Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Die drei Nigerianerinnen und ihr grüner Bob, mit dem sie in Südkorea antreten. bild: visa

Öis, zwöi, drüüüüü: Nigerias Bob-Frauen schaffen's an die Olympischen Spiele

Man kann fast nicht anders, als sich an Cool Runnings zu erinnern. An den Olympischen Spielen 2018 wird erstmals eine afrikanische Nation an den Bob-Wettbewerben teilnehmen. Nigerias Frauen haben sich qualifiziert.



Nigeria ist in Pyeongchang in der Bob-Konkurrenz der Frauen am Start. Die Pilotin Seun Adigun und ihre Bremserinnen Ngozi Onwumere und Akuoma Omeoga haben sich am Mittwoch für die Olympischen Spiele 2018 qualifiziert.

Das ist gleich in mehrerer Hinsicht ein historisches Ereignis. Die nigerianischen Frauen sind das erste afrikanische Bob-Team überhaupt, welches an Olympischen Spielen teilnehmen wird. Und sie werden in Pyeongchang die allerersten Vertreter Nigerias an Winterspielen sein. Bislang nahm der Staat mit 190 Millionen Einwohnern nur an Sommerspielen teil.

Riesige Freude: Das Olympia-Ticket ist im Sack.

Bobfahrerin Adigun kennt die Olympischen Spiele deshalb auch schon. Denn 2012 in London nahm die einstige Afrika-Meisterin über 100 Meter Hürden teil. Auch ihre Bremserinnen sind Leichtathletinnen, Onwumere wurde vor zwei Jahren Afrika-Meisterin mit der Sprint-Staffel.

Ehre für Afrika einlegen

«Das ist ein Meilenstein für den Sport in Nigeria», freute sich Seun Adigun gegenüber ESPN nach der Qualifikation für die Spiele in Pyeongchang. Die 30-Jährige wuchs nicht in der Heimat ihrer Eltern auf, sondern in der Nähe von Chicago. Ihre Mitstreiterinnen sind wie sie US-nigerianische Doppelbürgerinnen.

In Nordamerika holte Nigeria I auch die nötigen Resultate für die Olympia-Teilnahme, bei Rennen auf den Bahnen von Salt Lake City, Whistler und zuletzt in Calgary. Also genau dort, wo 1988 Bob-Exoten aus Jamaika für Furore sorgten. Deren Geschichte wurde später in der Komödie «Cool Runnings» verfilmt.

abspielen

«Das geht über eure Vorstellungskraft, Jamaika hat 'ne Bob-Mannschaft!» Der Trailer zu «Cool Runnings». Video: YouTube/DerFilmReZenSenT

Seun Adigun sagte, ihr Team wolle die besten Botschafter Afrikas an Winterspielen sein, die man je gesehen habe. Medaillen holte bei Olympischen Winterspielen noch keine einzige Nation vom schwarzen Kontinent. Der 13. Platz des Paarlauf-Duos Marcelle Matthews und Gwyn Jones aus Südafrika 1960 in Squaw Valley ist die beste afrikanische Platzierung der Geschichte.

abspielen

Im US-Fernsehen plaudert das Trio ausführlich darüber, wie es zum Bob-Sport gefunden hat und über Ambitionen. Video: YouTube/Great Day Houston

Die drei Bobfahrerinnen werden möglicherweiche nicht die einzigen Vertreter Nigerias in Pyeongchang sein. Denn auch der Skeleton-Pilot Simidele Adeagbo rechnet sich Chancen aus, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Die grössten Sensationen der Sport-Geschichte

Bus verpasst? Scheiss Wetter? Keine Milch mehr zuhause?

Video: watson

Ein Langläufer aus Tonga?! Pita Taufatofua hat sich tatsächlich für Olympia qualifiziert

Link zum Artikel

Hier finden die Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele 2018 statt

Link zum Artikel

12 wahnwitzige Curling-Szenen, die die Lust auf Olympia wecken

Link zum Artikel

So kam Pyeongchang zu den Olympischen Winterspielen 2018

Link zum Artikel

Olympia droht Doping-Skandal, weil sich diese Fläschchen öffnen lassen

Link zum Artikel

Olympische Spiele oder Street Parade – welcher Slogan gehört wohin?

Link zum Artikel

Nach dem Erfolg die Magersucht – das wurde aus dem 15-jährigen Star der Spiele von Sotschi

Link zum Artikel

Pyeongchang wie Sapporo und Nagano? Die Schweizer Bilanz bei Winterspielen in Asien

Link zum Artikel

Vier neue Disziplinen: In Pyeongchang geht's um 102 Medaillensätze

Link zum Artikel

7 bemerkenswerte Fakten zu den 171 Schweizer Olympia-Teilnehmern

Link zum Artikel

Wir sind Soohorang und Bandabi, die Maskottchen der Winterspiele 2018

Link zum Artikel

Mit diesem Flussdiagramm findest auch du deine Olympia-Sportart

Link zum Artikel

Noch ein Monat bis Olympia – das sind unsere grössten Medaillen-Hoffnungen

Link zum Artikel

Der ultimative Test: Welcher Schweizer Olympionike bist du?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen

So kämpfen Berner Politiker um den Erhalt der Lauberhorn-Rennen

Der Streit zwischen dem Skiverband Swiss-Ski und den Veranstaltern der Lauberhornrennen hat die Politik auf den Plan gerufen. Zahlreiche Berner Nationalratsmitglieder haben einen offenen Brief unterzeichnet und ein Ende des Machtkampfs gefordert.

Die Weltcup-Skirennen am Lauberhorn seien sportlich, gesellschaftlich und volkswirtschaftlich von grösster Wichtigkeit, heisst es in dem vom Berner SVP-Nationalrat Lars Guggisberg verfassten Schreiben, das der «Blick» am Freitag publik machte. Der Ski-Klassiker in Wengen habe eine weltweite Ausstrahlung, nicht nur im Sport, sondern auch im Tourismus. Werde der Anlass aus dem Weltcup-Kalender gestrichen, stünden tausende Arbeitsplätze im Berner Oberland auf dem Spiel.

«Wir fordern Sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel