Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Roger Federer of Switzerland reacts during the quarter-final match against Gilles Simon of France at the Swiss Indoors tennis tournament at the St. Jakobshalle in Basel, Switzerland, on Friday, October 26, 2018. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Gegen Simon kam Federer arg ins Schwitzen. Bild: KEYSTONE

Federer kämpft sich in dramatischem Match gegen Simon in den Halbfinal

Mit Roger Federer auf der Achterbahn! Wieder kämpft sich der Schweizer Lokalmatador an den Swiss Indoors in Basel nach einem Fehlstart und vielen Problemen in die nächste Runde. Federer schlägt den Franzosen Gilles Simon in 2:34 Stunden 7:6, 4:6, 6:4 und steht in den Halbfinals.



Wie im Achtelfinal gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff trauten die 9000 Zuschauer in der St.Jakobshalle am Anfang ihren Augen nicht. Für Roger Federer begann der Viertelfinal mit einer Fehlerorgie. Nach neun Minuten und neun Fehlern lag Federer 0:3 in Rückstand. Gilles Simon bot sich eine weitere Breakmöglichkeit zum 4:0. Er führte 5:2 und kam beim Stand von 6:5 zu einem Satzball. Und dennoch hatte er praktisch keine Chance, den ersten Satz zu gewinnen.

«Ich erwartete eine schwierige Partie. War in letzter Zeit unsicher beim Aufschlag und er ist ein super Returnspieler. Er ist sehr schnell und ballsicher. Ich wusste, dass ich riskieren muss und nicht zu frustriert werden darf.»

Roger Federer

Beim Satzball gelang Federer das achte Ass. Das Re-Break zum 4:5 hatte sich abgezeichnet; Federer nützte erst seine neunte Breakchance. Im Tiebreak agierte Federer fehlerfrei.

Wer nach diesem ersten Satz einen federer'schen Durchmarsch erwartete, der wurde überrascht. Das Auf und Ab ging munter weiter. Dreimal brachte Roger Federer im zweiten Satz den Aufschlag nicht durch und bloss zweimal konnte er kontern. Nach 1:49 Stunden war alles wieder ausgeglichen.

«Ich bin froh, dass ich durchkam. Irgendwie war's lässig. Gegen ihn ist es immer taktisch, das gefällt mir, obwohl es körperlich anstrengend ist und für die Nerven nicht das Beste.»

Roger Federer

Im Entscheidungssatz geriet Roger Federer nicht mehr in Rückstand. Er gewann mit dem Glück des Tüchtigen die (umkämpften) ersten beiden Games, führte 3:0 und 4:1, liess den Gegner nochmals ausgleichen (4:4), schaffte aber nach zwei Stunden und 34 Minuten mit vier gewonnenen Ballwechseln nacheinander das entscheidende Break zum 6:4. Die Halle tobte.

Der Matchball.

Als Fazit vor dem Finalwochenende bleibt, dass Federer auch gegen Simon die Qualität seines Aufschlags noch nicht entscheidend nach oben korrigieren konnte. Wieder brachte er fünfmal den Aufschlag nicht durch. Wieder kostete ihn das Nerven und viel Kraft.

Wie lange kann sich Federer in Basel Fehlstarts und Schwächeperioden noch leisten? Wie lange hält er sich trotz wackligem Aufschlag noch über Wasser? Die Gegner werden stärker. Im Halbfinal trifft Federer entweder auf den Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP 16) oder den Russen Daniel Medwedew (ATP 20). Medwedew gewann diesen Herbst schon das ATP-500-Turnier von Tokio und in der Halle 17 Einzel. Tsitsipas feierte letzte Woche in Stockholm den ersten Turniersieg seiner Karriere. Gegen Tsitsipas spielte Federer noch nie; gegen Medwedew gewann er vor zwei Wochen in Schanghai 6:4, 4:6, 6:4. (ram/sda)

Federers acht Titel in Basel

«Chum jetz, Roger, tritt ändlich zrugg!»

Video: watson

Hingis bodigt in Melbourne erst Serena Williams und macht dann Kleinholz aus Venus

Link zum Artikel

Paris verliebt sich in Nadal, das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

«Yips» beschert Kurnikowa einen unglaublichen Negativrekord – und trotzdem gewinnt sie

Link zum Artikel

Mit 16 wird Martina Hingis die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg

Link zum Artikel

Weil sich Courier von Kuhglocken irritieren lässt, darf die Schweiz vom Davis Cup träumen

Link zum Artikel

Oh là là! Eine Flitzerin stiehlt den Wimbledon-Finalisten kurz die Show

Link zum Artikel

Mit einem Return für die Ewigkeit beendet Federer die Wimbledon-Ära des grossen Sampras

Link zum Artikel

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

Link zum Artikel

Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

Eine krachende Vorhand rettet Federer auf dem Weg zum Karriere-Slam

Link zum Artikel

«Disgusting bitch!» – Patty Schnyder teilt mal so richtig aus

Link zum Artikel

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

Link zum Artikel

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

Frankreich holt sich den dramatischsten Davis-Cup-Triumph der Geschichte

Link zum Artikel

Nach Federers Gegensmash schmeisst Roddick frustriert sein Racket weg

Link zum Artikel

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

Link zum Artikel

Chang treibt Lendl mit Mondbällen und «Uneufe»-Aufschlag in den Wahnsinn

Link zum Artikel

Wimbledon-Triumph als Weltnummer 125 – Ivanisevics Traum wird endlich wahr

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Swiss-Indoors-Direktor Brennwald: «Durchführung wäre unvorstellbar und unverantwortlich»

Das Tennisturnier Swiss Indoors Basel vom 24. Oktober bis 1. November unter Einhaltung spezieller Hygienemassnahmen durchzuführen, kommt für Turnierdirektor Roger Brennwald kaum in Frage. Er rechnet mit einer Absage. Die Swiss Indoors würden damit zum Versicherungsfall.

Während dreier Jahre wurde investiert, gebaut, improvisiert. Über 100 Millionen Franken kostete die Modernisierung der Basler St.Jakobs-­Halle, nun erstrahlt sie in neuem Glanz. Sie sollte ab dem 24. Oktober Schauplatz des 50-Jahr-Jubiläums der Swiss Indoors Basel werden.

Das Tennisturnier operiert mit einem Budget von gegen 20 Millionen Franken und ist damit die grösste jährlich stattfindende Sportveranstaltung der Schweiz. Seit Anfang April läuft zwar der Vorverkauf, die Tickets würden …

Artikel lesen
Link zum Artikel