Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Gold medal winner Nevin Galmarini of Switzerland reacts during the Men Snowboard Parallel Giant Slalom Finals in the Phoenix Snow Park during the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Saturday, February 24, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Den Rest der Welt abgetrocknet: Olympiasieger Galmarini. Bild: KEYSTONE

«Es ist fast schon kitschig» – Nevin Galmarini ist Olympiasieger

Alpin-Snowboarder Nevin Galmarini krönt seine Karriere. Der Bündner setzt sich im Final im Parallel-Riesenslalom gegen den Koreaner Lee Sangho durch und kürt sich zum Olympiasieger.



Im Phoenix Snow Park in Bokwang war Nevin Galmarini eine Klasse für sich. Der 31-Jährige aus Ardez war der Schnellste in der Qualifikation, was ihm den Vorteil des etwas schnelleren roten Kurses in den K.o.-Runden bescherte. Dort wurde der Weltcup-Führende seiner Favoritenrolle gerecht.

«Es ist fast schon kitschig. Es ist so gut gegangen, wie aus einem Guss, unglaublich.»

Nevin Galmarini srf

Galmarini dominierte die Olympia-Konkurrenz im Parallel-Riesenslalom wie Philipp Schoch in Turin 2006. Der neue Schweizer Champion steigt damit endgültig zum Star der Alpin-Szene auf.

Die Entscheidung: Galmarini schlägt Lee und holt Gold.

«Es fühlte sich schon fast etwas unheimlich an. Ich hatte sogar noch etwas Reserve.»

Nevin Galmarini

«Im Moment etwas leer»

Jahrelang stand der 31-Jährige im mächtigen Schatten der Schoch-Brothers Philipp und Simon. In Sotschi trat er vor vier Jahren als Finalist ein erstes Mal ins Rampenlicht, nun hat er den persönlichen Olymp endgültig erreicht. In seinem Fall sagten die Experten Gold an, und der Schweizer Teamleader erfüllte die hohen Ansprüche lückenlos.

«Ich bin im Moment etwas leer, aber das kommt sicher noch. Es ist ein Riesentraum, etwas wofür man so hart arbeitet. Dass es geklappt hat, das checke ich gar nicht, wow!»

Nevin Galmarini srf

Gold medal winner Nevin Galmarini of Switzerland celebrates during the victory podium of the Men Snowboard Parallel Giant Slalom Finals in the Phoenix Snow Park during the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Saturday, February 24, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Wawrinka-Geste als Zeichen für mentale Stärke. Bild: KEYSTONE

In den vier Duellen hatte Galmarini nur einen bangen Moment zu überstehen, als er sich in den Viertelfinals mit dem Italiener Roland Fischnaller ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte. Galmarini setzte sich letztlich mit dem knappen Vorsprung von sechs Hundertstel durch, ehe er im Halbfinal gegen den Franzosen Sylvain Dufour und im Final gegen den Lokalmatadoren Lee nichts mehr anbrennen liess.

Fünftes Gold der Alpin-Boarder

Nach dem Gewinn der Silbermedaille 2014 in Sotschi holte der Perfektionist an seinen dritten Winterspielen nun endlich Gold. Dass ihn die Schweizer Trainer mit dem österreichischen Ski-Superstar Marcel Hirscher vergleichen, kommt nicht von ungefähr. Mit seinem perfekt vorbereiteten und auf imposante souveräne Weise zelebrierten Triumph ist Galmarini in der ungemein erfolgreichen Schweizer Alpin-Story zu den Ikonen aufgestiegen. Nur der WM-Titel fehlt ihm noch. Den Gesamtweltcup führt der Bündner deutlich an – der Erfolg ist ihm unter normalen Umständen nicht mehr zu nehmen.

«Der Lauf war so gesetzt, dass ich dachte: ‹Hey sorry, haben die das extra für mich gesetzt?›»

Nevin Galmarini srf

Für die Schweizer Alpin-Snowboarder war es die insgesamt siebte Olympia-Medaille, die fünfte in Gold nach den Triumphen von Philipp Schoch (2002 und 2006), Daniela Meuli (2006) und Patrizia Kummer (2014). Neben Galmarini gehört auch der Chef der Equipe zu den Siegern. Das Comeback von Coach Christian Rufer hat sich bereits gelohnt. Unter ihm haben die Schweizer Alpin-Spezialisten an den letzten vier Winterspielen viermal Gold gewonnen.

Fiesta grande im «House of Switzerland» in Pyeongchang.

Ledeckas historisches Double

Im Rennen der Frauen wurde Ester Ledecka ihrer Favoritenrolle gerecht. Die 22-jährige Tschechin sicherte sich auch in ihrer Spezialdisziplin die Goldmedaille, nachdem sie bereits im Super-G der Skifahrerinnen den Olympiasieg geholt und für die Story dieser Winterspiele gesorgt hatte. Als erste Frau gewann sie in zwei verschiedenen Einzel-Sportarten die Goldmedaille.

Zwei Sportarten, zwei Rennen, zwei Siege: Ester Ledecka schreibt Geschichte.

Das erste Opfer Ledeckas in der K.o.-Phase war Patrizia Kummer, die Olympiasiegerin von 2014 in Sotschi. Die Walliserin hatte als 16. und Letzte und mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung den Einzug in die Achtelfinals geschafft. Ladina Jenny scheiterte ebenfalls in der Runde der letzten 16, Julie Zogg schied in den Viertelfinals aus. (ram/sda)

Die besten Bilder von Olympia

Südkoreaner jodeln für den Bundesrat

abspielen

Video: srf

23.02.1980: Das zweite «Miracle on Ice» – in neun Tagen fünfmal Olympiasieger

Link zum Artikel

17.02.2006: Tanja Frieden freut sich schon über den silbernen «Plämpu», als Lindsey Jacobellis ihr Gold schenkt

Link zum Artikel

07.02.1972: Wie «Aroma-Kaffee» Bernhard Russi zum Abfahrts-Olympiasieger machte

Link zum Artikel

12.02.2006: Die Ösi-Reporter reiben schon gierig die Hände – da klaut ein Franzose doch tatsächlich noch «ihr» Abfahrts-Gold

Link zum Artikel

Der historische Schrei des berühmtesten Münstertalers

Link zum Artikel

04.02.1932: Eisschnellläufer Jack Shea wird Olympiasieger und ahnt nicht, was er damit auslöst

Link zum Artikel

11.02.1972: Wie die DDR dem Vogelmenschen die Flügel stutzte 

Link zum Artikel

25.02.1994: Am Ende strahlt die Schöne Nancy Kerrigan und das Biest Tonya Harding vergiesst bittere Tränen

Link zum Artikel

Steven Bradbury schreibt das schönste Olympia-Märchen überhaupt 

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

09.02.1964: Die Schweiz erlebt mit der «Schmach von Innsbruck» ein historisches Debakel

Link zum Artikel

16.02.2002: Der krasse Aussenseiter Steven Bradbury schreibt das schönste Olympia-Märchen überhaupt 

Link zum Artikel

03.02.1972: «Ogis Leute siegen heute» wird zum Motto einer ganzen Nation

Link zum Artikel

Die Geburtsstunde einer Legende: Jamaika hat 'ne Bobmannschaft!

Link zum Artikel

Mit Full-Doublefull-Full springt Sonny Schönbächler zum Olympiasieg

Link zum Artikel

Liechtenstein ist so klein, dass es fast in eine Gondelbahn passt. Wieso uns der Nachbar 1980 trotzdem abgetrocknet hat

Link zum Artikel

26.02.2002: Hexerei, von der Putzfrau geweihtes Wasser und Doping – Johann Mühlegg läuft, bis er auffliegt

Link zum Artikel

Tanja Frieden freut sich schon über den silbernen «Plämpu», da schenkt ihr Jacobellis Gold

Link zum Artikel

26.02.1988: Vreni, vidi, vici

Link zum Artikel

Pirmin Zurbriggen krönt seine Karriere mit dem Abfahrts-Olympiasieg in Calgary

Link zum Artikel

27.02.2010: Alles scheint nach dem Sturz verloren – da schwimmt sie einfach übers Eis und rettet Deutschland in den Final

Link zum Artikel

10.02.2002: Simon Ammann, der voll geile Harry Potter der Lüfte, wird Olympiasieger

Link zum Artikel

18.02.2006: Als die «Eisgenossen» kanadischer spielen als die Kanadier und sich für eine uralte Schmach rächen

Link zum Artikel

Strassenbauer, Pistencowboy, Pechvogel, Stehaufmännchen, Olympiasieger

Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

Link zum Artikel

Strassenbauer, Pistencowboy, Olympiasieger, Pechvogel, Stehaufmännchen

Link zum Artikel

20.02.2014: Ein Sturz produziert das beste Photo-Finish aller Zeiten – zumindest für Profiteur Armin Niederer

Link zum Artikel

Der Adler ist gelandet – «Eddie the Eagle» springt in die Herzen der Fans

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • w'ever 24.02.2018 10:18
    Highlight Highlight gratuliere zum sieg.
    ich frage mich aber, wie lange diese disziplin noch ausgetragen wird. die art von "snowboard" fahren ist für mich so eine randsportart wie aerials, buckelpistenfahren oder skibob.
    • speaker33 24.02.2018 11:07
      Highlight Highlight mMn sollte die Popularität einer Sportart nicht entscheidend dafür sein ob sie olympisch ist oder nicht.
  • Hattori_Hanzo 24.02.2018 09:28
    Highlight Highlight Sehr geil! Und gute Werbung fürs beste Skigebiet der Schweiz ;) Gratuliere Nevin!
  • Stefan Eichenberger 24.02.2018 08:43
    Highlight Highlight Super, die 14. Medaille für die Schweiz, endlich noch eine im Snowboard.

Seferovic sieht grosse Felix-Show von der Bank – Arsenal lässt Napoli keine Chance

Eintracht Frankfurts Marsch durch die Europa League könnte in den Viertelfinals gestoppt werden. 75 Minuten lang zu zehnt spielend, verlor die Frankfurt das Hinspiel bei Benfica Lissabon 2:4.

Die Unerfahrenheit des erst 19-jährigen linken Verteidigers Evan N'Dicka durchkreuzte die taktischen Pläne von Cheftrainer Adi Hütter. Nach 20 Minuten stiess der Franzose im Strafraum als hinterster Verteidiger seinen Gegenspieler auf ungeschickte Art in den Rücken. Die Rote Karte und das 0:1 durch den …

Artikel lesen
Link zum Artikel