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Manchester United's former manager Alex Ferguson (C) looks on ahead of their English Premier League soccer match against Aston Villa at Old Trafford in Manchester, northern England March 29, 2014. REUTERS/Phil Noble (BRITAIN - Tags: SPORT SOCCER) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO USE WITH UNAUTHORIZED AUDIO, VIDEO, DATA, FIXTURE LISTS, CLUB/LEAGUE LOGOS OR

Bild: Reuters

Geheimtreffen am Sonntag

Ferguson nennt die Art von Moyes' Entlassung «erschütternd» – doch der Sir hatte wohl selbst seine Finger im Spiel

Sir Alex Ferguson beklagt öffentlich, die Art und Weise wie sein Nachfolger David Moyes bei Manchester United entlassen worden ist. 



16 Stunden bevor seine Entlassung bei Manchester United offiziell bestätigt wurde, wusste David Moyes bereits davon. Die englische Boulevardpresse war schneller als der Klub und veröffentlichte die Meldung bereits am Ostermontag-Nachmittag.

Ein abgekartetes Spiel? Hinter vorgehaltener Hand munkelt man auf der Insel, dass der Verein die Information über seinen dahinscheidenden Manager selbst in Umlauf gebracht hat. Die Trainervereinigung der Liga (LMA) warf der Klubführung der United dann auch «unprofessionelles Verhalten» vor. Die United wehrt sich: «Wir akzeptieren nicht, dass wir unprofessionell gehandelt hätten», sagte ein Klubsprecher. 

Then Manchester United's manager David Moyes listens to a question during a news conference at Old Trafford in Manchester, northern England in this March 18, 2014 file photo. Moyes, who has only been in charge of Manchester United since July, paid the price for a hugely disappointing season on April 22, 2014 when it was announced that he has left the club. REUTERS/Phil Noble/Files (BRITAIN - Tags: SPORT SOCCER)

Am Montag über die Presse, am Dienstag vom Klub: Die Entlassung von David Moyes verlief nicht störungsfrei. Bild: Reuters

Moyes selbst sei ausser sich gewesen vor Wut als er von seiner Entlassung erfahren habe. Bei seinem ersten Statement war davon bereits nichts mehr zu spüren. «Ich bleibe dankbar, dass Sir Alex an meine Fähigkeiten geglaubt und mir die Chance gegeben hat, United zu trainieren», erklärte der Schotte gefasst. «Leistungen und Ergebnisse waren nicht, wie Manchester United das erwartet. Ich verstehe und teile die Frustration.»

Mittlerweile hat sich auch Sir Alex Ferguson zu Wort gemeldet. Die schottische Trainerlegende hatte sich nach seinem Rücktritt höchstpersönlich für Moyes' als seinen Nachfolger eingesetzt. An einer Wohltätigkeitsveranstaltung sagte Fergie, er fand es «erschreckend», wie die Entlassung publik geworden sei.

Dabei spielte Ferguson beim Rauswurf seines Ziehsohns offenbar eine entscheidende Rolle. Wie die «Daily Mail» berichtet, soll sich Alex Ferguson am späten Sonntagabend heimlich mit Verantwortlichen von Manchester United in einem Hotel getroffen haben, um über den Abschied von David Moyes zu entscheiden.

Offenbar hatte Ferguson bereits seit längerem Zweifel an der Tauglichkeit von David Moyes für den Job. Mit ManU-Legende Sir Bobby Charlton und Ex-Vereinsfunktionär David Gill soll er immer wieder über mögliche Nachfolger diskutiert haben. Für die letzten drei Spiele übernimmt Ryan Giggs die Mannschaft.

Giggs holt Rat bei Fergie – «Wen hätte ich sonst anrufen sollen?»

Der Interimstrainer hatte am Freitagmorgen seinen ersten öffentlichen Auftritt. «Ich bin stolz, glücklich, aber auch ein wenig nervös», sagte der Waliser an der Pressekonferenz. «Ich kann es kaum erwarten, am Sonntag um 17.30 Uhr auf den Platz zu laufen.»

Als erstes habe er Paul Scholes angerufen, erklärte Giggs. Sein ehemaliger Teamkollege wird ihm – wie auch Nicky Butt und Phil Neville – als Assistent zur Seite stehen. Auch mit Ferguson habe er schon gesprochen. «Ich fragte um Rat und wollte wissen, was mich erwartet. Wen hätte ich sonst anrufen sollen?»

Giggs will gegen Norwich offensiv spielen lassen. «Wir haben die Spieler dafür. Ich habe ihnen gesagt, dass ich an sie glaube. Sie sollen den Fans etwas zum Feiern geben, Tore schiessen und Tacklings machen. Aber es wird hart werden. Sie kämpfen um ihr Leben

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