DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Roger Federer of Switzerland returns the ball during his semi-final tennis match against Stan Wawrinka of Switzerland at the ATP World Tour Finals at the O2 Arena in London November 15, 2014. REUTERS/Toby Melville (BRITAIN - Tags: SPORT TENNIS)

Wird sich Roger Federer in Lille wieder so verrenken können? Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS

Wie weiter mit Federers Problemzone?

Das Duell der Sportärzte – ein Rücken, zwei Meinungen

Informationsfluss gestoppt: Weil Roger Federer am Sonntagabend offenbar kaum sitzen kann, sagt er die Pressekonferenz nach dem Final-Forfait ab. Sofort beginnen die Spekulationen um den «Rücken der Nation».



Vor dem Davis-Cup-Final gegen Frankreich, der am kommenden Freitag in Lille beginnt, dreht sich fast alles um Rogers Federer Rücken, den er sich im Tiebreak des dritten Satzes im epischen London-Halbfinal gegen Stan Wawrinka verletzt hat.

Wie schlimm ist Federers Verletzung? Wird er spielen können? Schon im ersten Einzel? Ist er auch wettkampffähig?

Weil Federer am Sonntagabend nach dem Final-Forfait gegen Novak Djokovic keine Pressekonferenz mehr gab und sich nur auf der Webseite von Swiss Tennis kurz zu seiner Blessur äusserte, wird mittlerweile heftig spekuliert. Jeder kleinste Hinweis auf den Gesundheitszustand wird begierig aufgesaugt.

So schreibt der Tages-Anzeiger in seiner heutigen Ausgabe mit Bezug auf «zuverlässige Informationen», dass Federers Rückenprobleme «alles andere als harmlos» seien. Er habe am Sonntagabend kaum sitzen können, und deshalb die Pressekonferenz am Abend abgesagt. 

Spielt er oder spielt er nicht?

Fehlen die Informationen, sind auch Experten-Meinungen stets gefragt. Beim Tages-Anzeiger nimmt Heinz Bühlmann, der ehemalige Vertrauensarzt von Martin Hingis, Stellung. «Federer ist ein unglaublich ehrgeiziger Mensch, wie wir ja alle wissen. Aber im Nachhinein hat er sich diesmal mit seinem grenzenlosen Ehrgeiz schwer geschadet», kritisiert er im Interview. Federer hätte gegen Wawrinka erstmals in seiner Karriere aufgeben sollen.

Walter O. Frey, Sportarzt an der Uniklinik Balgrist, attestiert Federer in der Basler Zeitung dagegen «hochprofessionelles Verhalten». Es sei wichtig gewesen, gegen Novak Djokovic nicht anzutreten. Sonst hätte sich die Verletzung möglicherweise verschlimmert. «Er hat, soweit man dies aus Distanz beurteilen kann, alles richtig gemacht.»

Auch im Hinblick auf die Chancen, ob Federer bereits am Freitag wieder spielen könne, sind sich die renommierten Experten nicht einig. «Es gibt keine Garantie, aber funktionelle Probleme können sich innert weniger Tage wieder lösen», sagt Frey. Er glaubt nicht, dass Federer im Vorfeld viel trainieren muss. «Aufgrund seiner starken Leistungen vermute ich, dass er schon ein gutes Gefühl hat, wenn er das Racket nur anschaut.»

Trotz Rückenproblemen und den Querelen zwischen Stan Wawrinka und Mirka Federer versucht das Schweizer Davis-Cup-Team gute Stimmung zu verbreiten.

Aufklärung heute Nachmittag?

Bühlmann ist anderer Meinung. «Er braucht jetzt vor allem sehr viel Therapie.» Daneben müsse er natürlich auch trainieren können. «Er kann am Freitag nicht einfach hinstehen und sagen: ‹Hallo Freunde, da bin ich, das geht auch ohne Training.›» Er glaubt nicht, dass Federer spielen kann. «Ich bin da sehr skeptisch. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es für Federer bis am Freitag reicht.»

Genauere Informationen über Federer Gesundheitszustand erhofft sich die Tennis-Welt vom heutigen Nachmittag. Um 16.45 Uhr findet in Lille die offizielle Pressekonferenz der Schweizer Mannschaft statt. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Roger Federer verteidigt Achtelfinal-Verzicht in Paris: «Es war die richtige Entscheidung»

Kommende Woche beginnt für Roger Federer in Halle die Rasensaison. Was er zu seinem Verzicht auf den Achtelfinal der French Open sagt. Am Freitag gab er Auskunft darüber, wie es ihm gesundheitlich geht.

Zunächst ist es nicht mehr als eine leise Sehnsucht, so etwas wie eine heimliche und verbotene Liebe. Und im Verbotenen liegt bekanntlich der Reiz. Für Schweizer, sagt Federer, scheine der Belag, auf dem er sich nun am wohlsten fühlt, unerreichbar: Rasen.

Denn dort, wo Roger Federer aufwächst, wird auf Sand Tennis gespielt. Er spielt Fussball, Tischtennis, fährt Ski und spielt Tennis. Meist fährt er mit dem Velo an den St. Galler Ring 225 ins Basler Bachletten-Quartier, wo der TC Old Boys …

Artikel lesen
Link zum Artikel