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Nach der Rekordsumme für TV-Rechte

Die Premier League kassiert 7,2 Milliarden für drei Jahre – wir hätten da andere Ideen, was man mit dieser Riesensumme anstellen könnte

Geld regiert die Welt. Aber was ist Geld wert? Englische Sender haben 7,2 Milliarden Franken hingeblättert, um die TV-Rechte der englischen Premier League zu erhalten. Sieben etwas verrückte Vergleiche, was diese Summe wert sein könnte.



2666 Franken pro Sekunde. Das sind die 7,2 Milliarden Übertragungsrechte für drei Jahre auf eine Sekunde Spielzeit in der Premier League heruntergerechnet. Eine ungewohnte, ja verrückte Zahl. Kurz nach Bekanntwerden des Deals fordern verschiedene Exponenten, dass die Eintrittspreise gesenkt werden sollen, damit die Fans auch davon profitieren können (siehe Infobox).

Ob das so wird, steht noch in den Sternen. Da wir uns alle diese Unsumme von 7'200'000'000 kaum vorstellen können, schaffen wir mit einigen Vergleichen Abhilfe: 

Seat Ibizas von Zürich nach Madrid

Bild

360'000 Seat Ibizas im Wert von 20'000 Franken. Dies läge mit einem Budget von 7,2 Milliarden durchaus drin. Bei einer Länge von vier Metern pro Fahrzeug gäbe das eine Seat-Kolonne von Zürich bis nach Madrid und noch etwas weiter. Oder eine Strecke von Köln nach Ibiza. Mit 360'000 Ibizas nach Ibiza. Köln hat einen neuen Schlager-Hit! bild: seat.ch

300 Tore für Liverpool

epa04613631 Liverpool's Mario Balotelli leaves the pitch as his teammates celebrate after the English Premier League soccer match between Liverpool FC and Tottenham Hotspur at Anfield in Liverpool, Britain, 10 February 2015. Liverpool won 3-2.  EPA/PETER POWELL DataCo terms and conditions apply 
http://www.epa.eu/files/Terms%20and%20Conditions/DataCo_Terms_and_Conditions.pdf

24 Millionen soll Liverpool für Ausnahmekönner Mario Balotelli hingebuttert haben. Die Vereinsinhaber überlegen sich nun, nochmals 300 Balos zu kaufen. So hätten die Reds nächste Saison 300 Tore mehr auf dem Konto – vorausgesetzt Balotelli kann seine aktuelle Quote halten. Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

Zwei Jahre Trinkwasser für die ganze Schweiz

18.06.2014; Basel; Fussball Super League - Training FC Basel;
Marco Streller und Fabian Frei trinken Wasser (Andy Mueller/freshfocus)

Die Zahlen werden immer unwahrscheinlicher, aber stellen Sie sich vor: In Zürich kosten 1000 Liter Leitungswasser zwei Franken. Mit den 7,2 Milliarden Franken könnten wir uns also in der Limmatstadt 3,6 Billionen Liter Wasser leisten. Damit wäre die Wasserversorgung aller Schweizer Haushalte für zwei Jahre gedeckt. Prost. Bild: Andy Mueller/freshfocus

Kunstrasen mit einer Fläche zweimal so gross wie Bern

Arbeiter aus Deutschland verlegen die ersten Bahnen Kunstrasen am Montag, 12. Juni 2006 im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/ Lukas Lehmann)

Es gäbe viel zu tun, will man Kunstrasen-Fussballfelder im Wert von 7,2 Milliarden Franken auslegen. Bei einem Neupreis von einer halben Million und einer Fläche von 7'100 Quadratmetern pro Fussballfeld könnten 102'816'000 Quadratmeter Kunstrasen gekauft werden. Diese Fläche ist zweimal so gross wie die Stadt Bern. Bild: KEYSTONE

64 Jahre TV-Rechte für die Super League

Vergleicht man die Rekordsumme der Premier League mit jenem Betrag, welcher die Cinetrade AG für das Schweizer TV-Recht bezahlt (186 Millionen Franken für fünf Jahre), hätte Sky und British Telecommunications sich die Rechte für 64 Jahre Super League erwerben können.

Ticketpreise sollen runter

Kurz nach Bekanntwerden des Mega-Deals haben verschiedene Experten sich zu Wort gemeldet. Auch die Fans sollen vom Geldsegen profitieren. Der ehemalige Nati-Spieler Gary Lineker schreibt: «Die Liga schwimmt im Geld. Senkt die Eintrittspreise und macht es möglich, dass die Fans die Spiele besuchen können.» Der ehemalige Stürmer Ian Wright wird noch konkreter: «Ich sage, lasst die Fans für einen Zehner rein. Sie sind die einzigen Menschen, die niemals davon profitieren.»

114 Mass für jeden Oktoberfest-Besucher

epa04421821 A man poses for pictures with two beer mugs in one of the festival tents at the Oktoberfest 2014 in Munich (Bavaria), Germany, 28 September 2014. The annual beer festival runs from 20 September to 05 October.  EPA/TOBIAS HASE

Was würden die Besucher auf der bayerischen Wiesn strahlen, hätten Sky und BT ihr Geld ins Oktoberfest investiert. Bei einem Preis von zehn Franken könnte jedem der (im Jahr 2014) 6,3 Millionen Besucher 114 Mass ausgegeben werden. Ein Gaudi auf höchstem Niveau. Bild: EPA/DPA

Gipfeli für die ganze Welt

A man arranges croissants at a bakery of CBM Corporation in Phnom Penh August 28, 2014. Chy Sila, CEO of CBM Corporation, has come a long way since he invested his $500 life savings in a small shop in Cambodia's capital to sell bootleg music and pirated movies. Fast-forward 16 years and Cambodians are now watching the films he distributes not on scratchy DVDs but in a $5 million multiplex theatre, a joint venture with Thailand's Major Cineplex and the centrepiece of a new mall owned by Japanese retail giant Aeon that drew 2 million visitors in its opening month. Chy Sila is one of the biggest success stories in a country that was for years Southeast Asia's war-torn, aid-dependant basket case. Picture taken August 28, 2014. To match Feature CAMBODIA-ECONOMY/   REUTERS/Samrang Pring (CAMBODIA - Tags: FOOD BUSINESS)

7,2 Milliarden Menschen lebten 2014 auf der Erde. Eine Rechnung, die uns sogar im Kopf gelungen ist: Ein Franken pro Gipfeli, gibt ein Gipfeli für jeden. Was für ein Abschluss. Bild: keystone

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