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Switzerland's players Stanislas Wawrinka, left, and Roger Federer, right, celebrate after winning their matches against Kazakhstan of the Davis Cup World Group Quarterfinal match between Switzerland and Kazakhstan, at Palexpo, in Geneva, Switzerland, Sunday, April 6, 2014. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Roger Federer vor dem Schweizer Finale

«Traumhafte Tage für Schweizer Tennisfans»

Traumfinal beim ersten grossen Rendez-vous des Jahres auf Sand: In Monte Carlo treffen im Final Roger Federer (Sieg gegen Djokovic) und Stanislas Wawrinka (Sieg gegen Ferrer) aufeinander.

Die Superlative sind für einmal nicht übertrieben. «Sensational Stan» titelte die Homepage der ATP nach Wawrinkas 6:1, 7:6 (7:3) gegen David Ferrer. Und nachdem Roger Federer mit einem 7:5, 6:2 gegen Novak Djokovic nachgezogen hatte, meinte der 32-jährige Basler: «Das ist ein Traumfinal für das Schweizer Tennis und seine Fans.»

«Das ist ein Traumfinal für das Schweizer Tennis und seine Fans.»

Die Highlights der Halbfinals von Federer und Wawrinka

YouTube/ATPWorldTour

Es waren zwei überaus eindrucksvolle Vorstellungen, welche die beiden Schweizer in den Halbfinals des Traditionsturniers im Fürstentum Monaco ablieferten. Australian-Open-Champion Wawrinka zeigte sich David Ferrer, der im Viertelfinal den achtfachen Monaco-Champion Rafael Nadal ausgeschaltet hatte, in jeder Beziehung überlegen.

«Ich denke es wird ein grosser Tag Morgen.»

Roger Federer. atpworldtour.com

Der 29-jährige Waadtländer überzeugte mit einem sehr druckvollen Spiel, das den Spanier fast pausenlos in die Defensive drängte. Wawrinka brillierte mit tollen Gewinnschlägen und gab die Kontrolle nie aus den Händen.

«Er spielte zu Beginn unglaublich. Ich hatte keine Möglichkeit ihn zu stoppen. »

Der unterlegene David Ferrer.

Der Traumstart von Wawrinka

Die Weltnummer 3 startete gleich hervorragend. Bereits nach 18 Minuten holte sich Wawrinka das zweite Break zu einer komfortablen 4:0-Führung. Und schon nach 31 Minuten war die Entscheidung in diesem Durchgang gefallen. Bei den Winnern sprach die Statistik des ersten Satzes am Ende mit 16:1 (!) zu Wawrinkas Gunsten.

Ferrer vermochte sich danach zu steigern. Über den Kampf fand er besser in den Rhythmus. Bis zum Tiebreak konnte er das Geschehen ausgeglichener gestalten. In der Kurzentscheidung musste er aber wieder unten durch. Rasch geriet er mit 0:4 in Rücklage. Diese Hypothek konnte er nicht mehr wettmachen. 

Elegante Schweizer im Steuerparadies.

«Ich wusste, dass ich gegen ihn dominieren kann, wenn meine Beinarbeit stimmt», sagte ein äusserst zufriedener Wawrinka. Überraschend sei er nicht von seiner guten Form. «Ich fühlte mich schon die ganze Woche gut.»

YouTube/ATPWorldTour

«Ich bin sehr beieindruckt von der Leistung von Wawrinka. Er spielte grossartiges Tennis diese Woche.»

Roger Federer.



Grand-Slam-Sieger, aber noch nie ein 1000er-Turnier gewonnen

Der Romand steht erstmals seit seinem Triumph am Australian Open wieder in einem Final, seinem 16. auf der ATP Tour (6 Titel). An einem Masters-1000-Event hat er bisher noch nie triumphiert. 2008 verlor er im Final von Rom gegen Novak Djokovic, im vergangenen Jahr in Madrid gegen Nadal. In Melbourne hatte es Roger Federer noch verpasst, den Schweizer Final perfekt zu machen, in Monte Carlo zog er nun auf ebenso eindrückliche Weise nach.

«Es ist schön diesen Moment gemeinsam in einem Final zu erleben.» 

Roger Federer. atpworldtour.com

Federer und Djokovic boten sich ein hochstehendes und ausgeglichenes 34. Duell. Im ersten Satz verschaffte sich der Schweizer die Vorteile dank einer starken Schlussphase. Er überstand bei 4:5 einen sehr kritischen Moment, als er Djokovic bei eigenem Aufschlag zwei Satzbälle zugestehen musste, aber beide dank tollem Tennis abwehren konnte.

Image

Ein begehrtes Fotosujet, Federer hier mit Monaco-Star Radamel Falcao. Bild: instagram/falcao

Federer hielt den Rhythmus hoch und realisierte im nächsten Game das erste Break und sicherte sich wenig später den ersten Durchgang. Im zweiten Satz nahm die Gegenwehr von Djokovic deutlich ab. Der Serbe hatte sich den rechten Unterarm einbandagiert und bekundete offensichtlich Mühe, besonders mit der Rückhand.

YouTube/AtPWorldTour

Die Bilanz spricht klar für Federer

 Gegen Wawrinka hat Federer sogar 13 von 14 Begegnungen gewonnen. Die einzige Niederlage kam jedoch 2009 zustande - im Achtelfinal in Monte Carlo. «Das sind aufregende Zeiten für uns», freute sich Federer. «Dass wir jetzt gegeneinander im Final stehen, ist schon sehr speziell.» Das letzte Schweizer Endspiel auf der ATP Tour gab es 2000, auf tieferer Stufe in Marseille. Damals verlor Federer seinen ersten Final gegen Marc Rosset im Tiebreak des dritten Satzes.  (si/syl) 

«Für mich persönlich ist es wirklich sehr speziell, nach 14 Jahren wieder ein Schweizer Final zu bestreiten.»

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