Sport
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Super-G, Frauen

1. Ester Ledecka
2. Anna Veith Ö +0,01
3. Tina Weirather LIE +0,11
4. Lara Gut +0,12

9. Michelle Gisin +0,46
17. Corinne Suter +1,13
27. Jasmine Flury +2,19

epa06534588 Ester Ledecka of Czech Republic celebrates in the finish area after her run in the Women's Super-G race at the Jeongseon Alpine Centre during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 17 February 2018.  EPA/JEON HEON-KYUN

Sie kann es nicht fassen: Ester Ledecka sorgt für eine der grössten Ski-Sensationen überhaupt. Bild: EPA/EPA

«Zuerst gedacht, dass es ein Fehler sei»: Ledecka holt sensationell Super-G-Gold

Lara Gut verpasste im Super-G um eine Hundertstelsekunde die vierte alpine Schweizer Medaille der Spiele in Südkorea. Ester Ledecka, die sensationelle Siegerin, stiess sie noch vom Podium.



11 Hundertstel hinter der Österreicherin Anna Veith und eine Hundertstelsekunde hinter der Liechtensteinerin Tina Weirather lag Lara Gut auf dem Bronze-Platz, als sich die Ereignisse überschlugen. Mit Startnummer 26 stellte die Tschechin Ester Ledecka völlig unerwartet Bestzeit auf, ihrerseits eine Hundertstelsekunde vor Veith und 0,11 Sekunden vor Weirather. Lara Gut blieb nur Platz 4.

Bild

Das Podest: Veith, Ledecka und Weirather (v.l.n.r.).

Das war natürlich nochmals eine bittere Pille für Lara Gut, die an den Grossanlässen der letzten Jahre regelmässig Medaillen eingefahren hat, aber noch nie eine goldene. Doch am Ende blieb ihr nicht nur der so sehnlichst erhoffte erste ganz grosse Sieg verwehrt, sondern auch das Edelmetall für Platz 3, den sie vor vier Jahren in Sotschi – damals in der Abfahrt – belegte.

Die 22-Jährige Ester Ledecka verkörpert auch im Snowboard, dort als zweifache Weltmeisterin, Weltklasse. Schon oft hat sie – beispielsweise in den Abfahrts-Trainings – ihre Klasse angedeutet, aber dennoch: Ihr Olympiasieg ist gewiss eine der grössten Sensationen im alpinen Skisport überhaupt.

Die Gold-Fahrt von Ester Ledecka.

Die Tschechin konnte es selber nicht glauben, was sie da gerade vollbracht hatte. Sie schaute auf die Anzeigetafel, wo ihr Name auf Platz 1 geführt wurde, doch sie vermutete einen technischen Fehler und verzichtete auf Jubel-Gesten. «Die werden jetzt dann sicher gleich das korrekte Resultat einblenden», sei ihr in diesem Moment durch den Kopf gegangen, erklärte sie später. Doch es war eben wahr. Sie, die im Dezember als Siebente der Abfahrt in Lake Louise zum bisher einzigen Mal im Weltcup in die Top 10 gefahren war, hatte sich Olympia-Gold erkämpft, als erste tschechische Skirennfahrerin.

«Ich glaube es bis jetzt noch nicht. Es war guter Lauf, ich war sehr überrascht. Ich bin nicht sicher, wie ich das geschafft habe. Als ich die Anzeigetafel angeschaut habe, habe ich zuerst gedacht, dass es ein Fehler sei. Ich würde die Abfahrt gerne fahren, aber jetzt muss ich wieder auf Snowboard wechseln.»

Die fassungslose Ester Ledecka im SRF-Interview.

Neben Lara Gut zeigte auch Michelle Gisin ein gutes Rennen. Die Engelbergerin, tags zuvor noch im Slalom im Einsatz, hielt sich bis zur letzten Zwischenzeit sehr gut, beging dann aber noch einen Fehler. Aber auch sie verlor als Neunte nur 0,46 Sekunden auf die Siegerin. Weniger erfolgreich kämpften Corinne Suter und Jasmine Flury, die sich mit den Rängen 17 und 27 bescheiden mussten. 

Lara Gut: «Es tut weh»

Lara Gut zeigte sich nach ihrem 4. Platz im olympischen Super-G natürlich sehr enttäuscht.

«Das ist natürlich nicht lustig. Irgend jemand muss ja Vierte werden. Aber logisch, es tut weh. Ich habe mein Bestes gegeben und habe alle meine Energie eingebracht. Am Ende bin ich Vierte, einen Hundertstel hinter Bronze und zwölf Hundertstel hinter Gold. Das ist bitter. Ich liebe das Skifahren. Ich liebe jeden Tag, jedes Detail. Ich weiss, dass man um alles kämpfen muss. Aber jetzt, in diesen Momenten, in denen alles noch so frisch ist, tut es natürlich sehr weh.»

Lara Gut

Die ersten Reaktionen auf den Sensationssieg:

«Es ist sehr schwer im Moment. Dass ich vorne bin im Ziel hätte ich selber nicht geglaubt, da ich im oberen Teil einen groben Fehler hatte. Jetzt ist es um eine Hundertstel Silber, es ist schwer einzuordnen.»

Anna Veith im Wechselbad der Gefühle.

(jsc/sda)

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Video: srf/SDA SRF

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