnerstag die vom IOC verhängten lebenslangen Olympiasperren gegen 28 russische Sportler auf, weil es keine individuellen Verstösse gegen Anti-Doping-Regeln feststellen konnte.

Auch die von den Sportlern bei den Winterspielen 2014 in Sotschi erzielten Erfolge sind wieder gültig. In elf weiteren Fällen wurden Verstösse festgestellt und die Einsprüche nur teilweise bestätigt.

Olympia-Startplatz trotzdem noch nicht gesichert

Dies bedeutet allerdings noch nicht, dass die entlasteten Sportler, darunter die Sotschi-Olympiasieger Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton), nun an den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) teilnehmen dürfen.

Da ihnen keine Einladung des IOC vorliegt, müssten sie zunächst ihr Startrecht einklagen.

Langläufer und Goldmedaillengewinner von Sotschi Alexander Legkow wurde vom Sportgerichtshof entlastet.
Langläufer und Goldmedaillengewinner von Sotschi Alexander Legkow wurde vom Sportgerichtshof entlastet.
Bild: EPA/KEYSTONE

39 der 42 Fälle sind behandelt worden

Insgesamt waren 42 russische Athleten vor den CAS gezogen. Zunächst wurden aber nur 39 Fälle behandelt, die der Biathletinnen Jana Romanowa, Olga Wiluchina und Olga Saizewa wurden vertagt.

Zum jeweils dreiköpfigen Richterpanel gehörten auch der Augsburger Rechtswissenschaftler Christoph Vedder und der Münchner Anwalt Dirk-Reiner Martens. Die Anhörungen waren nicht öffentlich.

Das IOC hatte insgesamt 43 russische Sportler lebenslang für Olympische Spiele gesperrt. Nur der Bobfahrer Maxim Belugin, der in Sotschi Vierter geworden war, legte keine Berufung ein. 

Russische Regierung nimmt CAS-Entscheid mit Erleichterung auf

Die russische Regierung hat die Aufhebung der lebenslangen Doping-Sperren für 28 Sportler mit grosser Erleichterung aufgenommen. «Wir sind froh, dass die Gerechtigkeit endlich triumphiert hat», sagte Sportminister Pawel Kolobkow am Donnerstag in Moskau.

Der Entscheid des Internationalen Sportgerichtshofs CAS bestätige, dass die Athleten «sauber» seien. Nun erwarteten die Sportler, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagiere und sie auch zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea zulasse, sagte Kolobkow der Agentur Interfax zufolge. (cma/sda/dpa)

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